Euro-Zone ist Katastrophen-Zone

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neuester Beitrag:  25.01.22 15:07
eröffnet am: 10.07.11 19:04 von: Rubensrembrandt Anzahl Beiträge: 1702
neuester Beitrag: 25.01.22 15:07 von: DarkKnight Leser gesamt: 141476
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10.07.11 21:54 #26 Nebenbei: 1.500 Milliarden Euro,
das entspricht etwa dem Fünffachen unseres Bundeshaushaltes im laufenden Jahr.  
10.07.11 21:58 #27 diese Zahlen interessieren niemanden, weil sie u.
wichtig sind...es geht nur um die Sicherstellung der Refinanzierung der fällig werdenden Staatsschulden...
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The best argument against democracy is a 5-minute conversation with the average voter. W.Churchill
10.07.11 22:04 #28 Wenigstens steht in dem Artikel:
„Die europäischen Notenbanken sind nicht mehr bereit, weitere Anleihen der Staaten zu kaufen“, hieß es in Zentralbankkreisen.

Man darf der EZB leider nicht mehr viel glauben.

Mag ja sein dass man nie Schulden zurückzahlt, kiiwii, aber damit sagst du doch auch dass die Handelsungleichgewichte ewig bestehen werden und dass Griechenland nie auf die Beine kommt. Und es ist klar, dass auch die BRD nicht ewig Schulden machen kann, weil die Bonität irgendwann zu schlecht ist (<10% pro Jahr Zinsen auf Staatsanleihen). Danach kommt dann das was wir in den USA aber auch in der EU schon heute in der Vorstufe erleben. Die Zentralbank kauft Staatsanleihen und vernichtet diese einfach. Dann haben wir starke Inflation.

Man muss die Probleme mMn frühzeitig an der Wurzel bekämpfen. D.h. Länder wie Griechenland müssen wettbewerbsfähig werden. Ein Weg dahin wäre eine eigene Währung.  
10.07.11 22:06 #29 Kurzfristige Erfolge, die sowie auch ohne Euro
erreicht worden wären, führen zur Enteignung der Bevölkerung. Gewinner sind
nur die Banken, die im immer größeren Maßstab subventioniert werden.
Der Euro ist eine Katastrophenwährung: In immer kürzeren Zeitabständen
werden Krisensitzungen anberaumt, bis uns das Ganze um die Ohren fliegt.
Dass es besser mit eigener Währung geht, beweisen uns Schweden und Schweiz.
Trotz starker eigener Währung erzielen die Länder Export-Überschuss und
es ist ihnen gelungen, den eigenen Schuldenstand zu reduziern, was keines
der Eurozonen-Länder erreicht hat.  
10.07.11 22:09 #30 Dieses Geld, das angeblich nicht interessiert,
sichert die Bedienung der Forderungen der privaten Gläubiger der Staatsanleihen. Man erkauft sich damit etwas Zeit, erhöht aber gleichzeitig die eigene Staatsverschuldung, weil ja wieder mal der Steuerzahler haftet. Dummerweise sind die der Finanz- und Eurokrise zugrunde liegenden Probleme nicht mal angegangen. Die Disparitäten bestehen weiter. Die Probleme entwickeln sich damit wie ein Schneeball, der den Berg herunterrollt und zur Lawine wird.  
10.07.11 22:22 #31 Politischer Schwachsinn wird auch dadurch
nicht richtiger, wenn er von kiiwii wiederholt wird. Der Euro lädt zum Schulden-
machen ein, für die Schulden bürgt und zahlt letzten Endes die BRD und die
Schulden werden letzten Endes viel höher als die Exportüberschüsse sein.
Außerdem führt der Euro dazu, dass in Griechenland und Portugal, Irland,
Spanien und Italien gespart werden mussen. Die Exporte der BRD in diese
Länder werden also nicht zunehmen, sondern im Gegenteil abnehmen. Wie
kann man immer nur wieder den gleichen Unsinn verzapfen.



http://www.welt.de/wirtschaft/article11265500/...Euro-broeckelt.html#  
10.07.11 22:25 #32 Welt:
Anleger haben schon lange Grund, an dieser Behauptung zu zweifeln. In diesem Jahr haben sich die Börsen der Eurozone schlecht entwickelt: schlechter als die übrigen Märkte auf dem Globus, schlechter auch als die übrigen Märkte in Europa. Nicht nur das: Auf der Liste der 20 finanzschwächsten Nationen der Welt stehen nicht weniger als sechs Länder der 16 Mitglieder umfassenden Währungsunion. Eine Analyse zeigt, dass das Einheitsgeld offensichtlich nicht die Vorteile gebracht hat, die von seinen Befürwortern in den 90er-Jahren propagiert wurden. Vielmehr ist es ein Währungsverbund, der dazu einlädt, zulasten der Gemeinschaft höhere Schulden zu machen.  
10.07.11 22:25 #33 Im USA-Bärenthread:
war dieses Interview verlinkt:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/...ist-italien-dran/4165736.html

Die Banken in Italien wie auch in Spanien werden mit immer kurzfristigeren Mitteln refinanziert. Bald wird in Italien der größte Käufer der Staatsanleihen ausfallen. Das heißt: Die Renditen müssen steigen. Und die Bombe in Italien wird noch in diesem Jahr platzen.  
10.07.11 22:26 #34 Von wegen Merkel & Co.
Die Birne Kohl hat uns das eingebrockt. Der Verzicht auf die DM war ein Geschenk an unsere französischen "Freunde". Der Spruch von damals eine Kapitulation a´la "Versailles ohne Krieg" klingt mir noch gut in den Ohren. (Wohl das Zugeständnis an die deutsche Einheit).
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Die für die Multikultur sind, wissen nicht was sie ihren Enkeln antun.
10.07.11 22:29 #35 schreibt doch, was Ihr wollt
habt eh keine Ahnung
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10.07.11 22:30 #36 Kohl und Merkel sind auf einer Linie
10.07.11 22:31 #37 Isch oohnedda!
Bin halt ein Frosch....  
10.07.11 22:37 #38 Im Augenblick,
aber das hat weniger mit dem Euro zu tun (siehe oben).
Außerdem sind die Reallöhne in der BRD seit Einführung des Euros gesunken!  
10.07.11 22:40 #39 Unser kiiwii: beratungsresistent und ahnungslos
Vielleicht könnte er mal zur Kenntnis nehmen, was der ehemalige Chefökonom des IWF zu sagen hat. Aber der hat wahrscheinlich auch "eh keine Ahnung".

http://www.ftd.de/politik/international/...l-zur-lawine/60060746.html  
10.07.11 22:50 #40 ftd:
http://www.ftd.de/politik/international/...awine/60060746.html?page=2

Deutlich wahrscheinlicher freilich ist, dass die derzeitige Strategie mit einem Krach und ungeordneter Umstrukturierung endet. Warum sollten die Griechen (von den Iren und Portugiesen gar nicht zu reden) auf Jahre hinaus Einsparungen und ein niedriges Wirtschaftswachstum hinnehmen, um die französischen und deutschen Bankensysteme zu stützen - sofern man ihnen nicht enorme Bestechungssummen dafür bietet?
Wie Professor Jeremy Bulow aus Stanford und ich in unserer Arbeit über die Staatsverschuldung in den 80er Jahren gezeigt haben, kann man Länder selten derart unter Druck setzen, dass sie länger als einige Jahre Nettozahlungen (Zahlungen abzüglich neuer Kredite) in Höhe von mehr als ein paar Prozent an Ausländer leisten.  
10.07.11 22:52 #41 was tun als Anleger?
Die Diskussion ist ja sehr interessant, aber mal praktisch gefragt: welche Folgen ergeben sich für einen dt. Kapitalanleger & Aktienbesitzer?

Müssen wir nun an Auswanderung denken, etwa in Staaten mit besserer Politik? Oder reicht es, sein Geld in Schweizer Franken und/oder Goldstücke o.ä. zu tauschen?

Die Gefahr besteht in Inflation, Steuererhöhungen, und wirtschaftlicher Instabilität?  
10.07.11 23:02 #42 Paradiesvogel,
es ist schwer, kurzfristige Prognosen abzugeben. Allein die Frage, ob wir Inflation oder Deflation zu erwarten haben, ist selbst für einen mittelfristigen Zeitraum kaum zu beantworten.

Was nicht falsch sein kann, sind Immobilien und Aktien von Firmen, die auch in Krisenzeiten gebraucht werden und auch bisher schon ordentliche Dividenden zahlten (Nahrungsmittelhersteller, Pharmabuden, Versorger). Daneben, wer es sich leisten kann, ein wenig Edelmetall,  
10.07.11 23:04 #43 Vielleicht ist das eine Teilantwort
http://www.handelsblatt.com/finanzen/...-dran/4165736.html?p4165736=2

Mein Szenario für die kommenden Jahre, auch für Deutschland: Steuererhöhungen, Kürzung von Leistungsversprechen, damit sinkende Kaufkraft. Gewinnen werden nur die wenigen Vermögenden, die Aktien, Immobilien und Rohstoffe besitzen.

Was passiert kürzerfristig an der Börse?

Von Frühjahr bis Herbst erwarte ich eine größere Korrektur bei Rohstoffen und Aktien. Das hat jetzt begonnen. Die Märkte sind spekulativ überhitzt und die Schwellenländer erhöhen ihre Zinsen.

Die Anleger sind bisher sehr ruhig geblieben…

Weil sie die letzten zwei Jahre viel Geld verdienen konnten. Jetzt ist Defensive Trumpf. Erst fallen die Rohstoffe, dann die Aktien. Im Sommer werden die Analysten mit der Senkung ihrer Gewinnerwartungen beginnen. Dann fallen die Aktien, vielleicht 20 Prozent.

Und was macht dann die US-Notenbank?

Startet ihre nächsten Staatsanleihenkäufe, ihr „QE3“.  
10.07.11 23:16 #44 usa kauft schon die piggs anleihen
und dann werden sie sich selber freiwillig abwerten oder bewusst auf default gehen...so wirds laufen und alle haben mitgemacht...  
10.07.11 23:23 #45 Nach Welt gibt es nur 2 Optionen,
10.07.11 23:24 #46 Irgendwo
wird irgendwann (bald) ein Dominostein in der Reihe kippen, und mit ihm alle anderen, das steht fest wie das Amen in der Kirche.

Kommt mir der Sketch von Monty Python in den Sinn von dem Fettsack, der sich im Restaurant zig Menüs reindrückt ohne zu platzen. Als der Kellner ihm zum Schluss noch ein Pfefferminzblatt anbietet und der Fettwanst dieses noch runterwürgt, explodiert er wie ne Bombe :))

Irgendwo wird dieses "Pfefferminzblättchen" in Europa oder sonst wo schon auftauchen, und dann gehts los... ^^

F5
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10.07.11 23:29 #47 Rubens...
Guter Bericht in der Welt. Schäuble ist in meinen Augen eh völlig fehl am Platze. Ich frag mich echt, wie der Finanzminister werden konnte! Echt nur zum Abwinken sowas! Genauso wie Westerwelle als Aussenminister! Da lief in der schwarz-gelben Koalition von Anfang weg etwas völlig schief!
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10.07.11 23:33 #48 Fehlt uns nur noch,
dass son Typ wie Steinbrück nächster Bundeskanzler wird! Dann haben wir die drei von der Tankstelle aber beieinander :)))
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10.07.11 23:36 #49 Nur eines noch
zu Westerwelle: ich war früher echt beeindruckt von dessen Dynamik! Ihm hat die FDP viel zu verdanken. Mit ihm als Zugpferd sind sie überhaupt in der Koalition jetzt. Aber dass er unmittelbar nach den erfolgreichen Wahlen dann so dermassen wenig Fingerspitzengefühl fürs eigene Amt zeigen würde, das hätte ich nicht erwartet! Wie konnte er nur Aussenminister werden, dazu noch gleichzeitig Fizekanzler und Parteichef der FDP?! Das war dann letztlich doch ganz arge Selbstüberschätzung, muss ich sagen!
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10.07.11 23:37 #50 Pardon,
Vize
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