Sein Zitat aus 1981 („Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.") hatte er (später) in folgenden Zusammenhang gestellt: "Es gibt so eine unterschwellige Neigung bei Millionen Bürgern, auch Arbeitnehmern, den Ausländern für alles die Schuld zu geben" - wie einst den Juden, fügte Schmidt hinzu. "Lasst uns das um Gottes Willen nicht mitmachen." (Siehe Artikel in Nr. 4)
Es ging ihm also nicht darum, gegen Ausländer zu hetzen, er glaubte vielmehr, es könnte für Teile der DEUTSCHEN Gesellschaft Akzeptanzprobleme geben. Das ist nicht im geringsten gegen Ausländer gerichtet, vielmehr geht es um die Toleranzfähigkeit unter Deutschen. (Die er übrigens m.E. unterschätzt.)
Im Übrigen ist das eine Meinungsäußerung. Das hat mit "Wahrheit" überhaupt nix zu tun. Man kann auch anderer Meinung sein, ohne dass man lügt. Unterschziedliche Meinungen muss man ertragen können. Dafür wäre Schmidt jederzeit eingetreten. Unterschiedliche Meinungen in "Wahrheit" und "Lüge" aufzusplitten, ist im Ansatz totalitäres Denken. Das hat null und nichts mit dem zu tun, wie Schmidt dachte.
Seine Zitate zu missbrauchen, um gegen Ausländer zu hetzen, (was ich dem Poster hier zunächst mal nicht unterstelle), wäre jedenfalls blanker Missbrauch. ----------- Ein Beitrag zur Friedensstiftung und ein leuchtendes Beispiel ueberschwaenglicher Willkommenskultur! |