jumptec & congatec - kommt da noch mehr

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eröffnet am: 14.05.25 08:28 von: Crine Anzahl Beiträge: 926
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03.11.25 16:18 #427 homeopath #425

Ich denke du verstehst meinen Punkt nicht.
Auch meine aktuelle Gesamtinvestitionssumme in Kontron ist schon lange durch Tradinggewinne und Dividenden bezahlt. Von daher ist mein Risiko überschaubar.
Mein Punkt ist, dass ich 70% meines Gesamtbestands vor 2018 gekauft habe (im Schnitt deutlich unter 9€ ohne Dividenden einzurechnen) und ich diese Stücke mit maximalen Gewinn (>30) verkaufen möchte und das mittlerweile so schnell wie möglich, weil die Zeit läuft…
Auf 3stellige Kurse wie Friedhelm kann ich vermutlich nicht mehr warten.
Und diese Aussicht auf 30€ und mehr hat VOR viceroy bestanden. Diese Krise haben wir mit einem blauen Auge überstanden, und die Aussicht auf >30€ war durch HNs Optionspläne und diverse immer optimistisch gestimmten Analysten (Foristen :)) niemals völlig unrealistisch.
Wie alle wissen wurden die Optionen in den Sand gesetzt, die Mehrheit der Analysten sind trotzdem immer noch extrem optimistisch gestimmt. D.h. ich muss mich nun erneut fragen, was das Maximum ist, was ich für meine Stücke bekommen kann.
Daher ist der offizielle Ausblick auf 2026ff entscheidend und damit verknüpft ist auch die Frage ob sich HN in die sensationelle Reihe österreichischer Firmenlenker wie Benko, Braun, Lanthaler und Everke einreiht, die Parallelen zu Everke sind leider nicht zu leugnen. Ich hoffe noch immer, dass er als positives Beispiel außen vor bleibt..
Wir sind nun psychologisch betrachtet gleich weit wie zu viceroy Zeiten, shorties haben sich auf Kontron eingeschossen, die Schmierfinken sind täglich auf der Finanznachrichten-Seite aktiv und wollen Jünger fischen und wir können nur raten wo wir 2028/2030 stehen werden. 2026+2027 haben die Analysten schon „errechnet“, das ist nicht sonderlich viel, aber besser als nix.
Somit besteht hier kein Grund überoptimistisch zu sein und alles rosa zu malen.
 

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1

05.11.25 07:27 #428 Liest sich alles gut
https://www.onvista.de/news/2025/...winnmargen-deutlich-0-37-26446636

Zahlen sind raus, klingt so positiv das heute einen 5-10 % Crash geben sollte, wie immer bei guten Zahlen  
05.11.25 07:53 #429 #
Ich hatte gestern Abend kurz überleget einen Stoppkurs zu setzen. Das werde ich jetzt lassen.
Egal was der Kurs kurzfristig macht, hier stimmt einfach vieles.
Cashflow, BtB, Auftragsbestand uvm.
Ich werde mich durch Kurskapriolen auch nicht mehr verrückt machen lassen.
2026 kann bei dem Auftragsbestand kaum was negatives passieren
Wer langfristig investiert ist, lässt alles gelassen laufen und verkauft in ein paar Jahren 3-stellig.
Schaun mer mal…….
 
05.11.25 08:11 #430 Hab es nur überflogen .. aber war da
auch ein Ausblick für 2026?
Umsatz und Gewinn schon?  

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06.11.25 08:24 #431 MS hat am 3.11 gut 260000 Aktien
gekauft. Der Kurs ist gefallen. Mal eine dumme Frage, wäre er nicht noch weiter abgesackt ohne MS oder sehe ich das falsch?  
06.11.25 08:36 #432 ist das nicht einfach deren Absicherung
für die ausgegebenen Shorts?  
06.11.25 08:44 #433 Kann durchaus sein
Ich frage mich halt nur, wenn jemand jetzt den Kurs drücken will oder muss, MS aber diese Aktien aufkauft, di ja sonst keiner gekauft hätte, wäre der Kurs ja weiter abgesackt.

Kurz um Sie verleihen und wetten dann aber gegen Ihre eigenen verliehenen Aktien indem Sie die Shortattacke selber verhindern. Wäre schon nen geiler Schachzug sag ich mal  
06.11.25 10:01 #434 in der heutigen
Ausgabe AB-Daily von H. Bernecker wird der Absturz von 28 auf 21 als überzogen beurteilt. Der Auftragseingang bleibe stark. Besonders bei der Bahninfrastruktur, Defense und Aerospace.
Technologievorsprung habe man beim FRMC-Standard.

Neue Aufträge von Bundeswehr und Bundesdruckerei stünden im Raum....  
06.11.25 10:15 #435 neue Aufträge
Bei den Aufträgen der Bundeswehr und Bundesdruckerei wurde bereits im September mit der Auslieferung begonnen. Neue Aufträge stehen eher im Bereich Bahn und NADs im Raum. (Wenn es klappt jeweils rund 300 Mio. €)
Vielleicht schreibe ich mal einen Bericht zu dem Call  
06.11.25 10:20 #436 Endlich
hört man mal was vom Call . . . , meine Anmeldeversuche scheitern immer.  
06.11.25 11:24 #437 Erster Eindruck vom Call
OK, es scheint Informationsbedarf zu geben. Ich schreibe noch was ausführlicheres aber mal ganz kurz.
Der Call ging sehr lange - rund 90 Minuten.
Es wurden viele Fragen gestellt und das Management ging sehr detailliert auf die verschiedenen Geschäftsbereiche ein.
Die Strategie Gewinn über Umsatz zu stellen und sich auf margenstärkere IoT Lösungen zu fokussieren, belastete in diesem Jahr und auch in den Vorjahren die Umsatz- und Gewinnentwicklungen. In den letzten Jahren wurden 635 Mio. € an wenig profitablem Geschäft stillgelegt. Dennoch konnten im fortgeführten Geschäft Erfolge erzielt werden.
Was für mich aber am Spannendsten war, sind die Einblicke in die Geschäftsfelder die gegeben wurden.
Hier scheint bei einigen schwachen Geschäftsfeldern das Tal durchschritten zu sein, während die starken Geschäftsfelder wie Defense und Bahn sich weiter sehr stark entwickeln.
Es wird noch der verbleibende IT-Service Bereich in Österreich zum Verkauf gestellt.
Ansonsten scheinen die Portfoliobereinigungen weitgehend abgeschlossen zu sein.
Ich bin für die nächsten Jahre zuversichtlich, dass wir nach den ganzen Umbaumaßnahmen im Portfolio in den nächsten Jahren ein wieder starkes und profitables Wachstum sehen werden.
Details dazu schreibe ich dann mal in einem ausführlicheren Beitrag.
33404767  
06.11.25 11:31 #438 Danke für den ersten Eindruck!
06.11.25 13:07 #439 @ Johannes:
ich habe von dritter Seite gehört, dass die Mittel aus dem Verkauf von Jump Tec entweder für einen Aktienrückkauf oder für einen Sonderdividende verwendet werden. Das würde davon abhängen, wie das PE Verhältnis sei. Hat es da genauere Informationen gegeben? Von welchem Betrag wird da gesprochen? 50 Mio.? Hat man den Aktienkurs genannt, wo man diese Grenze zieht? 10 x PE ist ja auch nicht eindeutig, hängt ja vom Zeitpunkt ab, oder? Jede zusätzliche Info wäre willkommen!!!

 
06.11.25 13:11 #440 Summary Q3 Call

Kontron AG: Portfoliotransformation zeigt Wirkung – Q3 2025 markiert Wendepunkt!?

Hier die Präsentation auf die sich einige Stellen in dem Text bezieht: https://cms.kontron.com/kontron/ir/reports/q3_2025_final.pdf

Systematische Portfoliobereinigung belastet Umsatz, stärkt aber Profitabilität
Kontron hat in den vergangenen Jahren konsequent eine Portfoliobereinigung vorangetrieben, die sich auch im dritten Quartal 2025 deutlich in den Zahlen niederschlägt. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,3% auf 400,8 Mio. EUR zurück - ein Rückgang, der unter anderem durch die Dekonsolidierung des COM-Geschäfts (Computer-on-Module) getrieben wurde, welches zu Beginn des dritten Quartals aus dem Konsolidierungskreis ausschied. In den ersten neun Monaten 2025 belief sich der Gesamtumsatz auf 1.181,9 Mio. EUR, verglichen mit 1.207,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Diese Umsatzrückgänge sind jedoch das Ergebnis einer bewussten strategischen Entscheidung. Kontron verwies auf die Stilllegung und den Verkauf von niedrigmargigen Geschäftsfeldern in den letzten Jahren. Insgesamt hat Kontron seit 2022 rund 635 Mio. EUR an margenschwachem Geschäft desinvestiert oder eingestellt:
- 2023: Verkauf des IT-Service-Geschäfts (390 Mio. EUR Umsatz bei 30% Bruttomarge)
- 2024: Einstellung von margenschwachem IT-Service und EMS-Geschäft (60 Mio. EUR bei nur 15% Bruttomarge)
- 2025: Dekonsolidierung des COM-Geschäfts (100 Mio. EUR) und weitere Reduzierung von EMS/IT-Aktivitäten (110 Mio. EUR)
- Geplant 2026: Weitere Desinvestition von 75 Mio. EUR IT-Service-Geschäft

Beeindruckende Margenverbesserung trotz Umsatzrückgang
Trotz des Gegenwinds durch die Portfoliobereinigung konnte Kontron in den letzten zwei Jahren bemerkenswerte Fortschritte bei der Profitabilität erzielen. Die Bruttomarge verbesserte sich von 34,7% im Jahr 2022 kontinuierlich auf 41,7% in den ersten neun Monaten 2025 - und erreichte im dritten Quartal sogar 43,4%. Diese Entwicklung unterstreicht den Erfolg der Fokussierung auf hochmargige Software- und Lösungsgeschäfte. Das operative EBITDA (bereinigt um Sondereffekte) stieg von 96 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2023 auf 147,6 Mio. EUR im gleichen Zeitraum 2025 - ein Plus von über 50%. Die EBITDA-Marge verbesserte sich entsprechend von 11,7% auf 12,5%. CFO Clemens Billek unterstrich diese positive Entwicklung: "Die Fokussierung zahlt sich aus."

Weitere Kennzahlen der Transformation:
- Eigenkapitalquote: Erstmals seit zwei Jahren wieder über 40% (40,6% nach Q3)
- Working Capital: Reduzierung von 450 Mio. EUR (Q3 2024) auf unter 300 Mio. EUR
- Operativer Cashflow: Sprung von 19,4 Mio. EUR (Q3 2024) auf 33,5 Mio. EUR (Q3 2025)
- Auftragsbestand: Rekordwert von 2,4 Mrd. EUR bei einem Book-to-Bill von 1,41

Q3 2025: Schwächer als das starke Vorjahresquartal, aber operativ solide
Das dritte Quartal 2025 war schwächer als das Vergleichsquartal 2024. Das EBITDA ging um 19,9% auf 47,6 Mio. EUR zurück, wobei das Vorjahresquartal von Entkonsolidierungseffekten aus dem Verkauf der Telealarm-Beteiligung (ca. 5 Mio. EUR Einmaleffekt) profitiert hatte. Das operative EBITDA auf einem ähnlichen Niveau wie im zweiten Quartal 2025. Die Schwäche konzentrierte sich hauptsächlich auf das Europa-Segment, wo besonders das EMS-Geschäft unter Preisdruck litt. Niederhauser erklärte: "Wir sahen ein softeres EMS-Geschäftsumfeld in Q3 mit leichtem Margendruck." Die Bruttomarge im EMS-Bereich fiel von 24-25% auf 21-22%, was die Gesamtprofitabilität des Segments belastete.

Zielerreichung 2025: Kontron bekräftigte die Erreichung der Jahresziele für 2025 mit einem operativen EBITDA von mehr als 220 Mio. EUR plus Sondereffekte von rund 46 Mio. EUR aus der COM-Dekonsolidierung. Niederhauser betonte die historisch starke Saisonalität: "If you look at the past, the last 10 years of Kontron, we always did in Q4 more than 30% of the revenues." Konkret bedeutet dies für 2025: - Erwarteter Q4-Umsatz: ca. 500-518 Mio. EUR (30% des Jahresumsatzes). Aus dem ggü. Q3 rund 100 Mio. EUR höheren Umsatzniveau erwartet Kontron bei gleichbleibend hohen Strukturkosten trotz einer typischerweise etwas geringeren Marge eine Fixkostendegression.
- Benötigtes zusätzliches EBITDA in Q4: ca. 70 Mio. EUR
- Hochlauf der Bundeswehr- und Bundesdruckerei-Aufträge seit September
- Erholung des ODM-Geschäfts mit positiver Book-to-Bill-Ratio

Geschäftsbereichsanalyse: Starke Wachstumstreiber kompensieren schwache Segmente

Das Management ging sehr detailliert auf die Entwicklung der Geschäftsbereiche ein.

Basierend auf der Segmentanalyse und den Management-Aussagen ergibt sich folgendes Bild für die einzelnen Geschäftsbereiche. Die Umsatzverteilung 2025 habe ich grob aus dem Kuchendiagramm auf S. 13 in der Präsentation abgeleitet:

Starke Wachstumstreiber

Transportation/High-speed trains (ca. 255 Mio. EUR, ca. 15% des Umsatzes): Niederhauser beschrieb diesen Bereich als "more or less exploding" mit einer Umsatzverdopplung in den letzten drei Jahren. Kontron ist unbestrittener Marktführer für Datenkommunikation im Schienenverkehr:
- Über 300 Mio. EUR neue Aufträge bereits gewonnen (SNCF)
- Weitere 300 Mio. EUR in der Pipeline für die nächsten 4-5 Monate. Hannes Niederhauser: We won already over EUR300 million of orders and as we speak we have another EUR300 million in the pipeline. This is what we should win the next four or five months. So that's doing extremely well".
- Einziger Anbieter für FRMCS-kompatible Edge-Geräte
- EBITDA-Marge über 20%


Aerospace & Defense (ca. 201 Mio. EUR, 12% des Umsatzes): Ein weiterer Bereich, der "extremely well" performt mit einzigartigen Verschlüsselungs- und Sicherheitsprodukten:

- Hochlauf der Bundeswehr-Geschäfte seit September 2025
- Neuer VNX-Produktgeneration für Drohnen und leichte Ausrüstung (während hingegen VPX eher für größere Endgeräte eingesetzt wird)
- Starkes Wachstum besonders in Nordamerika

IoT Software/CRA (ca. 151 Mio. EUR, 9% des Umsatzes): Der strategisch wichtigste Zukunftsbereich mit dem KontronOS und AI-Shield.:

- CRA steht für Cyber Resilience Act. Der Cyber Resilience Act wurde Anfang des Jahres durch eine Reihe von Gesetzen der Europäischen Union und anderer Länder vereinbart.Die Gesetzgebung schreibt vor, dass missionskritische Anwendungen der CRA-Vorschrift entsprechen müssen.
- Aktuell 4 Mio. Geräte mit CRA-kompatiblem Betriebssystem
- Ziel: Verdopplung auf 8 Mio. Geräte bis 2026
- Langfristziel: 80 Mio. Geräte mit Abo-Modell (1-3 EUR/Monat)
- Partnerschaft mit congatec verdoppelt adressierbare Gerätebasis

Zukunftsmärkte im Aufbau

Automotive/NADs (ca. 117 Mio. EUR, 7% des Umsatzes): Der kommende "Game Changer" mit Network Access Devices für autonomes Fahren:
- 300 Mio. EUR Aufträge bereits gebucht
- Produktionsstart September 2026
- Mindestens 50 Mio. EUR Umsatz erwartet für 2026. Auslieferung soll ab September 2026 starten
- Langfristziel: 500 Mio. EUR Jahresumsatz bis 2030
- USP als "non-Chinese supplier" in einem von asiatischen Anbietern dominierten Markt
- Weitere Aufträge im Volumen von bis zu 300 Mio. EUR werden verhandelt.

Stabile Geschäftsbereiche

Automation (ca. 264 Mio. EUR, 16% des Umsatzes): Nach der COM-Dekonsolidierung zeigt sich eine leichte Erholung ("slightly industrial coming back"):
- Dreistelliger Millionenauftrag in den USA gewonnen
- Profitiert vom Near-Shoring-Trend in Europa
- Stabiles "Brot-und-Butter-Geschäft" mit 8-9% EBITDA

Medical (ca. 172 Mio. EUR, 10% des Umsatzes): Stetiges Wachstum von 5-10% jährlich, getrieben von der alternden Bevölkerung in Europa.

Communications (ca. 168 Mio. EUR, 10% des Umsatzes): Führende Position bei Glasfaser-Switches in Europa für Telekom-Betreiber.

Herausfordernde Bereiche

Renewable Energy (ca. 102 Mio. EUR, 6% des Umsatzes): Das schwächste Segment mit erheblichen Verzögerungen:

- 2025 nur 50 Mio. EUR Umsatz statt geplanter 100 Mio. EUR mit Wallcharger
- Verzögerte Volkswagen-Wallbox-Aufträge (ca. 50 Mio. EUR) verschoben auf 2026
- Erste positive Anzeichen bei Solar-Invertern mit positivem Book-To Bill in Q3

Rest/EMS/ODM (ca. 270 Mio. EUR, 16% des Umsatzes): Der Transformationsbereich mit gemischten Signalen:

- Anhaltender Preisdruck im EMS-Geschäft (Margen bei 5% oder darunter)
- Positive Entwicklung im ODM-Geschäft. Hier wurden einige Aufträge gewonnen bei denen ab 2026 mit der Auslieferung gestartet wird
- Geplante Desinvestition von 75 Mio. EUR IT-Services bis Mitte 2026
- Ziel: Transformation von EMS (25% Bruttomarge) zu ODM (35% Bruttomarge)


These: Talsohle durchschritten, Wachstumsphase beginnt

Meiner Meinung nach dürften die schwachen Bereiche ihren Boden gefunden haben, während die starken Segmente ihre Wachstumsdynamik fortsetzen. Die Portfoliobereinigung ist zu etwa 90% abgeschlossen - lediglich der Verkauf der restlichen IT-Service-Aktivitäten (75 Mio. EUR) steht noch aus.

Während die "Legacy"-Bereiche (EMS, IT-Services, COM) von über stark reduziert wurden, wuchsen die Zukunftsbereiche Transportation, Defense und IoT Software überproportional. Diese Umschichtung zeigt sich in der starken Verbesserung der Bruttomarge von 34,7% auf über 41,7% in den letzten Jahren.

Besonders bemerkenswert ist die strategische Positionierung in drei disruptiven Technologiefeldern:

- CRA (Cyber Resilience Act): Als erster und aktuell einziger Anbieter CRA-kompatibler IoT-Lösungen. Potenzial in 5 Jahren: 80 Mio. Devices, >500 Mio. EUR subscription fees (siehe Folie 14)
- FRMCS: Monopolstellung bei Future Railway Mobile Communication Standard. Potenzial in 5 Jahren: >500 Mio. EUR jährlich

- NADs: Einer von nur zwei nicht-chinesischen Anbietern für automotive Hochgeschwindigkeits-Konnektivität. Potenzial in fünf Jahren: >500 Mio. EUR

- VPX/VNX für Defense Applikationen. Potenzial in fünf Jahren: >400 Mio. EUR

Fazit: Der Acker ist bestellt für profitables Wachstum

Mit dem anstehenden Verkauf der letzten IT-Service-Aktivitäten wird Kontron die mehrjährige Portfoliotransformation abschließen. Das Unternehmen steht vor dem Eintritt in eine neue Wachstumsphase, die auf hochmargigen, technologisch führenden Produkten basiert.

Nachdem die Portfoliobereinigungen weitgehend abgeschlossen sind, dürfte die starke Auftragslage in den Schlüsselbereichen zu einer verstärkte Wachstumsdynamik führen.

Die Transformation von einem diversifizierten Industriekonglomerat zu einem fokussierten High-Tech-Unternehmen mit klaren USPs in Zukunftsmärkten ist nahezu abgeschlossen. Mit CRA-konformen Produkten, NADs für autonomes Fahren und FRMCS für die Bahninfrastruktur ist der Acker für die kommenden Jahre bestellt. Die aktuelle Bewertung der Aktie mit einem durchschnittlichen Kursziel von 31,42 EUR (Konsens von neun Analysten) spiegelt dieses Potenzial noch nicht vollständig wider - ganz zu schweigen vom aktuellen Kurs ;-)

Gruß,
Johannes

(Dies ist keine Anlageempfehlung, Ich besitze Kontron Aktien. Es bestehen Interessenskonflikte)

 
06.11.25 13:18 #441 Dividende vs. Aktienrückkäufe
Hallo stksat.
Neben dem Verkauf von Jumptec wird es wahrscheinlich noch einen weiteren Verkauf der verbleibenden IT-Service Aktivitäten in Österreich geben.
Es wurde gesagt, dass man je nach Kurs eher Aktien zurückkaufen würde oder eher Dividende ausschütten würde. Niederhauser nannte als Beispiel wenn der Kurs unter einem KGV-Multiple von 10 stünde, würde man eher Aktien zurückkaufen als Dividende ausschütten. Dazu will man sich jetzt aber noch nicht festlegen. Das wird dann zu gegebener Zeit entschieden.
Man hat auch einen kleineren Zukauf im Visier.
Gruß,
Johannes  
06.11.25 13:50 #442 Wie sieht es beim Thema
seltenen Erden aus? gerade im Hochtechnologiebereich dürfte auch Kontron von der ausreichenden Verfügbarkeit abhängig sein und hier dürfte China langfristig das Angebot künstlich verknappen bzw. verzögern. merkt Kontron bereits Auswirkungen?  
06.11.25 13:50 #443 und danke für deinen
Bericht aus dem Call  
06.11.25 14:04 #444 Seltene Erden
War kein Thema im Call. Aktuell dürfte das kein Thema sein33405190  
06.11.25 17:13 #445 Deckel drauf?
Erneut ist man der unteren  blauen Linie  südwärts abgeprallt.  Damit zeigt diese Linie erneut ihre deckelnde Wirkung. Anstatt mal wieder Richtung SMA200 zu laufen oder an der ehemaligen  Unterstützung bei 23,90/24,00€  bzw. dem dort nun neu entstandenem Widerstand anzuklopfen, zieht es den Kurs schon vorher wieder runter. Scheint der jüngste heftige Abverkauf vor den vorläufigen Zahlen hat mehr charttechnischen Schaden verursacht als gedacht. Die etwas schwächelnde Gesamtbörse ist da sicherlich heute auch keine Hilfe. Wichtig wäre jedenfalls nicht mehr die 21,06€ zu unterschreiten.  

Angehängte Grafik:
chart_quarter_kontronag.png (verkleinert auf 46%) vergrößern
chart_quarter_kontronag.png
06.11.25 17:39 #446 Die Amerikaner sind wieder da
Immer ab 15.20 beginnt es langsam, dann drücken sie die Kurse, Nagarro, Kontron, Ionis...sind nur einige ihrer Opfer.  
07.11.25 07:06 #447 H&A
Hat jemand eigentlich eine Ahnung, was aus dem früheren Haus und Hof-Analysten Tim Wunderlich von H&A geworden ist, also warum Kontron von H&A seit ca 6 Monaten nicht mehr gecovert wird? Ich fand dessen Reports eigentlich immer sehr interessant, zum einen, weil sie für alle verfügbar waren und zum anderen, weil er einen direkten Draht zum Vorstand hatte mit oft interessanten Hintergrundinformationen.  

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07.11.25 07:38 #448 Mal eine Frage an die Experten hier
laut der wunderbaren zusammenfassung oben wurde benannt das Zitat: - FRMCS: Monopolstellung bei Future Railway Mobile Communication Standard. Potenzial in 5 Jahren: >500 Mio. EUR jährlich.

Was genau meint man hier mit Monopol , für welche Geräte denn? Ericcson liefert hier auch, unsere Company arbeit mit dehnen zusammen in dem Bereich nicht mit Kontron. Huber Suhner liefert Antennen nicht Kontron, oder sind die Kunden von Kontron hier die eben genannten. DAs würde ich gern mal verstehen. Monopol bedeutet doch am Ende ohne Konkurrenz oder sehe ich das falsch?

 
07.11.25 07:49 #449 Hier gehts weiter
 

Angehängte Grafik:
screenshot_2025-11-07_074712.png (verkleinert auf 47%) vergrößern
screenshot_2025-11-07_074712.png
07.11.25 19:58 #450 H&A
H&A wurde von der ABN Amro mit 1.7.25 gekauft. TW hat mir mitgeteilt, dass der Research bis auf weiteres so in der bisherigen Struktur nicht mehr gemacht wird. Die Zukunft ist offen, wie es weitergeht, aber eher nicht meinte er. Dies ist der Grund warum es keine Analysen mehr gibt.  

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