Wir neigen dazu, eine einmal eingeschlagene Richtung weiter zu verfolgen. Das ist auch gut und gleichfalls schlecht so - etwa in der Wissenschaft.
Probleme gibt es dann aber, wenn wir nicht neben uns treten können - und wir mal fragen: Ist der eingeschlagene Weg wirklich der richtige? Weil wir das, aus welchen Gründen auch immer, wegen unserer Trägheit nur schwer können, kommt es auch immer zu einem Run in die Sackgasse. Es dauert dann, bis man einen völlig neuen, besseren Erfolg versprechenderen Blickwinkel wählt. Siehe die Popper-Kuhn-Lakatos-Feyerabend-Debatte in der Wissenschaftstheorie. Manno - all das dauert.
Bei der Börse ist das mit der Trägheit noch viel fantaler: Man rennt in shorts oder calls rein - und hält an ihnen fest. Vielmehr kommt es darauf an, schnell umzuschalten. Dazu bedarf es allerdings der Fähigkeit, Informationen zu sammeln und sie zu verarbeiten. Schon schwer. Ich bemühe mich, aber so richtig raffe ich das auch nicht. Deshalb hilft auch Ariva - was allerdings nicht hilft, sind Prognosen, die eindimensional ausgerichtet sind - etwa an der Charttechnik. |