Tatsächlich ist der Dollar in den vergangenen Monaten gegenüber vielen ausländischen Währungen gefallen. In Euro etwa ist er heute 7,5 Prozent schlechter notiert als zum Jahreshoch Mitte März. Gegenüber dem japanischen Yen hat er seitdem rund 5 Prozent verloren, gegenüber dem britischen Pfund sogar neun Prozent. Nur gegenüber dem chinesischen Renminbi, der ebenfalls unter dem Handelskrieg leidet, ist der Verlust mit etwa einem Prozent geringer.
Die Welt wendet sich vom Dollar ab
Dalio, Chef des milliardenschweren Hedgefonds-Unternehmens Bridgewater Associates, fürchtet, dass diese Entwicklung weitergehen könnte, wenn die USA ihre Beziehungen zu China verschlechtern. Schon jetzt hat der Dollar längst nicht mehr die globale Bedeutung, die ihm noch vor wenigen Jahren zustand. Yale-Professor Stephen Roach etwa hatte zuletzt vorgerechnet, dass die weltweiten Währungsreserven nur noch zu etwas unter 60 Prozent aus Dollars bestehen. Zur Jahrtausendwende waren es noch etwas über 70 Prozent.
„Dieser Trend könnte in den nächsten Jahren noch Geschwindigkeit aufnehmen“, schrieb er in einer Kolumne für die Finanznachrichtenagentur Bloomberg, „besonders deswegen, weil die USA gerade den Trend zur De-Globalisierung und Entkopplung anführen.“
Schon heute wenden sich immer mehr Länder vom Dollar ab. Der Iran etwa wechselte 2018 auch aus Protest gegen die Sanktionen der USA bei internationalen Rechnungen von Dollar auf Euro. Auch Russland versucht schon seit 2013, seine internationalen Zahlungen immer häufiger in anderen Währungen abzurechnen. Auch hier spielt allerdings die Motivation eine Rolle, damit Sanktionen wegen der Krim-Besetzung und des Ostukraine-Krieges zu umgehen. Doch auch China und sogar die EU wenden sich immer mehr von der einstigen Leitwährung ab.
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Jeder hat US-Dollars, der Schrott wird gegen Silber und Gold entsorgt . |