Der Pictet-Fonds ist meines Wissens der einzige börsengehandelte „Holzinvestments-Fonds“. Mit über 50 Prozent Anlageschwerpunkt ist er ein extrem Nordamerika-lastiger Fonds von Bauholz- und Zellstoff-Verarbeiter-Aktien. Daher ist dieser Fonds extrem konjunkturabhängig. Die Folge: Die ersten sechs Monate nach Auflage (30.09.2008) verlor er 40 Prozent, danach gewann er 90 Prozent. Ergibt einen Kurs knapp über Ausgabekurs. Der Fonds ist ein Zockerpapier auf die US-Baukonjunktur.
Damit konterkariert der Fonds eigentlich das, was Waldinvestments prinzipiell ausmacht: Wertstabilität. Der nordamerikanische Waldinvestment-Index NCREIF Timberland hat – zum Vergleich - ein einziges Verlustjahr (-5 Prozent) in über 22 Jahren durchlitten. Im Schnitt jedoch ist er um fast 15 Prozent jährlich gestiegen.
Neben den „Zockerpapieren“ Holzzertifikaten und den Pictet Timber-Fonds gibt es weitere Waldinvestangebote im wirtschaftlich attraktiven Nord- und Südamerika. Das sind insbesondere geschlossene Waldfonds und Wald-Direktinvestments. Dort sind deutlich höhere Renditen als in Europa möglich. Mit Ausnahme des Bonner Anbieters Forest Finance sind leider nur ganz wenige Anbieter FSC-zertifiziert. Das garantiert neben Umweltvorteilen auch höhere Vermarktungserträge.
Aktuell sind nach meinen Informationen noch drei geschlossene Waldfonds erwerbbar:
1)§Jamestown Timber: US$ 40.000 Mindestbeteiligung + 5% Agio 2) KGAL Timber Class 1: US$ + 5% Agio
3)§BaumInvest: 5.000 € + 13% Agio Da es sich um "geschlossene" Fonds handelt, ist eine vorzeitige Veräusserung schwer möglich.
Mit geringeren Summen und ohne Agio kann man mit Direktinvestments einsteigen. Im Sonderheft „Grünes Geld“ wurden genannt:
1)§WaldSparBuch: Ab 2.900 Euro für 1000m2 Aufforstungswald.
2)§Miller Forest Investment: Ab 5.500 € in Paraguay 3) "Ein Baum pro Monat" für 30 Euro werden aufgeforstet bei Baumsparvertrag, dessen Erträge zudem steuerfrei sind: www.BaumSparVertrag.de |