An den Ölmärkten wurden die zähen Verhandlungen und die verwirrenden Zahlenspiele als Schwäche der Ölstaaten ausgelegt. Giovanni Staunovo, Rohstoffexperte der UBS, sagte, es sei eine Menge „kreative Mathematik“ der Opec-plus-Staaten nötig gewesen, um auf Förderkürzungen von zehn Millionen Barrel pro Tag zu kommen. In Wirklichkeit fielen insbesondere die Einschnitte von Saudi-Arabien und Russland geringer aus, als sie auf dem Papier erscheinen, so Staunovo. Er ist überzeugt: „Die Förderkürzungen reichen nicht aus, um ein Anschwellen der Lagerbestände zu verhindern.“ Die Folge: Brent-Öl fällt im zweiten Qaurtal 2020 unter die Marke von 20 Dollar.“ Zahlreiche Ölproduzenten in Nord- und Südamerika werden daher zumindest vorübergehend ihre Produktion einstellen müssen, erwartet Staunovo.
Quelle (Text ganz unten): https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/...oohrNb9FRRJ3QdK7-ap2
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