Am besten wäre eine schnelle Einigung, bevor morgen die Börsen weltweit wieder öffnen und die Kurse vielleicht in den Keller gehen, weil die Fiskalklippe noch nicht entschärft ist. Aber sowohl demokratische als auch republikanische Abgeordnete hören sich nicht so an, als wollten sie sich hetzen lassen: "Ich möchte den Gesetzentwurf wenigstens lesen", sagt der Republikaner Jeb Hensarling dem Sender FoxNews. Und sein demokratischer Kollege Lloyd Doggett erklärt auf CNN, er wolle dem Kompromiss gerne zustimmen, aber müsse erstmal das Kleingedruckte kennen. Dass die Demokraten im Repräsentantenhaus mit großer Mehrheit für den Kompromiss stimmen werden, gilt als sicher. Die Frage ist, was die Republikaner machen, denn ohne sie kann es keine Lösung geben. Sie treffen sich noch heute und wollen beraten. Wird es noch heute eine Abstimmung geben? Wollen sie den Gesetzentwurf aus dem Senat annehmen - so wie er ist - oder fordern sie Änderungen? Dann müsste die ganze Sache nochmal zurück in den Senat, was weitere Verzögerungen bedeuten würde. Je nachdem, wie viele Abweichler es bei den Demokraten gibt, reichen etwa zwei Dutzend republikanische Stimmen aus, um den Gesetzentwurf zu verabschieden. Dann wäre der Sprung über die Fiskalklippe kurz und weitgehend folgenlos gewesen - abgesehen von dem Imageschaden, den sich die US-Politik mit ihrem Last-Minute-Geschacher zugefügt hat.http://www.tagesschau.de/ausland/usa-haushaltsstreit124.html |