http://www.pfleiderer.com/de/news/press-release-950.html .....wenn ich das so lese (s.o.), dann steht hier nichts von "kalter Enteignung" der Aktionäre.......... Wesentliche Punkte der finanziellen Restrukturierung des Pfleiderer-Konzerns: Das finanzielle Restrukturierungskonzept umfasst einen Forderungsverzicht der Alt-Gläubiger auf Finanzverbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von 40 % der ausstehenden Forderungen. Hinzu kommt ein Teil der aufgelaufenen Zinsen und Gebühren. Dies entspricht einem Betrag von insgesamt rund 380 Mio. Euro. Die Alt-Gläubiger haben der Gesellschaft im Mai 2011 zudem einen zusätzlichen Kreditrahmen von 100 Mio. Euro als erstrangig besichertes Darlehen zur Verfügung gestellt. Dieses Darlehen soll nach Durchführung der geplanten Kapitalmaßnahmen zur Hälfte wieder zurückgeführt werden. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der außerordentlichen Hauptversammlung, welche am 21. Juli 2011 stattfinden wird, einen massiven Kapitalschnitt vor. Dieser wird dazu führen, dass die Aktionäre zunächst nur noch ca. 0,8 % des bisherigen Grundkapitals halten werden; sie haben aber die Möglichkeit, im Zuge einer Kapitalerhöhung den Anteil auf bis zu rund 16 % aufzustocken. Zur Wiederherstellung einer soliden Eigenkapitalbasis ist eine Barkapitalerhöhung mit einem Mittelzufluss von bis zu 100 Mio. Euro geplant. Davon sollen 60 Mio. Euro von bestimmten erstrangig besicherten Alt-Gläubigern erbracht werden, während bis zu 40 Mio. Euro von den Aktionären der Pfleiderer AG oder sonstigen Dritten finanziert werden sollen. Die Finanzgläubiger sind zudem bereit, in Höhe jenes Teils der Kapitalerhöhung, der von den Aktionären oder sonstigen Dritten nicht erbracht wird, einen weiteren erstrangigen Kredit von bis zu 40 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen. Damit ist der vorgesehene Mittelzufluss von bis zu 100 Mio. Euro in jedem Fall gesichert. Nach Vollzug der Kapitalerhöhung sollen die Alt-Gläubiger, welche sich an der Barkapitalerhöhung beteiligen, mindestens 80 % am erhöhten Grundkapital der Pfleiderer AG halten. Dieser Anteil kann sich in dem Maße erhöhen, in dem weder die bisherigen Altaktionäre noch Dritte die auf sie entfallenden Aktien an der Kapitalerhöhung zeichnen. Die Mehrheitsposition reflektiert den signifikanten Forderungsverzicht und die Garantie des Mittelzuflusses durch die Alt-Gläubiger in Höhe von bis zu weiteren 40 Mio. Euro. Die Aktionäre können ihren Anteil am Grundkapital durch Zeichnung des auf sie entfallenden Anteils an der Kapitalerhöhung gegen eine Bareinlage von bis zu 40 Mio. Euro um bis zu 15 % von 0,8 % auf bis zu rund 16 % erhöhen. Es wird erwartet, dass die Umsetzung des Restrukturierungskonzepts bis weit ins zweite Halbjahr 2011, gegebenenfalls bis ins erste Quartal 2012 dauern wird.
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