sollte man die Frage eines möglichen Erfolgs und Nichterfolgs an den ursprünglichen Zielen der Kriegsparteien messen. Russland ging davon aus, in einer Art erweiterten Polizei-Aktion, Kiew zu erobern, die Regierung abzusetzen und durch eigene Leute zu ersetzen, die Ukraine zu einem Satellitenstaat ohne wirkliche Existenzberechtigung zu degradieren und weite Teile des Landes quasi kampflos überreicht zu bekommen. Dadurch sollte außerdem eine NATO Mitgliedschaft der Ukraine für alle Zeiten ausgeschlossen werden. Was Russland für danach geplant hatte, bleibt offen.
Die Ukraine hatte das Ziel sich gegen den Überfall zu wehren und zu verteidigen, strebte laut Verfassung eine NATO Mitgliedschaft an, auch wenn die bei Kriegsbeginn nicht auf der Agenda stand.
Vor dem Hintergrund sind die bisherigen russischen Eroberungen doch sehr überschaubar und mit immens hohen Kosten verbunden, was Menschen und Material betrifft. Die Wirtschaft ist in Schieflage, lukrative Wirtschaftspartner sind verlorengegangen, die Abhängigkeit zu einem immer stärker werdenden China entspricht zunehmend der eiones Lakaien.
Dass die Ukraine langfristig nur mit einer NATO Mitgliedschaft Sicherheit erlangen kann, hat mittlerweile so ziemlich jeder verstanden. Putins Kurs hat zu einer NATO Mitgliedschaft Schwedens und Finnlands geführt, Russland hat jetzt eine zusätliche, lange NATO Grenze. Die meisten anderen NATO Staaten rüsten massiv aus, weil die Illusion einer Partnerschaft mit Russland zerplatzt ist.
In anderen Ländern und Regionen (Armenien, Naher Osten, Venezuela) schwindet Russlands Einfluss, weil es an Ressourcen fehlt, all diesen Projekten nachzugehen.
Wie kann man das alles als russischen Erfolg verbuchen ?
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