wesentlichen Faktoren ab.
1. Von der wirtschaftlichen Entwicklung Griechenlands, 2. von der wirtschaftlichen Entwicklung Griechenlands und 3. von der wirtschaftlichen Entwicklung Griechenlands.
Das Schuldenmangement ist eine völlig andere Angelegenheit. Da geht es um die turnusmäßige Refinanzierung des vorhandenen Schuldenstandes nach Ablauf der jeweiligen Finanzierungsinstrumente und um die Finanzierung eventueller Neuschulden und um die Finanzierung der Zinslast. Bei der Frage um Schuldenschnitt oder anderen Lösungen hinsichtlich der Refinanzierung der vorhandenen Schulden geht es zum einen um die Rückkehr GRs an den Kapitalmarkt (wann und zu welchen Bedingungen möglich) zum anderen um die Frage der Zinslast. Eine Rückkher an den Kapitalmarkt zur Refinanzierung ablaufender Schuldtitel steht für GR noch in weiter Ferne. Die Rückkehr an den Kapitalmarkt würde bedeuten: die Gläubiger wechseln von jetzt hauptsächlich EU-Finanzierungsfonds wie ESM mit moderatem Zins hin zu Kapitalmarktgläubigern zu Marktzinsen. Nach Meinung des IWF wäre das mit einem Schuldenschnitt schneller zu erreichen, womit die diversen "Rettungsfonds" inkl. IWF schneller aus dem Spiel wären. Das ist allerdings auch nur eine Annahme die auf Prognosen beruht, nicht eine Tatsache. Der Schuldenschnitt hätte für die Fonds allerdings einige ziemlich unerfreuliche Folgen - swie müssten Verluste hinnehmen. Allerdings nicht für den IWF. Der wäre qua institutioneller Regel davon nicht betroffen. Deshalb sind die da eher großzügig in der Folgenabwägung.
Tatsächlich wurden die Zinsen für GR schon bis an die Schmerzgrenze gesenkt, was einem bedeutenden Schuldenschnitt schon längst völlig gleichkommt. Ob ich auf eine nominal höhere Summe geringere Zinsen zahle oder die Schuldensumme bei gleichbleibenden Zinsen verringfere, läuft für die laufende Belastung aufs gleich raus. Staatsschulden sind keine Tilgungsdarlehen. Die werden immer weiter getragen. Nur für die jeweiligen Gläubiger - = Halter der zeitlich begrenzten Schuldtitel - laufen sie auf Zeit. Das ist auch völlig in Ordnung. So lange sie nicht permanent stärker steigen als die Wirtschaftskraft plus Wertverfall durch Geldentwertung. (Sie können über längere Zeiträume sogar nominal steigen und trotzdem relativ sinken.) Eine staatliche Schuldenkrise wie in GR bedeutet schlicht: man kann nicht mehr refinanzieren und/oder die Zinslast nicht mehr tragen, ohne dass die Schulden relativ drastisch steigen. Beides hat man mittels der Hifsfonds einigermaßen im Griff. (Die Hilfsfonds finanzieren ihre Kredite nicht aus Steueregeldern, sondern am Kapitalmarkt - aufgrund der guten Kapitalausstattung der Fonds und der guten Bürgen sehr günstig.) Aber: Wenn die Kredite der Hilfsfonds auslaufen, muss GR auch diese wieder refinanzieren. Und das bedeutet: der Auftrag an die Hilfsfonds, da weiterhin einzuspringen muss immer neu erteilt werden. Das wird sich noch ewig so hinziehen. Und das stinkt dem IWF. Deshalb will er den Altbestand per Schuldenschnitt senken, in der Hoffnung, dass dann die Relationen (BIP-Schulden-Kapitalmarktzinsen) sich dahingehend verbessern, dass es für GR am Kapitalmarkt wieder Konditionen gibt, die GR alleine schultern kann. Das wäre zwar wünschenswert, ist aber m.E. in absehbarer Zeit kaum oder gar nicht zu erreichen. Vor allem: für GR wäre das völlig wurscht ob Schuldenschnitt oder hinauziehen der Fristen durch die Hilfsfonds. Sie hätten keinen Cent mehr zur Verfügung. Das einzige, was sie womöglich (ich bezweifle das) erhoffen könnten, dass ihnen der Kapitalmarkt schneller wieder offensteht und sie die lästigen Kontrollen ihrer Ausgaben durch die Gläubigerinstitutionen los wären. Für die Hilfsfonds wäre es eher misslich, wenn es zum Schuldenschnitt kommt. Es kann den Fonds im Grunde wurscht sein, wie lange GR an ihrem Tropf hängt. Sie sind ja eh auf Dauer eingerichtet und das ist ihr Geschäftsmodell. Wozu also ein Schuldenschnitt? Der nur Löcher in die Bilanzen der Fonds reißt und Kosten/Verluste verursacht?
Das sind 2 Positionen die gar nichts mit irgendeiner "Rettung" zu tun haben, sondern - wie gesagt - 2 unterschiedlich bevorzugte und begründete Wege des Schuldenmanagements.
Ob das eine oder das andere besser ist, erweist sich allein vom Standpunkt der Gläubiger aus. Für GR ist eh alles latte, wenn sie nicht wirtschaftlich auf nen grünen Zweig kommen. Und das hängt überhaupt nicht davon ab, wie und in welcher Höhe die Schulden in den Büchern stehen. Die müssen den Arsch hochkriegen!
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