ITM Power, ein führender Anbieter von Elektrolyse-Technologie, hat kürzlich angekündigt, neue Aktien auszugeben, um seine Produktionskapazitäten zu erweitern. Diese Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen von einer starken Unterstützung durch die britische Regierung profitiert. Die staatliche Beteiligung hat den Aktienkurs auf ein neues Jahreshoch getrieben, was den idealen Moment für die Ausgabe neuer Aktien darstellt.
Das Unternehmen plant, 368.836 neue Stammaktien an der Londoner Börse zuzulassen. Diese Aktien sollen zur Bedienung von Aktienoptionen und Bonusprogrammen für Mitarbeiter genutzt werden. Obwohl dies ein routinemäßiger Vorgang ist, fällt er in eine Phase intensiver operativer Dynamik. Die neuen Aktien werden ab Mitte April 2026 handelbar sein und sind den bestehenden Titeln gleichgestellt. Ein wesentlicher Faktor für den jüngsten Kursanstieg ist die Beteiligung der staatlichen Great British Energy (GBE), die 10,8 Prozent an ITM Power hält. Insgesamt fließen rund 86,5 Millionen Pfund in das Unternehmen, bestehend aus einer Eigenkapitalinvestition und staatlichen Fördergeldern. Dieses Kapital wird verwendet, um die Produktion der „Chronos“-PEM-Stacks zu automatisieren, mit dem Ziel, bis 2028 eine Kapazität von einem Gigawatt am Standort Sheffield zu erreichen.
Operativ hat ITM Power kürzlich beeindruckende Ergebnisse erzielt. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz auf einen Rekordwert von 18 Millionen Pfund, während sich der Bruttoverlust von 10,2 Millionen auf 6,5 Millionen Pfund verringerte. Das Unternehmen verfügt über ein Cash-Polster von fast 198 Millionen Pfund und einen Auftragsbestand von 152 Millionen Pfund, von denen 71 Prozent als profitabel eingestuft werden.
Die Aktie von ITM Power erreichte kürzlich ein neues 52-Wochen-Hoch von 1,09 Euro, was einem Anstieg von fast 53 Prozent innerhalb von nur sieben Tagen entspricht. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Die weltweiten Produktionskapazitäten für Elektrolyseure wachsen rasant, aber die Umsetzung großer Projekte hinkt noch hinterher. ITM Power muss nun beweisen, dass die automatisierte Fertigung die Kosten schnell genug senkt, um gegen die Konkurrenz aus China bestehen zu können.
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