GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc

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neuester Beitrag:  19.04.26 01:00
eröffnet am: 09.04.22 19:48 von: MrTrillion3 Anzahl Beiträge: 14
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09.04.22 19:48 #1 GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc

Interessanter Wachstumswert in afrikanischer Lage. Angesichts des zunehmenden Nahrungsbedarfs ist Dünger längst zu einem Schlüssel für die Ernährung ganzer Landstriche geworden. Der Russland-Ukraine-Krieg heizt die Situation momentan noch an, da er zur Vernichtung einer Weltkornkammer führt, bei der vor allem afrikanische Staaten bis dato noch relativ günstig zukaufen konnten. 

Was liegt da näher für Afrika, als sich selbst zu helfen - und welche Projekte rücken dabei in den Focus?

Ausgewählte Investitionsprojekte der chemischen Industrie in Südafrika (Investitionssumme in Millionen Euro)

INVESTOR PROPOSITION Kropz offers an unparalleled, Africa-based investment opportunity in the development, mining and processing – to the highest envi...
 
09.04.22 19:49 #2 GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc
KROPZ PLC : Kurs, Charts, Kurse, Empfehlungen, Fundamentaldaten, Echtzeitnews und Analysen der Aktie KROPZ PLC | A2PAFG | GB00BZ1HLP69 | London Stock Exchange
Marketscreener-Daten  
09.04.22 19:53 #3 GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc
Phosphate rock concentrate samples from the Elandsfontein project in South Africa will now be prepared for shipment to a number of potential buyers to confirm product specifications.
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09.04.22 19:54 #4 GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc
09.04.22 19:57 #5 GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc
Die Aktie ist handelbar in Frankfurt - Stuttgart - London.
KROPZ PLC (A2PAFG | GB00BZ1HLP69) mit aktuellem Aktienkurs, Charts, News und Analysen.
 
09.04.22 20:15 #6 GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc
27.04.22 11:31 #7 GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc
By Jaime Llinares Taboada Shares in Kropz PLC plunged in early trading Wednesday after the company warned that first phosphate production at its...
 
27.04.22 11:33 #8 GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc
Der Titel steht zwar weiter auf meiner Watchlist, aber ich bleibe auf der Seitenlinie und gucke mir erst mal an, wie Kropz seine Finanzierungsissues löst.  
22.07.22 23:33 #10 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 23.07.22 12:52
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 
15.11.22 12:19 #12 GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc
22.11.22 22:10 #13 GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc
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19.04.26 01:00 #14 GB00BZ1HLP69 - Kropz Plc

Kropz ist für mich zum Stand 17. April 2026 keine normale Value- oder Qualitätsaktie, sondern eine hochspekulative Turnaround-Wette. Der Kurs lag am 17.04.2026 bei rund 1,30 Pence, die Börsenbewertung bei nur etwa 21,4 Millionen Pfund bei rund 1,65 Milliarden ausstehenden Aktien. Das allein zeigt schon das Grundproblem: Der Markt traut dem Unternehmen derzeit nur einen sehr kleinen Eigenkapitalwert zu, obwohl in den Projekten deutlich mehr Geld steckt. Der Grund dafür ist simpel: Kropz besitzt zwar substanzielle Phosphatvorkommen, hat aber bis heute nicht bewiesen, dass daraus zuverlässig, profitabel und ohne ständige Rettungsfinanzierungen ein tragfähiges Geschäft wird. (markets.investorschronicle.co.uk)

Zur Geschichte: Kropz plc wurde am 10. Januar 2018 gegründet und am 30. November 2018 an der AIM in London unter dem Kürzel KRPZ zugelassen. Kurz davor beziehungsweise zeitgleich wurden die südafrikanische Tochter Kropz SA und Cominco Resources übernommen. Der Kern der Story besteht aus zwei Phosphatprojekten: Elandsfontein in Südafrika als operatives Hauptasset und Hinda in der Republik Kongo als sehr großes, aber noch unentwickeltes Langfristprojekt. Elandsfontein gilt als eine der größeren Phosphatlagerstätten Südafrikas, die geplante Produktionskapazität liegt bei rund 1 Million Tonnen pro Jahr, und in das Projekt waren schon vor den jüngsten Jahren mehr als 150 Millionen US-Dollar investiert worden. Die erste Produktion aus Elandsfontein wurde im März 2022 gemeldet. Seitdem ist die Unternehmensgeschichte allerdings vor allem eine Geschichte von Verzögerungen, metallurgischen Problemen, Anpassungen der Aufbereitung und immer neuen Finanzierungsrunden.

Fundamental sieht das bis zuletzt schwach aus. Im Geschäftsjahr bis 31. März 2025 erzielte Kropz zwar 37,2 Millionen US-Dollar Umsatz, machte aber einen Bruttoverlust von 9,5 Millionen US-Dollar, einen operativen Verlust von 19,9 Millionen US-Dollar und einen Nachsteuerverlust von 7,9 Millionen US-Dollar. Dass auf manchen Kursseiten trotzdem ein niedriges KGV auftaucht, ist für die Beurteilung kaum brauchbar, weil das Ergebnis stark von nicht-operativen Bewertungseffekten auf Derivate beeinflusst wurde. Im Halbjahr bis 30. September 2025 kamen weitere 15,4 Millionen US-Dollar Umsatz, aber erneut ein Bruttoverlust von 7,4 Millionen US-Dollar und ein operativer Verlust von 12,7 Millionen US-Dollar hinzu. Das Unternehmen hatte zu diesem Zeitpunkt nur rund 3,5 Millionen US-Dollar Kasse, dagegen aber rund 80,1 Millionen US-Dollar an Gesellschafterdarlehen und derivativen Verbindlichkeiten sowie etwa 14,5 Millionen US-Dollar an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten. Das ist keine gesunde Bilanz, sondern eine Bilanz, die nur mit fortgesetzter Unterstützung des Hauptfinanziers funktioniert.

Die Dividendenfrage ist schnell beantwortet: Kropz ist keine Dividendenaktie. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde keine Dividende gezahlt oder beschlossen, und der Vorstand hat auch keine Dividende empfohlen. Nach Lage der Dinge halte ich Dividenden auf Jahre hinaus für unrealistisch, weil jeder verfügbare Dollar in Betrieb, Stabilisierung, Schulden und Überleben gehen muss.

Operativ gibt es immerhin echte Fortschritte, sonst wäre die Aktie praktisch wertlos. Das Unternehmen meldete für April bis August 2025 eine Produktion von 129.536 Tonnen und Verkäufe von 101.856 Tonnen. Im dritten Kalenderquartal 2025 lag die Produktion bei 87.496 Tonnen und der Absatz bei 72.408 Tonnen. Im Dezember 2025 wurde mit 38.970 Tonnen ein monatlicher Produktionsrekord erreicht. Für die ersten neun Monate bis 31. Dezember 2025 meldete Kropz 266.069 Tonnen Produktion und 236.058 Tonnen Verkäufe. Zudem wurden Kunden in Südkorea, Australien, Neuseeland und Brasilien qualifiziert, und mit „Nanophos“ begann man nach dem Halbjahr auch erste Verkäufe eines zusätzlichen Produktstroms. Das zeigt: Elandsfontein lebt, die Anlage produziert, und es gibt Nachfrage.

Das Problem ist nur: Fortschritt ist nicht dasselbe wie wirtschaftliche Stabilität. Kropz beschreibt selbst, dass die Ramp-up-Phase durch Probleme bei Erzvariabilität, Feinkornanteilen, Schlämmen, „hard bank“, dem Flotationskreislauf sowie durch die Notwendigkeit weiterer Prüfungen an Brech- und Mahlkreislauf belastet wurde. Das Unternehmen war Ende 2025 noch nicht am operativen Break-even, und der Verwaltungsrat hat im Geschäftsbericht ausdrücklich auf eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Unternehmensfortführung hingewiesen, weil nicht garantiert ist, dass künftige Mittel rechtzeitig aufgenommen werden können. Genau das ist der Knackpunkt der Aktie: Nicht die Geologie entscheidet kurzfristig, sondern die Kombination aus Prozessstabilität, Working Capital und Finanzierung.

Hinzu kommt eine massive Verwässerungsgefahr. Kropz hängt finanziell im Wesentlichen an ARC Fund, das bereits zum 31. März 2025 rund 90,07 Prozent der Aktien hielt. Im Februar 2026 musste das Unternehmen nochmals knapp 917.000 Pfund brutto zu 1,15 Pence je Aktie einsammeln, ausdrücklich um kurzfristige Mittelbedarfe zu decken, weil Gelder aus Südafrika nicht schnell genug an die plc weitergeleitet werden konnten. Nach dieser Transaktion lag die Aktienzahl bei rund 1,647 Milliarden Stück, was auch zu den Marktdaten vom 17. April 2026 passt. Besonders kritisch ist: Nach den von Kropz selbst veröffentlichten Illustrationen könnten aus bestehenden Equity Facilities und wandelbaren Darlehen noch sehr große zusätzliche Aktienmengen entstehen; im Vollzugsszenario könnte ARC auf rund 96,9 Prozent kommen. Für Minderheitsaktionäre bedeutet das glasklar: Selbst wenn der operative Turnaround gelingt, kann ein erheblicher Teil des Werts durch weitere Verwässerung abgeschöpft werden. (kropz.com)

Strategisch hat Kropz trotzdem Substanz. Elandsfontein verfügt laut den veröffentlichten Zahlen über eine gesamte Mineral Resource von 74,23 Millionen Tonnen mit 7,60 Prozent P2O5, davon 32,74 Millionen Tonnen Measured plus Indicated mit 9,24 Prozent P2O5; die dem Konzern zurechenbare Gesamtressource liegt bei 54,93 Millionen Tonnen. Die zurechenbare Reserve wurde zuletzt mit rund 19,70 Millionen Tonnen bei 9,38 Prozent P2O5 angegeben. Das ist kein kleines Nischenvorkommen. Außerdem verweist das Unternehmen auf Produktvorteile wie niedrigen Cadmiumgehalt, niedrigen Calciumanteil, ein günstiges P2O5-Verhältnis und teilweise logistische Vorteile in Richtung Asien, Australien, Brasilien und Neuseeland. Gleichzeitig ist der Markt hart: Kropz nennt selbst Preisdruck durch große, kostengünstige Anbieter wie OCP und jordanische Produzenten. Kropz ist eben nicht der Preisführer, sondern ein kleinerer Produzent, der erst noch beweisen muss, dass er dauerhaft konkurrenzfähig liefern kann.

Das zweite große Asset, Hinda im Kongo, ist auf dem Papier beeindruckend, in der Praxis aber vorerst nur eine Langfristoption. Kropz bezeichnet Hinda als eines der weltweit größten unentwickelten Phosphatprojekte; im aktualisierten Machbarkeitsansatz wurden für Phase 1 rund 355 Millionen US-Dollar Capex, für Phase 2 weitere 310 Millionen US-Dollar und ein Spitzenfinanzierungsbedarf von rund 392 Millionen US-Dollar genannt. Bei einer Börsenkapitalisierung von gut 21 Millionen Pfund ist das für Kropz derzeit finanziell völlig außer Reichweite. Deshalb wäre es falsch, Hinda heute voll in eine Investmentthese einzupreisen. Realistisch ist Hinda momentan eher eine Option auf einen späteren Verkauf, einen Partnerdeal oder eine ferne Entwicklungsphase, falls Elandsfontein irgendwann stabil Geld verdient.

Es gibt auch Nebenrisiken. In Südafrika läuft nach Unternehmensangaben eine gerichtliche Auseinandersetzung mit WWF-SA um eine umweltrechtliche Ausnahmeentscheidung; Kropz sagt, das betreffe den laufenden Betrieb nicht unmittelbar. Zusätzlich gab es die bekannte Meridian-/THE-/Cominco-Streitigkeit rund um Hinda; die zuletzt veröffentlichte Information, die ich dazu gefunden habe, war eine Verlängerung des Verfahrensstillstands bis zum 31. März 2026. Eine verlässliche spätere Aktualisierung dazu habe ich in den von mir gefundenen Quellen nicht gesehen. Das ist kein Grund, die Aktie sofort abzuschreiben, aber es sind weitere Unsicherheitsfaktoren in einem ohnehin schon fragilen Case. (investegate.co.uk)

Zu den Kurszielen sage ich es direkt: Das sind hier keine belastbaren Analystenziele, sondern nur sinnvolle Szenario-Schätzungen, weil die Aktie zu stark von Operativem, Finanzierung und Verwässerung abhängt. Mein bearishes 12-Monats-Szenario liegt bei 0,3 bis 0,5 Pence, falls der Ramp-up wieder stockt, der Cashburn hoch bleibt und neue Mittel nur über weitere Verwässerung hereinkommen. Mein Basisszenario liegt bei 1,2 bis 1,6 Pence und damit grob um das aktuelle Niveau, weil operative Fortschritte und Finanzierungsrisiken sich derzeit ungefähr die Waage halten. Mein bullishes 12-Monats-Szenario liegt bei 2,5 bis 3,5 Pence, falls Elandsfontein mehrere Quartale stabil produziert, sich die Stückkosten klar verbessern und der Markt erstmals an einen operativen Break-even ohne ständige Notfinanzierungen glaubt. Für einen Horizont von fünf bis fünfzehn Jahren ist theoretisch deutlich mehr drin, vielleicht auch Kurse von 4 bis 8 Pence oder darüber, aber nur unter zwei harten Bedingungen: Erstens muss Elandsfontein ein verlässlicher, cashgenerativer Betrieb werden. Zweitens darf der Weg dorthin die Minderheitsaktionäre nicht durch extreme Verwässerung fast vollständig entwerten. Scheitert Bedingung eins oder zwei, ist auch ein Szenario denkbar, in dem die Aktie trotz guter Lagerstätten langfristig kaum Wert für freie Aktionäre schafft. (markets.investorschronicle.co.uk)

Mein Gesamturteil ist daher klar: Kropz hat reale Vermögenswerte, aber noch kein belastbares Geschäftsmodell. Die Aktie ist nur für Anleger geeignet, die bereit sind, einen möglichen Totalverlust, dauernde Verwässerung und extreme operative Schwankungen zu akzeptieren. Positiv ist, dass Elandsfontein inzwischen sichtbar produziert und verkauft. Negativ ist, dass die Firma trotz dieser Fortschritte finanziell weiterhin am Tropf hängt. Für mich ist Kropz damit derzeit kein solides Investment, sondern eine spekulative Sanierungs- und Ramp-up-Wette auf eine operative Normalisierung. Wenn diese Normalisierung gelingt, ist die Aktie von hier aus durchaus vervielfältigungsfähig. Wenn sie misslingt, ist selbst der heutige sehr niedrige Börsenwert nicht automatisch billig. (kropz.com)

Autor: ChatGPT

 
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