hat die Trokia die nächsten Gelder für Griechenland bewilligt, obwohl keine sichtbaren Erfolge da sind (deckt sich sehr schön mit meiner Einschätzung von vor einem Monat). Das heißt natürlich auch, dass Geld fließen wird, denn die Troika (müsste eigentlich Unika heißen), die EZB, die EU, der IWF, Sarkozy und Merkel, das ist alles das gleiche. Die verschiedenen Figuren sind nur dazu da den politisch weniger versierten Betrachter von der Eintönigkeit abzulenken und Entscheidungsprozesse vorzutäuschen wo alles seinen katastrophalen Gang nimmt.
Die aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und EZB zusammengesetzte so genannte Troika gab am Dienstag unterdessen grünes Licht für weitere Hilfen für das überschuldete Griechenland. (Reuters)
Besonders dreist fand ich diese Aussagen von Juncker:
Der Chef der Euro-Gruppe beteuert regelmäßig, wie sehr er an die Sparbemühungen Griechenlands glaube. Nun aber sagte er, dass ein Schuldenschnitt für das Land laut Nachrichtenagentur AFP bei 50 oder 60 Prozent liegen könne. Der Staatsbankrott eines Landes der Euro-Zone müsse mit "aller Gewalt verhindert werden", sagte der luxemburgische Ministerpräsident am Montagabend dem österreichischen Fernsehsender ORF2. (Spiegel)
Erst die Gläubiger mit Beschwichtigungen in die Falle locken und für solche Schrottanleihen werben, und dann den Griechen als Belohnung für Reformunwilligkeit einen Schuldnerausfall von 50% zugestehen. Der von Juncker in ausufernder Form gewählte Gewaltbegriff ist hier Sinnbild des zur Vollendung der Euro-Diktatur nötigen Staatsstreichs.
Die Europäische Regierungsbank (ERB) äußerte sich inzwischen so:
Trichet sprach sich erneut dafür aus, den EFSF so flexibel wie möglich einzusetzen. (Reuters, oben)
Es soll also gehebelt werden (#331). Heißt doch, die (weiblich wie Merkel) EFSF hat primär eine politische Funktion: Sie soll den Deckmantel über die Quersubventionen aus der Geldpresse (Staatsanleihenaufkäufe und Banken-"Rettung") werfen. Dem Bürger wird vorgegaukelt es handele sich um steuerfinanzierte Programme der EFSF mit begrenzter Haftung die zu seinem Wohl getätigt werden, wohingegen in Wirklichkeit die Geldmenge unkontrolliert aufgebläht wird was zumindest zu trabender Inflation führen muss.
Insofern ist es nur von politischer Bedeutung ob die EFSF ausgeweitet wird. Das Geld kommt so oder so aus der Presse, nicht vom Kapitalmarkt oder gar dem Steuersäckel. Es gibt längst keinen Kapitalmarkt mehr der diesen Unfug im italienischen Umfang mitmacht. Die ERB (vormals EZB) ist mehr als willig ihre südländische Seite auszuleben. Daher halte ich Forderungen nach einem deutschen Verbleib in der Eurozone nach wie vor für unsinnig.
Wenden wir den Blick nach Norwegen und in die Schweiz: Länder die nicht in der EU sind und die einen höheren Lebensstandard genießen. Oder in Richtung Schweden und Dänemark (dort leben laut Umfragen die glücklichsten Menschen der Welt), die sich trotz Umwerbung für das Euro-Experiment zu schade waren. Sollten die Deutschen sich nicht auch zu schade dafür sein?
Und abschließend: Heute sind wir alle SaS-Abgeordnete. ;) |