Euro-Zone ist Katastrophen-Zone

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neuester Beitrag:  25.01.22 15:07
eröffnet am: 10.07.11 19:04 von: Rubensrembrandt Anzahl Beiträge: 1702
neuester Beitrag: 25.01.22 15:07 von: DarkKnight Leser gesamt: 141471
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24.08.11 16:29 #276 @BC: das ist evident....
das fatale ist nur, daß eine falsche ökonomische (aber politische) entscheidung nun wieder politisch repariert werden soll (statt ökonomisch).
Fazit: die polit-zombies sind nicht lernfähig oder korrupt oder beides.
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Wir brauchen mehr Guidos!!!
24.08.11 16:32 #277 Es gab schon gute Gründe.
Man hat aber die Probleme offensichtlich unterschätzt, die ein gemeinsamer Währungsraum mit sich bringt.

Wenn dich eine wenig hysterische, aber fundierte und etwas objektivere Analyse über die Probleme der gemeinsamen Währung und die Steuerungsmöglichkeiten derselben interessiert: lies das mal.

http://www.ceps.be/book/governance-fragile-eurozone
(Da muss man das pdf dann öffenen mit dem Download-Button)

Ist allerdings in Englisch und 19 Seiten lang. Aber ein gelungenes Stück, wie ich finde. Da kann man was von lernen.
Ist natürlich nur zu verdauen, wenn man nicht auf Katastrophismus hofft...
Sonst weiterhin besser den Schmand von Goldseiten und Co.
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
24.08.11 16:34 #278 Ich vermute, im
Bu-Finanzministerium zieht wieder einer die Fäden
im Interesse der Banken.

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Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod
24.08.11 16:34 #279 War für Rubens,
aber natürlich darf auch Gurke das lesen :-)
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
24.08.11 16:37 #280 Auf der Suche nach Schurken...
versteht sich die große Koalition der Endzeitpropheten prima.
Ich kann nur hoffen dass Merkel/ Sarkozy weiter ohne Geschrei diese Euro- Krise angehn- und nicht auf all das Gejammer von virtuellen Clowns abfahrn.
Ok, seit Lehman werden unsere Banker vom Fussvolk auf die Guillotine geschickt. Doch wenig später muss man sie wieder reanimiern: Die Welt braucht Geld- für Investitionen, Schulen, Firmengründungen, Arbeitsplätze....  
24.08.11 16:37 #281 Der Strippenzieher
unter Schwarz-Gelb mit SPD-Parteibuch:

"Zwischen Feuerwehr und Brandstifter"

http://news.reuters.efinancialcareers.de/News_ITEM/newsItemId-28549
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Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod
24.08.11 16:42 #282 Für lehna
Eine Zentralbank schöpft Geld und Kredit, das sie - zu niedrigen Zinsen -
über den Bankensektor weiterleitet.
Der verleiht es dann gnädig zu hohen Zinsen an den Wirtschaftssektor.

Könnte man den Bankensektor nicht einsparen?
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Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod
24.08.11 16:44 #283 Der Euro war von vornherein eine Todgeburt
Kohls Grössenwahn lässt grüßen!
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Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod
24.08.11 16:48 #284 # 282 also kein Wettbewerb...
irgendein schwerfälliger Moloch bestimmt das Geschehen. Wenn möglich noch mit geprüften Funktionären besetzt, welche die reine Lehre befolgen.
Nein danke...  
24.08.11 16:51 #285 Den Bankensektor einsparen
wäre ne witzige Idee. Dann macht man halt die Zentralbank zum Bankensektor. Konkurrenzlos und in jedem Kaff irgendwie vertreten...
Eine Giga-Mammutbehörde als Monopolist. Ein Gruselkabinett!

Es sind letztlich die Banken, die das Geld "schöpfen". Unter Beurteilung dessen, dem sie Kredit gibt. Das ist ihre durchaus sinnvolle Aufgabe in unserem Geldsystem. An sich ein "langweiliges" Sparkassengeschäft, das den Gelboys zu langweilig wurde, weshalb sie ne Casinoabteilung eröffnet haben.
Das kann man getrost abstellen. Aber die eigentliche Funktion der Bank in unserem Geldsystem macht sehr viel Sinn...

Man muss die Banken nur endlich wieder darauf zurechtstutzen.
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
24.08.11 16:52 #286 Da bin ich mir mit lehna
mal einig...
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
24.08.11 16:55 #287 Könnte man den Bankensektor nicht einsparen?
War rein rhetorisch, da nicht umsetzbar.

Ich wollte nur unterstreichen, welche Hilfsfunktion der Bankensektor hat.

Aber er wird von der Physikerin und Co. gehegt, weil sie absolut
keine Ahnung von Wirtschaft hat und deshalb auf Einflüsterer hört,
die z.B.  Assmussen und Ackermann heissen.

Btw., bei Rot-Grün war es nicht besser und wird es auch nicht sein.
Die sind noch inkompetenter.
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Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod
24.08.11 16:56 #288 Wäre übrigens die optimale Idee,
um mal so richtig Inflation zu veranstalten. Weil es dann keinen Unterschied (mit allen Implikationen, was die jeweiligen Aufgabenteilungen und Checks und Balances angeht) zwischen Zentralbankgeld und Geldmenge M3 gäbe...
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
24.08.11 16:59 #289 Wenn ich Lehrlinge ausbilden
will, wenn ich Brötchen backen will, brauch ich z.B. nen AdA-Schein oder nen
Meisterbrief mit Prüfung.

Wir leisten uns für unsere Wirtschaftspolitik fachlich absolute Blindgänger
wie Mediziner und Physiker.
Helmut Schmidt und Schiller (beide SPD) waren da z.B. ne Ausnahme.
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Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod
24.08.11 17:09 #290 Fachleute
scheitern meistens in der Politik. Weil sie nicht kompromissfähig sind, weil sie sich und ihre Theorien verabsolutieren.

"Politiker" ist eine eigene Qualifikation. Sie müssen in der Lage sein, Sachverstand zu organisieren und politisch umzusetzen. Was schwer genug ist mei der unüberschaubaren Menge an Sachverständen...
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
24.08.11 17:16 #291 ok.
Dazu, um Berater zu kontrollieren und zu durchschauen,
wäre ein Mindestmass an Grundkenntnissen notwendig.
Man muss ja nicht den Transaktionsmechanismus der Geldpolitik
mathematisch ableiten können.

Ob das der junge Mediziner oder die Physikerin hat?

Ich bezweifel das nach allem, was bisher gelaufen ist.

Frau v. d. Leyen z.B. hat 3 Jahre lang VWL studiert, bevor
sie auf Medizin umgestiegen ist.
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24.08.11 17:17 #292 Gute und schlechte Schulden
Wenn ich so einen Scheiß schon höre wie von Plusminus verzapft, könnte ich kotzen.

Da stellt sich ein Ökonom hin und behauptet noch immer, dass es gut ist, mit Schulden die Wirtschaft anzukurbeln, denn das Wachstum würde ja dazu führen, dass in Zukunft weniger Schulden aufgenommen werden müssen.

Und? Was ist das Ziel? In ein paar Jahren mit noch mehr Schulden am Allerwertesten erneut vor dem selben Problem zu stehen?

Aber auch die Sparmaßnahmen sind eine Einbahnstraße. Menschen kann man nicht gesund schrumpfen - das halte ich für eine fatale Denkweise.  
24.08.11 18:02 #293 Ntürlich kann es gut sein,
mit Schulden die Wirtschaft anzukurbeln. Manchmal ist das absolut notwendig. Allerdings neigt die Politik dazu, immer zu kurbeln, selbst wenn die Wirtschaft gut läuft.  

Es ist auch eine Frage der Qualität des Geldausgebens. Wenn der Staat langfristig investiert in Infrastruktur oder Bildung ist das etwas, was sich selbst zurückzahlt und was nur kurzfristig die Verpflichtungen erhöht.
Die Probleme liegen in den strukturellen Defiziten und den immer wiederkehrenden Ausgaben. Wie Personalkosten z.B.

Das beste Negativ-Beispiel für schlechtes Schuldenmachen ist GR: dramatisch aufgeblähter Staatsapparat, kaputte Infrastruktur, marode Wirtschaftsstruktur.
Das kriegt man nur in Jahrzehnten wieder auf die Reihe. So lange werden wir sie wohl durchfüttern müssen. Auf die eine oder andere Weise.

Wir haben sie uns über den Euro ans Bein gebunden. Auf Gedeih und Verderb. Auch wenn sie rausfliegen, dürfte das Einiges kosten.

Also: Es gibt gute und schlechte Schulden.
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
24.08.11 18:28 #294 Wann hat Deutschland denn was zurückgezahlt.
Wir zahlen nie etwas zurück sondern nehmen höchstens weniger neue Schulden auf...

Das System funktioniert also überhaupt nicht sondern basiert nur auf dem Prinzip des Füßestillhaltens...  
24.08.11 18:29 #295 Der Trugschluss liegt darin, dass wir glauben,
unsere Produktionsleistung ständig ausbauen zu können.

Gleichzeitig entlassen wir aber Arbeiter, weil sie sich automatisch wegrationalisieren. Das wird sowieso nicht ewig funktionieren, denn irgendwann können die Güter nicht mehr konsumiert werden, weil die Kohle fehlt.  
24.08.11 19:01 #296 Parlamentarier fürchten Entmündigung
Bundestagspräsident Nobert Lammert nannte es im Gespräch mit der WAZ-Mediengruppe "völlig ausgeschlossen", dass das Parlament sich damit begnüge, eine Generalermächtigung für Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm auszusprechen. Er beklagte zudem, von Schäuble in der Sondersitzung der Fraktion am Dienstagabend über diesen Vorgang unvollständig informiert worden zu sein. Der FDP-Finanz- und Wirtschaftspolitiker Hermann Otto Solms sagte im Deutschlandfunk: "Für uns geht es darum, dass die finanziellen Mitwirkungsrechte des Parlaments in keinster Weise eingeschränkt werden." Das sei auch verfassungsrechtlich geboten. (Reuters)  
24.08.11 19:07 #297 Mal was Positives
Der frühere Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Alan Greenspan, rechnet mit einem baldigen Ende der europäischen Einheitswährung. „Der Euro bricht zusammen“, sagte er nun in Washington. Das werde zu „sehr ernsten Schwierigkeiten im europäischen Banksystem“ führen. Einige Sicherheiten, die von Banken gehalten würden, seien „fragwürdig“. (Tagesspiegel)

Zumindest verhalten sich europäische Banken seit Italien ins Wanken geriet entsprechend vorsichtig.  
24.08.11 22:14 #298 EFSF ermöglicht Schuldenmachen aus
eigener Machtvollkommenheit ohne finanzwirtschaftliche Auflagen. Deshalb ist
alsbald eine galoppierende Verschuldung zur Bankenrettung auf Kosten der
Steuerzahler der Geberländer zu erwarten.

http://www.faz.net/artikel/C30638/...e-in-der-defensive-30490885.html
In dem Entwurf, mit dem die Beschlüsse der Staat- und Regierungschefs der Euroländer von 21. Juli umgesetzt werden, sind dem Vernehmen nach drei neue Instrumente für den EFSF vorgesehen. Zum einen soll der Rettungsfonds einem Land, das von der Bankenkrise getroffen ist, auch Darlehen gewähren können, damit dieses Banken retten kann. Das „Handelsblatt“ schreibt ferner, der Fonds solle künftig Staatsanleihen notleidender Länder kaufen können, sowohl an den Finanzmärkten als auch direkt von Staaten. Außerdem sollten die Finanzhilfen anders als bisher nicht mehr an strenge finanz- und wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft sein.  
24.08.11 22:19 #299 Der Aufkauf von Staatsanleihen notleidender
Länder durch den EFSF ist nichts anderes als Gelddrucken und wird die Inflation
anheizen.  
24.08.11 22:51 #300 Griechen-Bonds rentieren mit 40% !
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/...en-mit-40-prozent/60095245.html
Die Gläubiger Griechenlands haben die Hoffnung offenbar verloren, für ihre Staatsanleihen jemals den Nennwert wiederzusehen: Auch zwei Hilfspakete binnen knapp eineinhalb Jahren, eine Ende Juli verabredete Beteiligung privater Gläubiger an einer Entlastung Griechenlands und die Wiederaufnahme des Anleiheaufkaufprogramms durch die Europäische Zentralbank konnten den Kursverfall griechischer Anleihen nicht stoppen. Am Mittwoch rentierten zweijährige griechische Staatsanleihen zeitweise mit Rekordrenditen von 40,3 Prozent.  
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