DAX-Überblick
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neuester Beitrag: 22.04.26 18:02
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| eröffnet am: | 02.09.24 10:59 von: | Highländer49 | Anzahl Beiträge: | 942 |
| neuester Beitrag: | 22.04.26 18:02 von: | Highländer49 | Leser gesamt: | 238767 |
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01.09.25 10:30
#551 DAX
Ansonsten aber bleibt die Unsicherheit vorerst hoch, und von den US-Börsen werden zum Wochenstart keine Impulse ausgehen. Sie bleiben feiertagsbedingt geschlossen.
Im frühen Handel stieg der deutsche Leitindex um 0,5 Prozent auf 24.030 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann 0,5 Prozent auf 30.440 Zähler. Für den EuroStoxx 50 , den Leitindex der Eurozone, ging es um 0,5 Prozent hoch auf 5.375 Zähler.
Für den Dax gehe es erst einmal weiter darum, die 24.000er Marke nicht aus den Augen zu verlieren oder - besser noch - sie wieder zu halten, damit keine neuen Kursverluste drohten, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. Der Börsenmonat September gilt allgemein als kein besonders guter. Laut IG-Markets-Experte Christian Henke ist seine Bilanz "bekanntlich nicht allzu rosig", bevor im Oktober der "goldene Herbst" womöglich wieder ein beeindruckendes Schlussquartal einleiten könnte.
Wie unruhig es aber erst einmal werden könnte, dürfte womöglich bereits diese Woche zeigen. Nicht nur, dass am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für August ansteht, der eine wichtige Indikation für die Zinsentscheidung der US-Notenbank sein könnte. Obendrein werden wohl auch noch zwei wichtige Prozesse vor dem Supreme Court, dem obersten US-Gerichtshof entschieden.
Einerseits geht es um die Rechtmäßigkeit von Trumps Zöllen und andererseits um die angestrebte Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook. "Und jede dieser beiden Entscheidungen wird weitreichende Konsequenzen für die Entwicklung der USA und damit auch für die Entwicklung der Börsen haben", warnt Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Hier in Europa bleibe zudem Frankreich ein großer Unsicherheitsfaktor für die Börsen.
Unter den Einzelwerten ging es erneut für Rüstungsaktien aufwärts: Nach deutlichen Gewinnen am Freitag stiegen Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) im Dax um weitere 2,0 Prozent. Renk gewannen im MDax 1,7 Prozent und Hensoldt legten dort um 1,4 Prozent zu.
Eine positive Studie der Bank of America (BofA) zu Teamviewer katapultierte das Papier des Software-Unternehmens um 8,9 Prozent nach oben. Die BofA stufte das Papier um gleich zwei Stufen, von "Underperform" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel auf 16,30 Euro an. Die KI-Fähigkeiten von Teamviewer sorgten für einen Vorsprung im Vergleich zur Konkurrenz, schrieb Analyst Victor Cheng und sieht insgesamt die langfristigen Chancen nun optimistischer.
Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) zeigten sich unterdessen mit plus 0,2 Prozent nicht davon bewegt, dass Norwegen im Rahmen seines umfangreichen Militärbeschaffungsplans Fregatten aus Großbritannien kauft.
Quelle: dpa-AFX
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01.09.25 18:24
#552 DAX
Für eine positive Grundstimmung sorgte der Umsatzsprung durch KI-bezogene Produkte beim chinesischen Handelsriesen Alibaba . Zudem hellte sich in der Eurozone die Stimmung in den Industrieunternehmen im August etwas stärker auf als zunächst ermittelt. Für Deutschland wurde die erste Schätzung aber minimal nach unten korrigiert.
Für den Dax gehe es weiter darum, die 24.000er-Marke nicht allzu weit aus den Augen zu verlieren oder sogar zu halten, um kein Korrektursignal auszusenden, kommentierte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. Die kommenden Tage nach dem "Labor Day" sind aus Sicht der Experten des Bernecker Börsenbriefs daher besonders interessant. Im historischen Vergleich seien sie ein Frühindikator dafür gewesen, ob es eine Jahresendrally geben werde oder nicht.
Der September gilt allerdings als schwacher Börsenmonat. Er habe sich "oft als stürmisch und unkalkulierbar gezeigt", schrieb Marktbeobachter Andreas Lipkow. Mit Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, die bald darauf anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed und zwei wichtige Prozesse vor dem Supreme Court spräche vieles dafür, dass es an den Aktienmärkten turbulent zugehen könnte.
Vor dem obersten US-Gerichtshof geht es einerseits um die Rechtmäßigkeit der Zölle von Donald Trump und andererseits um die vom US-Präsidenten angestrebte Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook. "Und jede dieser beiden Entscheidungen wird weitreichende Konsequenzen für die Entwicklung der USA und damit auch für die Entwicklung der Börsen haben", warnte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Hier in Europa bleibe zudem die politische Krise Frankreichs ein großer Unsicherheitsfaktor für die Börsen.
Zum Wochenstart verbuchten die wichtigsten Indizes aber Gewinne: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg letztlich um 0,29 Prozent auf 5.367,08 Punkte. Der französische CAC 40 konnte sich genau wie der Londoner FTSE 100 knapp im Plus halten. In Zürich gab der SMI leicht nach.
Bei den Unternehmen hatten hierzulande erneut Rüstungsaktien die Nase vorn. Nach deutlichen Gewinnen am Freitag stiegen Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) an der Dax-Spitze um weitere 3,5 Prozent. Renk gewannen im MDax 7,2 Prozent und Hensoldt legten dort um 4,4 Prozent zu. Als Kurstreiber gilt unter anderem, dass sich die Hoffnungen auf einen Waffenstillstand in der Ukraine vorerst zerschlagen haben.
Bayer (Bayer Aktie) verloren als einer der schwächsten Werte im Dax 0,7 Prozent. Damit zollten die Papiere des Agrarchemie- und Pharmaunternehmens ihrer deutlichen Erholung vom August-Tief noch etwas mehr Tribut. Mit dem Wirkstoff Vericiguat verfehlte Bayer das primäre Studienziel für die Therapie einer Form der chronischen Herzinsuffizienz ohne kürzliches Herzinsuffizienz-Ereignis.
Teamviewer sprangen derweil im MDax um 11,9 Prozent nach oben, denn die Bank of America stufte das Papier um gleich zwei Stufen auf "Buy" hoch und hob das Kursziel auf 16,30 Euro an. Die KI-Fähigkeiten des Softwareherstellers sorgten für einen Vorsprung im Vergleich zur Konkurrenz, schrieb Analyst Victor Cheng. Er sieht die langfristigen Chancen nun insgesamt optimistischer.
Im Kleinwerte-Index SDax büßten ProSiebenSat.1 2,7 Prozent ein. Am letzten Tag der Nachfrist zum Andienen der Anteile des Medienkonzerns an den Bieter MediaForEurope (MFE) riet Warburg-Analyst Jörg Philipp Frey dazu, die Aktien entweder zu verkaufen oder anzudienen. Er begründete dies zum Beispiel damit, dass der künftig reduzierte Streubesitz die Papiere schlechter handelbar mache.
Quelle: dpa-AFX
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02.09.25 10:24
#553 DAX
Im frühen Handel gab der deutsche Leitindex um 1,0 Prozent auf 23.797 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank um 1,0 Prozent auf 30.143 Zähler. Für den EuroStoxx 50 , den Leitindex der Eurozone, ging es um 0,6 Prozent auf 5.335 Zähler abwärts.
Weitere Impulse könnten am Nachmittag von den New Yorker Börsen kommen. Am Montag war der US-Aktienmarkt feiertagsbedingt geschlossen geblieben. Das hatte auch hierzulande Spuren hinterlassen, denn der Umsatz war laut Altmann so gering gewesen wie bisher noch nie in diesem Jahr.
Insbesondere wird mit Spannung auf die Reaktion der US-Börsen gewartet, nachdem ein Berufungsgericht Präsident Donald Trump am Freitag die Befugnis abgesprochen hatte, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz weitreichende Zölle auf Importprodukte zu verhängen.
Unter den Einzelwerten stand im Dax die FMC -Aktie im Blick. Sie büßte als Schlusslicht 5,8 Prozent ein. Eine frische Verkaufsempfehlung durch die Schweizer Großbank UBS belastete. Analyst Graham Doyle verwies auf strukturelle Risiken hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den USA und die Gefahr sinkender Konsensschätzungen für das operative Ergebnis.
Siemens (Siemens Aktie) gaben um 2,0 Prozent nach und litten unter einer Abstufung von Bernstein Research auf "Market-Perform". Analyst Nicholas Green begründete seinen Schritt mit den kräftigen Kursgewinnen der Aktie in den vergangenen Jahren.
Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) stiegen an der Dax-Spitze um 1,1 Prozent. Wie erwartet wird der Rüstungskonzern noch in diesem Monat in den währungsgemischten Stoxx Europe 50 einziehen.
Im SDax brach der Kurs von SMA Solar um ein Viertel ein. Der Hersteller von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen senkte seine Prognose für das laufende Jahr und erwartet nun einen operativen Verlust. Die bereits eingeleiteten Restrukturierungsbemühen sollen nochmals verschärft werden.
Dass der Motorenbauer Deutz mit dem geplanten Kauf der Sobek Group sein noch kleines Geschäft im Rüstungsmarkt ausbaut, kam unterdessen gut an. Das Papier gewann an der Index-Spitze 6,9 Prozent. Die Sobek Group ist ein Antriebsspezialist für Drohnen.
Quelle: dpa-AFX
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02.09.25 13:29
#554 DAX
"Zuletzt kamen an der 24.000-Punkte-Schwelle jedes Mal Käufer in den Markt", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Es ist aber gut vorstellbar, dass sich diese Kaufschwelle sukzessive nach unten verschiebt."
Zur Mittagszeit gab der deutsche Leitindex um 1,1 Prozent auf 23.784 Punkte nach. Der MDax fiel unter 30.000 Punkte. Zuletzt verlor der Index der mittelgroßen Unternehmen 1,8 Prozent auf 29.914 Zähler.
Mit Blick auf die USA wird vor allem auf die Reaktion der US-Börsen gewartet, nachdem ein Berufungsgericht Präsident Donald Trump am Freitag die Befugnis abgesprochen hatte, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz weitreichende Zölle auf Importprodukte zu verhängen.
"Im asiatischen Handel wurde die nach wie vor bestehende Unsicherheit über die konjunkturellen Auswirkungen der US-Strafzölle für Gewinnmitnahmen genutzt", sagte Marktexperte Andreas Lipkow. Auch angesichts des hinter den Kulissen stattfindenden Machtkampfs rund um die US-Notenbank gebe es derzeit viele Fragen und über die kommende Sitzung im September werde stark diskutiert.
"Eine Zinssenkung ist noch lange keine ausgemachte Sache." Daher dürften die kommenden Konjunkturdaten aus den USA, so etwa der Arbeitsmarktbericht am Freitag, noch eine wichtige Rolle spielen. "Es bilden sich derzeit viele neue Risikocluster aus, die noch für erhebliche Schwankungen an den Finanzmärkten sorgen könnten."
Unter den Einzelwerten büßte im Dax die FMC-Aktie als Schlusslicht 4,9 Prozent ein. Eine Verkaufsempfehlung durch die Schweizer Großbank UBS belastete. Analyst Graham Doyle verwies auf strukturelle Risiken hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den USA und die Gefahr sinkender Konsensschätzungen für das operative Ergebnis.
Siemens (Siemens Aktie) gaben um 2,8 Prozent nach. Sie litten unter einer Abstufung durch Bernstein Research auf "Market-Perform". Analyst Nicholas Green begründete seinen Schritt mit den kräftigen Kursgewinnen der Aktie in den vergangenen Jahren. Commerzbank (Commerzbank Aktie) , von Morgan Stanley abgestuft auf "Equal-weight", verloren 2,4 Prozent. Auf dem aktuellen Bewertungsniveau seien zunächst weitere Fortschritte im Businessplan der Frankfurter nötig, schrieb Analyst Alvaro Serrano.
Im SDax brach der Kurs von SMA Solar um 28 Prozent ein. Der Hersteller von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen senkte seine Prognose für das laufende Jahr und erwartet nun einen operativen Verlust. Die bereits eingeleiteten Restrukturierungsbemühen sollen nochmals verschärft werden.
Dass der Motorenbauer Deutz mit dem geplanten Kauf der Sobek Group sein noch kleines Geschäft im Rüstungsmarkt ausbaut, kam unterdessen gut an. Das Papier gewann an der Index-Spitze 6,0 Prozent. Die Sobek Group ist ein Antriebsspezialist für Drohnen.
Quelle: dpa-AFX
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02.09.25 19:52
#555 DAX
"Der September scheint seinem Ruf alle Ehre zu machen", kommentierte Marktbeobachter Andreas Lipkow mit Blick auf die oftmals triste Bilanz des neu angebrochenen Monats. "Es bilden sich derzeit viele neue Risikocluster aus, die noch für erhebliche Schwankungen an den Finanzmärkten sorgen könnten." Lipkow verwies auf die konjunkturellen Folgen der US-Zölle und den gescheiterten Friedensversuch im Ukraine-Krieg. Dazu kommt der Machtkampf rund um die US-Notenbank und ihr weiteres geldpolitisches Vorgehen. Ein schwacher Start der US-Börsen nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende belastete zusätzlich.
Am Markt wurde außerdem auf steigende Zinsen sowie Sorgen rund um die Verschuldung Frankreichs verwiesen. Mit Blick auf die Staatsanleihen erreichte die Rendite 30-jähriger Bundesanleihen den höchsten Stand seit 2011. In den USA stieg die Rendite der 30-jährigen Bonds ebenfalls kräftig und britische Staatsanleihen kletterten auf den höchsten Stand seit 27 Jahren. In Frankreich liegt die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Anleihen aktuell über der griechischen. Steigende Zinsen bedeuteten auch höhere Finanzierungskosten, die direkt auf die Gewinne der Unternehmen durchschlügen, erklärte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners.
Die steigenden Renditen von Staatsanleihen belasteten auf Unternehmensseite vor allem die Immobilienwerte, die am Dienstag europaweit der mit Abstand schwächste Sektor waren. Im Dax gaben die Aktien von Vonovia (Vonovia Aktie) als Schlusslicht um 6,1 Prozent nach. Im MDax zählten auch LEG , Aroundtown und TAG Immobilien (TAG Immobilien Aktie) zu den größten Verlierern.
FMC musste ebenfalls deutlich Federn lassen und ging 5,3 Prozent tiefer aus dem Handel. Eine Verkaufsempfehlung durch die Schweizer Großbank UBS belastete den Dialyse-Spezialisten. Analyst Graham Doyle verwies auf strukturelle Risiken hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den USA und die Gefahr sinkender Konsensschätzungen für das operative Ergebnis.
Siemens (Siemens Aktie) gaben um 4,4 Prozent nach und litten unter einer Abstufung durch Bernstein Research auf "Market-Perform". Analyst Nicholas Green begründete seinen Schritt mit den kräftigen Kursgewinnen der Aktie in den vergangenen Jahren. Commerzbank-Aktien , von Morgan Stanley auf "Equal-weight" abgestuft, verloren 2,8 Prozent. Auf dem aktuellen Bewertungsniveau seien zunächst weitere Fortschritte im Businessplan der Frankfurter nötig, schrieb Analyst Alvaro Serrano.
Einen heftigen Kurseinbruch von 29,3 Prozent erlitten im Kleinwerte-Index SDax SMA Solar . Der Hersteller von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen senkte seine Prognose für das laufende Jahr und erwartet nun einen operativen Verlust. Die bereits eingeleiteten Restrukturierungsbemühen sollen nochmals verschärft werden.
Dass der Motorenbauer Deutz mit dem geplanten Kauf der Sobek Group, einem Antriebsspezialisten für Drohnen, sein noch kleines Geschäft im Rüstungsmarkt ausbaut, kam dagegen gut an. Das Papier stieg um 4,3 Prozent.
Bei PVA Tepla setzten nach einer Verdopplung des Aktienkurses im laufenden Jahr dagegen Gewinnmitnahmen ein. Zum Kapitalmarkttag sackten die Papiere um 3,4 Prozent ab. Der Technologiekonzern bestätigte seine Mittelfristziele und will außerdem seine Gewinnmarge langfristig deutlich steigern.
Auch in anderen Ländern Europas gaben derweil die wichtigsten Indizes nach: Der französische CAC 40 verlor 0,7 Prozent, in ähnlicher Größenordnung ging es auch für den britischen FTSE 100 und den SMI in Zürich abwärts. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte letztlich 1,42 Prozent auf 5.291,04 Punkte ein
Quelle: dpa-AFX
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03.09.25 10:18
#556 DAX
Im frühen Handel legte der deutsche Leitindex um 0,2 Prozent auf 23.543 Punkte zu, womit sein Plus vom Handelsstart allerdings abbröckelte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gab seine Auftaktgewinne nahezu komplett ab und zeigte sich mit 29.608 Zählern fast unverändert. Für den EuroStoxx 50 , den Leitindex der Eurozone, ging es zuletzt um 0,4 Prozent auf 5.309 Zähler nach oben.
Der europäische Handel war tags zuvor dem Ruf des Septembers gerecht geworden, ein schwieriger Börsenmonat zu sein. Ein Potpourri aus Risiken, das von der Zoll- und Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten, dem unvermindert andauernden Ukraine-Krieg bis hin zu geldpolitischer Unsicherheit und der politischen und finanziellen Lage in Frankreich reicht, verleidet den Anlegern derzeit die Börsenstimmung. Bislang wurden diese Risiken weitgehend ausgeblendet.
Das technische Bild habe sich mit dem beschleunigten Entfernen von der 24.000er-Marke für den Dax erst einmal eingetrübt, kommentierte Jürgen Molnar von Robomarkets. "Sollte es dem Index nicht gelingen, zeitnah wieder den Anschluss herzustellen und die 23.500er-Marke als Unterstützung nicht halten, drohen weitere 1.000 Punkte Minus in relativ kurzer Zeit." Zugleich verwies er aber auch auf die Widerstandskraft des Dax, der bereits mehrfach die 24.000 Punkte schneller wieder zurückerobert habe als gedacht.
Unter den Dax-Werten stachen Adidas (adidas Aktie) mit einem Kursplus von 3,0 Prozent an der Index-Spitze hervor. Jefferies-Analyst James Grzinic sprach für die Aktie des Sportartikelherstellers eine Kaufempfehlung aus und hält die Sorgen der Anleger bezüglich einer zu hohen Abhängigkeit von Terrace-Produkten, die sich ihrem Zenit näherten, für übertrieben. Zugleich sieht er Adidas als einen Gewinner mit Blick auf Zölle und die Dollar-Schwäche.
Wegen des "brutalen Wertverlustes" senkte Grzinic allerdings - wie auch JPMorgan an diesem Tag - das Kursziel. Dennoch: Wendy Liu blickt ebenfalls optimistisch auf Adidas. Die neu für die deutschen Sportartikelhersteller zuständige JPMorgan-Analystin bekräftigte die Aktie nicht nur auf "Overweight", sondern versah sie vor dem Ende Oktober anstehenden Bericht zum dritten Quartal mit dem Stempel "positive Catalyst Watch" für besonders aussichtsreiche Werte.
Das Anlageurteil für die Aktie von Puma senkte Liu dagegen von "Neutral" auf "Underweight", denn sie sieht enorme Umsetzungsrisiken in der langwierigen Unternehmenstransformation. Das Papier gab als eines der wenigen Verlierer im MDax um 0,4 Prozent nach.
Das US-Analysehaus Bernstein Research stufte unterdessen die Aktie von Continental (Continental Aktie) von "Market-Perform" auf "Underperform" ab. Analyst Harry Martin schätzt die Kursentwicklung des Autozulieferers und Reifenherstellers pessimistischer ein als die Experten von Oddo BHF, die das Papier am Vortag von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft hatten. Die Wertschöpfung aus der Konzernaufspaltung sei inzwischen mehr als eingepreist, schrieb Martin. Die Aktie, die sich am Dienstag zwar gegen den deutlichen Abwärtstrend stemmen konnte und nur unterdurchschnittlich nachgegeben hatte, verlor nun 0,6 Prozent.
Ein zeitnah drohender Pilotenstreik belastete den Anteilsschein der Lufthansa (Lufthansa Aktie) . Mit 3,0 Prozent nahm er den letzten Platz im MDax ein. Am Vortag kurz vor Börsenschluss war bekannt geworden, dass sich die Piloten für einen Streik vorbereiten. Aus einem Schreiben an die Mitglieder geht hervor, dass Verhandlungen zur betrieblichen Altersversorgung von der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit für gescheitert erklärt wurden. Demnach wurde beim Gewerkschaftsvorstand bereits die Urabstimmung beantragt.
Im SDax zogen PVA Tepla Aufmerksamkeit auf sich. Nachdem am Vortag Anleger noch Kasse gemacht hatten, nahm das Papier mit plus 9 Prozent und seine Rally wieder auf. Es erreichte den höchsten Stand seit Frühjahr 2022. Sowohl die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) als auch Oddo BHF äußerten sich positiv zu dem Technologieunternehmen. Die Experten der Deutschen Bank nannten den Kapitalmarkttag am Vortag eine "positive Überraschung", die von Oddo sehen den Kursrutsch am Vortag als "Kaufgelegenheit".
Quelle: dpa-AFX
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03.09.25 18:18
#557 DAX
Ein Potpourri aus Risiken, das von der Zollpolitik des US-Präsidenten und dem unvermindert andauernden Ukraine-Krieg bis hin zu geldpolitischer Unsicherheit und der politischen sowie finanziellen Lage in Frankreich reicht, verleidet den Anlegern derzeit die Stimmung. "Diese Gemengelage macht es zunehmend schwer, neues Kapital anzuziehen", kommentierte Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades.
Aus Sicht von Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners werden Risiken an der Börse mittlerweile deutlicher wahrgenommen. "Und mit den gestiegenen Risiken werden die hohen Bewertungen stärker und kritischer hinterfragt." Die große Frage laute daher, wo die nächste Kaufschwelle der Anleger liege. Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets erinnerte in diesem Zusammenhang an die Widerstandskraft des Dax, der bereits mehrfach die 24.000 Punkte schneller wieder zurückerobert habe als gedacht.
Quelle: dpa-AFX
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04.09.25 10:25
#558 DAX
Im frühen Handel legte der deutsche Leitindex um 0,4 Prozent auf 23.687 Punkte zu. Am Dienstag hatte er, nachdem er in der vergangenen Woche bereits zahlreiche charttechnisch relevante Trendindikatoren unterschritten hatte, in einer Talfahrt auch die 100-Tage-Linie bei etwas über 23.690 Punkten gerissen. Zwar blieb der Leitindex letztlich über seinem Zwischentief von Anfang August bei 23.380 Zählern, doch all die Trendlinien, die zuvor gestützt hatten, sind nun Hürden. Sie müssen nun auf dem Weg zur 24.000-Punkte-Marke erst einmal wieder überwunden werden.
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen zeigte sich am Donnerstagmorgen zuletzt prozentual unverändert bei 29.730 Zählern. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, rückte zugleich um 0,1 Prozent auf 5.331 Punkte vor.
Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets verweist nicht nur darauf, dass der Dax charttechnisch gesehen erst wichtige Widerstände nehmen müsse, bevor Entwarnung gegeben werden könne. Er betont auch die weiter fragile Situation an den weltweiten Märkten für Staatsanleihen.
Die derzeitige leichte Beruhigung sei nur der Hoffnung zu verdanken, dass der US-Arbeitsmarktbericht so schwach ausfalle, dass die Fed nicht umhinkomme, die Zinsen zu senken, so der Experte "Aktuell preist der Markt dafür eine Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent ein. Einmal mehr rufen Anleger nach der geldpolitischen Feuerwehr, die die Risiken aus der steigenden Staatsverschuldung mit niedrigeren Leitzinsen zumindest etwas reduzieren könnte."
Unter den Einzelwerten bewegten einerseits die anstehenden, wenn auch erwarteten Index-Änderungen, und andererseits zahlreiche Umstufungen durch Banken. Die Aktie des Sportwagenbauers Porsche gab um 0,8 Prozent nach und die des Laborzulieferers Sartorius um 0,4 Prozent. Sie müssen in Kürze ihre Plätze in der ersten Börsenliga mit dem Immobilienplattform-Betreiber Scout24 (Scout24 Aktie) und dem Anlagenbauer Gea tauschen. Gea und Scout 24 gewannen im MDax jeweils 0,8 Prozent.
Dass Evotec seinen Platz im MDax mit der derzeit noch im SDax zu findenden Optikerkette Fielmann tauschen muss, belastete die Aktie des Wirkstoffforschers mit 1,5 Prozent. Fielmann gewannen zugleich 0,4 Prozent.
Heidelberg Materials als einer der Dax-Spitzenwerte mit plus 1,9 Prozent, RWE mit plus 1,4 Prozent sowie Airbus mit plus 0,7 Prozent profitierten dagegen von positiven Analystenstimmen.
MTU , die von der UBS auf "Neutral" abgestuft wurden, da die Schweizer Großbank die Chancen und Risiken beim Triebwerksbauer als inzwischen recht ausgeglichen erachtet, büßten am Dax-Ende 2,4 Prozent ein.
Unter den Werten aus der zweiten und dritten Reihe standen Teamviewer und die Jost Werke wegen Aktienplatzierungen im Blick. Dass sich Finanzinvestor Permira nun komplett von den Anteilen des Spezialisten für Fernwartungssoftware trennte, belastete die Teamviewer-Aktie mit 4,4 Prozent.
Jost sackten im SDax um 9,8 Prozent ab. Inhaber Peter Möhrle verkauft die Hälfte seines Anteils, also rund zehn Prozent der Aktien des Herstellers und Lieferanten sicherheitsrelevanter Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie.
Quelle: dpa-AFX
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04.09.25 17:56
#559 DAX
Auf Signale vom US-Arbeitsmarkt reagierte der deutsche Aktienmarkt kaum. Die Daten des privaten Dienstleisters ADP zur Stellenentwicklung im August fielen etwas schwächer als erwartet aus, während die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich zulegten. Am Freitag steht noch der offizielle staatliche Bericht an, er ist ein wichtiger Faktor für die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed.
Die leichte Beruhigung auch an den weiterhin fragilen Anleihemärkten sei nur der Hoffnung zu verdanken, dass der US-Arbeitsmarktbericht so schwach ausfalle, dass die Fed nicht umhinkomme, die Zinsen zu senken, kommentierte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. "Aktuell preist der Markt dafür eine Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent ein. Einmal mehr rufen Anleger nach der geldpolitischen Feuerwehr, die die Risiken aus der steigenden Staatsverschuldung mit niedrigeren Leitzinsen zumindest etwas reduzieren könnte."
Quelle: dpa-AFX
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05.09.25 10:52
#560 DAX
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann 0,79 Prozent auf 30.028 Zähler. Für den EuroStoxx 50 , den Leitindex der Eurozone, ging es um 0,36 Prozent nach oben.
Am Vortag paarte sich eine Beruhigung an den Anleihemärkten mit der Hoffnung, dass die Geldpolitik es richtet. Umso mehr liegt der Fokus zu Wochenschluss auf dem US-Arbeitsmarktbericht. Dieser spielt auch eine wichtige Rolle bei Entscheidungen der US-Notenbank Fed und damit, ob diese im September ihren Leitzins senkt. Denn die Fed muss sowohl die Inflation im Zaum halten als auch für eine hohe Beschäftigung sorgen.
Quelle: dpa-AFX
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05.09.25 13:07
#561 DAX
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Freitag 0,94 Prozent auf 30.073 Zähler. Für den EuroStoxx 50 , den Leitindex der Eurozone, ging es um 0,23 Prozent nach oben.
Am Vortag hatten eine Beruhigung an den Anleihemärkten und die Hoffnung, dass die Geldpolitik es richtet, die Kurse gestützt. Umso mehr liegt der Fokus zu Wochenschluss auf dem US-Arbeitsmarktbericht. Schließlich spielen die Jobdaten auch eine wichtige Rolle bei Entscheidungen der US-Notenbank Fed und damit, ob diese im September ihren Leitzins senkt. Denn die Fed muss sowohl die Inflation im Zaum halten als auch für eine hohe Beschäftigung sorgen.
Zeichnen die Jobdaten das Bild eines sich verschlechternden Arbeitsmarktes, dürfte dies den Druck auf möglicherweise stärkere Zinssenkungen erhöhen. Anleger achten deshalb auch darauf, ob eine Revision der Vormonatswerte ein noch pessimistischeres Bild als bekannt zeichnet.
Laut dem Marktbeobachter Stephen Innes von SPI Asset Management ist die Zinssenkung im September nach den Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell auf der Konferenz in Jackson Hole bereits im Markt, doch das "geldpolitische Menü" biete noch Auswahl. Seiner Einschätzung nach würde ein äußerst unschöner Bericht sogar eine Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte zulassen.
"Auf dem US-Arbeitsmarkt fehlen Fachkräfte, und Unternehmen setzen vermehrt auf Künstliche Intelligenz (KI), um Personal abzubauen", ergänzte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Marktes. Bis zum US-Zinsentscheid am 17. September müsse schon ein außergewöhnliches Ereignis eintreten, um die erwartete Leitzinssenkung noch zu verhindern. Niedrigere Zinsen wiederum lassen Aktien gegenüber festverzinslichen Anlagen attraktiver erscheinen.
Mit der Aussicht auf sinkende Zinsen verbunden ist auch die Hoffnung auf anziehende Investitionen und eine Belebung der Kreditnachfrage, was wiederum die Wirtschaft insgesamt ankurbeln dürfte. In diesem Umfeld zogen die Preise für Industriemetalle wie Kupfer ebenso an wie die konjunktursensiblen Aktien von Stahlherstellern. So schnellten Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) an der MDax-Spitze um 5,4 Prozent in die Höhe. Für Salzgitter ging es im Nebenwerteindex SDax um 7,3 Prozent nach oben.
Bester Wert im Dax waren Infineon (Infineon Aktie) mit plus 2,3 Prozent. Hier wirkten sich überraschend positive Geschäftszahlen des US-Wettbewerbers Broadcom positiv auf die gesamte Chipbranche aus. Zudem sei der Umsatzausblick von Broadcom bis Oktober solide gewesen - getrieben von KI-Nachfrage, einer Stabilisierung bei Halbleitern abseits von Künstlicher Intelligenz sowie solider Dynamik bei der Tochter VMware, lobte Analyst Harlan Sur von der US-Bank JPMorgan.
Im SDax stiegen Sixt um 3,4 Prozent. Die Schweizer Großbank UBS hatte die Papiere des Autovermieters mit einer Kaufempfehlung in die Bewertung aufgenommen. Der Rückenwind durch besseres Flottenmanagement werde unterschätzt, lautete das Kernargument des Analysten Zehua Jiang.
Quelle: dpa-AFX
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05.09.25 17:57
#562 DAX
Damit rutschte der Leitindex wieder klar unter die 100-Tage-Durchschnittslinie, die er nach seinem Kursrutsch am Dienstag erst am Vortag zurückerobert hatte. Sie dient als ein Indikator für den mittelfristigen Trend. Auf Wochensicht büßte der Dax rund 1,3 Prozent ein. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann dagegen am Freitag 0,74 Prozent auf 30.011,98 Zähler.
Die US-Wirtschaft hatte im August erneut wesentlich weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Zudem stieg die Arbeitslosigkeit. Damit sei die Tür für sinkende Zinsen nicht nur einen Spalt geöffnet, sondern förmlich aufgerissen, kommentierte Thomas Altmann, Analyst von QC Partners. "Trotzdem werden Stimmen laut, die eine nachhaltige Abkühlung der Wirtschaft in den USA befürchten und die Zinssenkungsrunde als verspätet einstufen", stellte Marktbeobachter Andreas Lipkow fest.
Mit Blick auf den sukzessive steigenden Inflationsdruck ist der Handlungsspielraum der Fed außerdem begrenzt. Einem großen Zinsschritt um 50 Basispunkte räumt Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets daher nur eine Randwahrscheinlichkeit ein. Besonderer Fokus liegt nun auf aktuellen US-Inflationsdaten, die am kommenden Donnerstag erwartet werden.
Quelle: dpa-AFX
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08.09.25 10:11
#563 DAX
https://www.finanznachrichten.de/...-erholt-sich-dax-ausblick-486.htm
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08.09.25 10:12
#564 DAX
Ob die Gewinne bis zum Handelsschluss halten, ist allerdings fraglich. Denn am Nachmittag stellt Frankreichs Premierminister François Bayrou in der Nationalversammlung die Vertrauensfrage. Seine Regierung droht zu stürzen. Das hoch verschuldete Land muss den Gürtel enger schnallen, es gibt jedoch keine Einigkeit über den Sparkurs.
"Ein positiver Ausgang ist alles andere als sicher", schrieb die Landesbank Helaba in einem Marktkommentar. Mit einem Sturz der Regierung könnten Investoren beim Kauf französischer Anleihen höhere Risikoprämien verlangen. Das würde Frankreich, die zweitgrößte Wirtschaftskraft in der Eurozone, finanziell noch stärker unter Druck setzen.
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann zum Wochenstart 0,8 Prozent auf 30.255 Zähler. Für den EuroStoxx 50 , den Leitindex der Eurozone, ging es um 0,5 Prozent nach oben.
Im Dax verteuerten sich die Aktien von Vonovia (Vonovia Aktie) um 1,3 Prozent. Das Investmenthaus Jefferies hatte die Papiere des Immobilienkonzerns auf "Buy" hochgestuft. Auch für Grand City Properties sprachen die Experten eine Kaufempfehlung aus, was den Kurs um 2,7 Prozent nach oben trieb.
RWE -Aktien gewannen 1,2 Prozent. Der Energiekonzern bringt seinen 25,1-prozentigen Anteil am Netzbetreiber Amprion in ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen ein.
Henkel (Henkel Aktie) -Aktien profitierten mit plus 0,7 Prozent von einem positiven Kommentar der Investmentbank Exane BNP.
Unter den Nebenwerten legten Kontron um 2,6 Prozent zu. Der Hard- und Software-Anbieter für die Industrie bleibt nach eigener Aussage von den Importzöllen der US-Regierung ausgenommen.
Quelle: dpa-AFX
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08.09.25 18:45
#565 DAX
Die Kurse trotzten damit der politischen Krise in Frankreich, wo noch an diesem Montag der Sturz der Regierung droht. Premierminister François Bayrou verteidigte in der Nationalversammlung seine Entscheidung zur Vertrauensfrage, über die aber wohl erst nach dem Handelsschluss in Europa abgestimmt wird. Das hoch verschuldete Land muss den Gürtel enger schnallen, es gibt jedoch keine Einigkeit über den Sparkurs. Es wird davon ausgegangen, dass die Mitte-Rechts-Regierung von Bayrou, die keine eigene Mehrheit hat, dann fällt. Bayrou müsste in diesem Fall den Rücktritt seiner Regierung bei Staatschef Emmanuel Macron einreichen.
Die politischen Unsicherheiten in Frankreich und die Ausweitung der Risikoaufschläge für französische Staatsanleihen seien ein "ernstes lokales Problem, das jedoch wahrscheinlich keine unmittelbare existenzielle Frage für Europa darstellt", kommentierte Timothy Graf, der beim US-Finanzdienstleister State Street die Makro-Strategie für den Raum Europa, Mittlerer Osten und Afrika verantwortet. "Die Eurozone befindet sich politisch in einer anderen Lage als während ihrer Krisenjahre Anfang der 2010-er Jahre und ist besser imstande, diese Herausforderungen zu meistern."
In Europa fanden die wichtigsten Märkte keine gemeinsame Richtung. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging 0,8 Prozent höher aus dem Handel. Auch der Pariser Cac 40 verbuchte ungeachtet der Ereignisse in Frankreich ähnlich hohe Gewinne. In London legte der Aktienmarkt leicht zu. Dagegen wies Zürich Verluste aus. In New York notierten die wichtigsten Indizes zum europäischen Handelsende im positiven Bereich.
Dax-Spitzenreiter Zalando (Zalando Aktie) setzte mit plus 5 Prozent seine jüngste Kurserholung fort. Die kanadische Bank RBC sieht für den Online-Modehändler noch viel Luft nach oben. Dementsprechend liegt ihr Kursziel für die Aktien mit 40 Euro mehr als die Hälfte über dem aktuellen Bewertungsniveau.
Gefragt waren einmal mehr Rüstungstitel. Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) zählte mit einem Anstieg um 2,7 Prozent zu den besten Werten im Dax. Renk lag mit plus 4,1 Prozent im MDax bei den stärksten Werten, während Hensoldt um 2,5 Prozent zulegten. In Kriegen wie etwa in der Ukraine oder im Nahen Osten ist nach wie vor keine Entspannung in Sicht. Daher sehen Experten weiter gute Geschäftsaussichten für die Branche.
Weit vorn lagen auch Commerzbank (Commerzbank Aktie) -Titel, die im Leitindex um 3,1 Prozent anzogen. Hier dürften Anleger nach einem Rücksetzer Ende August auf niedrigerem Kursniveau zugreifen - mit der Spekulation auf eine Übernahme durch die italienische Unicredit .
RWE-Aktien gewannen 2,3 Prozent. Der Energiekonzern bringt seinen 25,1-prozentigen Anteil am Netzbetreiber Amprion in ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen ein. Analysten werteten den Deal als attraktiv.
Im Nebenwerte-Index SDax verteuerten sich Kontron -Aktien um 3,9 Prozent. Der Hard- und Software-Anbieter für die Industrie bleibt nach eigener Aussage von den Importzöllen der US-Regierung ausgenommen.
Dax-Schlusslicht war indes Deutsche Telekom (Deutsche Telekom Aktie) mit minus 3,8 Prozent. Die Aktien folgten den Vorgaben der US-Tochter T-Mobile US , deren Titel in New York unter Druck standen. Elon Musks Raumfahrt- und Telekomunternehmen SpaceX kauft von Echostar ein milliardenschweres Paket von Mobilfunkfrequenzen. Bislang war SpaceX mit seinem Satellitennetzwerk Starlink im Satelliten-Mobilfunk auf die Kooperation mit T-Mobile US angewiesen. Perspektivisch winkt nun eine größere Unabhängigkeit.
Im MDax führte Hellofresh mit einem Minus von 1,8 Prozent die Verliererliste an. Spätestens Ende April 2026 wird Mitgründer Thomas Griesel aus dem Vorstand ausscheiden. Damit gehen die Veränderungen im Vorstand des Kochboxenversenders weiter.
Quelle: dpa-AFX
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09.09.25 10:26
#566 DAX
Nach dem Aus für die Regierung will Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron nun zügig einen neuen Premier ernennen. Stratege Timothy Graf vom Vermögensverwalter State Street (State Street Aktie) sieht in der politischen Instabilität Frankreichs ein "ernstes lokales Problem, das jedoch wahrscheinlich keine unmittelbare existenzielle Frage für Europa darstellt". Die Eurozone befinde sich politisch in einer anderen Lage als während der Krisenjahre Anfang der 2010er Jahre und sei besser imstande, diese Herausforderungen zu meistern.
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen lag am Dienstagmorgen mit 0,1 Prozent im Minus bei 30.417 Zählern. Für den EuroStoxx 50 , den Leitindex der Eurozone, ging es um 0,2 Prozent moderat nach oben.
Mit Blick auf einzelne Aktien bestimmten Analystenkommentare den vorbörslichen Handel. So fielen Commerzbank (Commerzbank Aktie) am Dax-Ende um 1,5 Prozent, belastet von einer Abstufung auf "Neutral" durch JPMorgan.
Unter den Nebenwerten stiegen Eckert & Ziegler um 3,2 Prozent. Die Berenberg Bank hat zum Kauf der Papiere des Technologieunternehmens geraten.
Die Papiere von Deutz (Deutz Aktie) büßten 5,5 Prozent auf 9,40 Euro ein. Der Motorenbauer hat zur Finanzierung einer Übernahme im Drohnengeschäft das Grundkapital um rund 13,9 Millionen neue Aktien aufstocken. Die Anteilsscheine wurden zu je 9,45 Euro platziert.
Quelle: dpa-AFX
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09.09.25 18:16
#567 DAX
"Die Befürchtungen größerer Verwerfungen an den europäischen Finanzmärkten durch die Unsicherheit in Frankreich haben sich zwar etwas beruhigt, belasten aber trotzdem", kommentierte Experte Andreas Lipkow.
Am Montagabend war die französische Regierung durch eine verlorene Vertrauensfrage in der Nationalversammlung gestürzt worden. Dies hatte sich angesichts einer fehlenden parlamentarischen Mehrheit aber abgezeichnet, seitdem Premierminister François Bayrou im Streit um den anstehenden Sparhaushalt diesen Schritt vor gut zwei Wochen angekündigt hatte.
In nächster Zeit stehen mit Inflationsdaten aus den USA und dem Leitzinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) noch wichtige Ereignisse auf der Agenda. Die EZB wird bei ihrer Zinsentscheidung an diesem Donnerstag die Zinsen voraussichtlich erneut stabil halten. Dagegen gilt eine Leitzinssenkung der US-Notenbank Fed kommende Woche als nahezu sicher.
Quelle: dpa-AFX
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10.09.25 10:19
#568 DAX
Die Aktien von Oracle waren am Dienstag im nachbörslichen Handel um über 30 Prozent nach oben geschossen auf ein Rekordhoch. Die Lieferzusagen des Unternehmens an Kunden seien auf Quartalssicht um über 300 Milliarden US-Dollar gestiegen, lobte Analyst Brent Thill von der Bank Jefferies. Das schüre erneut Fantasie rund um Künstliche Intelligenz.
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen lag am Morgen mit 0,3 Prozent im Plus bei 30.417 Zählern. Für den EuroStoxx 50 , den Leitindex der Eurozone, ging es um 0,6 Prozent nach oben.
Die starken Geschäftszahlen von Oracle kamen auch mit Blick auf SAP (SAP Aktie) und Siemens Energy gut an. Sie verteuerten sich an der Dax-Spitze um 1,8 respektive 2,8 Prozent. Während SAP Künstliche Intelligenz (KI) in seine Angebote integriert, gilt Siemens Energy als mittelbarer Profiteur von KI. Immer größere Rechenleistungen und Datencenter und der damit verbundene stark steigende Energiebedarf füllen zunehmend auch die Auftragsbücher des Energietechnikkonzerns.
Daneben bewegten Kommentare von Analysten die Kurse. BASF (BASF Aktie) stiegen um 1,5 Prozent nach einem "Buy" der Citigroup. Eine Abstufung der Aktien von Hellofresh durch Morgan Stanley ließ den Kurs des Kochboxenversenders um 2,8 Prozent nachgeben. Eine Neubewertung mit "Overweight" der Barclays Bank für Carl Zeiss Meditec (Carl Zeiss Aktie) sorgte für ein Kursplus von 3,8 Prozent.
Gut kam bei Anlegern ein Aktienrückkauf des IT-Dienstleisters Cancom (Cancom Aktie) an. Das Unternehmen will bis zu zehn Prozent des Grundkapitals am Markt kaufen. Der Kurs stieg um sechs Prozent.
Quelle: dpa-AFX
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10.09.25 18:40
#569 DAX
KI-Euphorie, die vom US-Softwarekonzern Oracle ausging, wirkte sich hierzulande nur anfangs bei SAP positiv aus. Letztlich wurden die Titel des Schwergewichtes zur Belastung für den Dax, indem sie klar ins Minus drehten. Anleger wägten außerdem ab zwischen geldpolitischer Hoffnung und geopolitischen Sorgen, die bei deutschen Aktien letztlich überwogen.
Laut Eckhard Schulte von MainSky Asset Management zeigten aktuelle Daten zur Entwicklung der Erzeugerpreise in den USA, dass sich die Tür für einen großen Zinsschritt öffnet. "Diejenigen, die auf den zollbedingten Inflationsausbruch warten, warten vergebens", so der Experte. Er blickt nun gespannt auf die Verbraucherpreise, die am Donnerstag erneut überraschen könnten.
Zurück hielten sich Anleger jedoch angesichts des Abschusses von Drohnen über polnischem Staatsgebiet. Die Drohnen stammen nach polnischen Regierungsangaben aus Russland. Die Regierung in Warschau hat Konsultationen nach Artikel 4 des Nato-Vertrags mit den Verbündeten beantragt. An der Warschauer Börse gerieten die Aktienkurse auch unter Druck.
Vor diesem Hintergrund waren deutsche Rüstungsaktien wieder einmal gefragt. Die Kursgewinne von Renk , Hensoldt und Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) reichten von 1,8 bis 3,3 Prozent. Mit dem Abschuss russischer Drohnen werde aus der Waffennachfrage für einen theoretischen Verteidigungsfall eine dringliche Notwendigkeit zur Beschaffung, schrieb Jens-Peter Rieck von MWB Research.
Oracle sorgte in New York mit einem Kurssprung um mehr als 40 Prozent für Aufsehen. Der Hype um das Wachstum mit Rechenzentren lenkte am Mittwoch auch hierzulande das Interesse auf mögliche Profiteure der Künstlichen Intelligenz (KI). Während SAP zwar mit drei Prozent ins Minus drehten und damit ihren jüngsten Abwärtstrend mit einem Tief seit April fortsetzten, kamen die Nachrichten aus den USA bei Siemens Energy bis zum Schluss besser an. Mit einem Anstieg um 4,6 Prozent waren sie letztlich der Dax-Spitzenreiter noch vor Rheinmetall.
Die Aktien von Siemens Energy profitierten von der Hoffnung, dass der Energietechnik-Konzern mit seiner Produktpalette vom hohen Energiebedarf der notwendigen Rechenkapazitäten profitieren wird. Ein zweiter von der KI-Fantasie angetriebener Wert waren am Mittwoch im MDax die Aktien von Hochtief , die um 4,2 Prozent auf Rekordhoch stiegen. Fantasie gibt es dort für den Aufbau und Betrieb der Rechenzentren.
Ansonsten verteuerten sich Siemens (Siemens Aktie) Healthineers im Dax um 2,2 Prozent. Hier machten erneut Spekulationen um einen Verkauf des Diagnostikgeschäfts die Runde.
Daneben bewegten auch Analystenkommentare im MDax die Kurse. Dort wurden die Titel des Kochboxenversenders Hellofresh von einer Abstufung durch Morgan Stanley mit 6,3 Prozent nach unten gezogen. Eine Neubewertung mit "Overweight" durch die Barclays Bank hievte dagegen Carl Zeiss Meditec mit einem Kursplus von 4,9 Prozent an die Spitze.
Im Nebenwertebereich kam ansonsten noch ein Aktienrückkauf des IT-Dienstleisters Cancom sehr gut an. Das Unternehmen will bis zu zehn Prozent des Grundkapitals am Markt kaufen. Der Kurs wurde davon um fast acht Prozent nach oben getrieben.
Auf europäischer Bühne schloss der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx knapp mit 0,1 Prozent im Minus. In Frankreich, wo nach dem Rücktritt des Premierministers François Bayrou in Sébastien Lecornu ein Nachfolger gefunden wurde, ging der Handel im Cac 40 robust zu Ende. In London schloss der FTSE 100 moderat im Minus und dort lag zuletzt auch der US-Leitindex Dow Jones Industrial . Oracle konnte in New York zumindest den Technologiesektor etwas stützen.
Quelle: dpa-AFX
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11.09.25 09:58
#570 DAX
Impulse für einen Ausbruch des Dax aus der jüngsten Lethargie könnte es am frühen Nachmittag geben. Dann entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) über die Leitzinsen und in den USA stehen Verbraucherpreise auf der Agenda. Eine Zinsänderung wird von der Euro-Notenbank nicht erwartet. Die Anleger schauen vor allem auf die nach vorn gerichteten Aussagen der Präsidentin Christine Lagarde.
Die US-Inflationsdaten am Nachmittag dürften darüber mitentscheiden, wie stark die allgemein erwartete Zinssenkung der US-Notenbank in der kommenden Woche ausfällt. Eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte gilt als sicher. Aber auch einem großen Zinsschritt von 0,50 Punkten wird mittlerweile eine gewisse Wahrscheinlichkeit beigemessen.
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen lag am Morgen mit 0,3 Prozent im Minus bei 30.064 Zählern. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, bewegte sich zum Auftakt kaum.
Bei den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt tat sich wenig. Die Aktien von Heidelberg Materials stiegen an der Dax-Spitze um 1,4 Prozent. Die Bank JPMorgan bekräftigte die Aktien als Favorit in der Baubranche.
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Bei den jüngst gut erholten Aktien von Siemens Energy nahmen Anleger Kursgewinne mit, sie verloren 1,4 Prozent. Vom Tief vom Monatsanfang hatten sie jüngst um gut 14 Prozent zugelegt.
In der zweiten Reihe gaben Aurubis (Aurubis Aktie) um 2,2 Prozent nach. Die Baader Bank senkte die Papiere des Hamburger Kupferproduzenten von "Buy" auf "Add".
Quelle: dpa-AFX
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11.09.25 18:15
#571 DAX
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,5 Prozent fester. An den Börsen in London und Zürich ging es ebenfalls bergauf. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Handelsende 1,3 Prozent fester, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,7 Prozent zulegte. Alle wichtigen New Yorker Indizes markierten neue Bestmarken.
Die EZB beließ ihre Leitzinsen wie allgemein erwartet unverändert. Nach einer Serie von Senkungen hatte sie die Zinsen schon im Juli nicht angetastet - nicht zuletzt wegen des unsicheren Umfelds im Zollstreit mit den USA, wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde damals betonte. Nun hat Europa es mit einer Regierungskrise in Frankreich zu tun. Die Sorge ist groß, dass die Verschuldung der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft außer Kontrolle gerät.
Ihren geldpolitischen Kurs macht die EZB zwar weiterhin von der Wirtschaftsentwicklung abhängig und sieht sich auf keinen Zinspfad festgelegt. Doch "es spricht einiges dafür, dass der Zinssenkungszyklus als abgeschlossen gelten kann", schreibt Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. Denn die Währungshüter rechneten auch für die kommenden Jahre mit Inflationsraten um die von ihnen angestrebten zwei Prozent.
In den USA hat sich die Inflation im August wie erwartet verstärkt. Nur die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, blieb auf dem Vormonatsniveau. Gleichzeitig stiegen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlich stärker als erwartet. Bereits am vergangenen Freitag hatte der monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung einen überraschend schwachen Beschäftigungsaufbau belegt.
Die amerikanische Zollpolitik werde die dortige Inflation weiter auf einem höheren Niveau halten als von der US-Notenbank Fed erwünscht, meint Ökonom James Kightley von der niederländischen Bank ING . Doch deren Fokus liege nun auf dem schwachen Arbeitsmarkt. Daher untermauerten die aktuellen Daten die Erwartung einer moderaten US-Leitzinssenkung in der kommenden Woche.
Die Aktien von Heidelberg Materials zählten am Donnerstag mit plus 2,5 Prozent zu den Favoriten im Dax. Die US-Bank JPMorgan bekräftigte ihre Einschätzung der Titel als Favorit in der Baubranche.
Einmal mehr gefragt waren Rüstungstitel. Im Dax zogen Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) um 2,3 Prozent an, während sich Hensoldt und Renk im MDax um 3,9 beziehungsweise 2,4 Prozent verteuerten. Dazu passte die Meldung, dass der Panzergetriebehersteller Renk seine Produktionskapazität wegen der zunehmenden Nachfrage deutlich steigern will.
Aktien des Übernahmekandidaten Covestro zogen um fast 8 Prozent an. Sie profitierten von einem Medienbericht, dem zufolge der Kaufinteressent Adnoc die Finanzierungskonditionen ändern könnte, um das Plazet der Europäischen Union für den Deal zu sichern.
Dagegen litten die jüngst gut erholten Aktien von Siemens Energy mit minus 1,1 Prozent unter Gewinnmitnahmen. Vom Tief vom Monatsanfang aus hatten sie jüngst um gut 14 Prozent zugelegt.
Im Nebenwerte-Index SDax büßte Schlusslicht LPKF 8,6 Prozent ein und markierte ein Kurstief seit Herbst 2023. Nachrichten zu dem Laser-Spezialisten gab es nicht.
Quelle: dpa-AFX
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12.09.25 10:16
#572 DAX
Der Dax konnte seine moderaten Anfangsgewinne nicht halten und notierte zuletzt nur noch 0,02 Prozent höher bei 23.708 Punkten. Damit deutet sich für den Leitindex ein Wochengewinn von rund einem halben Prozent an. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg am Freitagvormittag um 0,10 Prozent auf 30.177 Zähler. Für den EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone ging es um 0,1 Prozent abwärts.
Am Morgen hatten neue Rekorde an den US-Börsen für etwas Unterstützung gesorgt. Die weiter bestehende Aussicht auf Leitzinssenkungen hatte sowohl den Dow Jones Industrial als auch den marktbreiten S&P 500 und den technologielastigen Nasdaq 100 am Donnerstag auf neue Höchststände getrieben. Inzwischen scheint sogar ein großer Zinsschritt der US-Notenbank um 0,5 Prozentpunkte möglich. Jedenfalls gilt es als ausgemacht, dass die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche ihre Zinsen senkt, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Aus Branchensicht gehörten die Aktien deutscher Autobauer zu den am meisten gemiedenen Werten. So verloren die Papiere von Volkswagen (VW Aktie) , BMW , Mercedes-Benz und Porsche AG zwischen 0,7 und 1,1 Prozent an Wert.
Unter den Einzelwerten fielen Hannover Rück (Hannover Rück Aktie) als Dax-Spitzenreiter mit einem Kursanstieg von 2,8 Prozent auf. Damit stoppten sie zunächst ihren klaren Abwärtstrend seit Anfang August. Zuvor hatte die Großbank UBS die Titel des Rückversicherers von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Die Aktie sei sowohl 2024 als auch seit Anfang 2025 anderen Branchentiteln hinterhergehinkt und nun entsprechend günstig zu haben, schrieb Analyst Will Hardcastle.
Die Anteilsscheine von Siltronic (Siltronic Aktie) setzten sich mit plus 5,1 Prozent an die Spitze des SDax . Damit erholten sich die Aktien des Wafer-Herstellers etwas, nachdem sie tags zuvor auf den tiefsten Stand seit fast neun Jahren abgesackt waren.
Quelle: dpa-AFX
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12.09.25 18:33
#573 DAX
Aus Sicht von Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets hat der Dax eine "gebrauchte Woche" hinter sich. Während die US-Börsen von Zinssenkungsfantasie und überraschend positiven Nachrichten aus dem Technologiesektor auf Rekordhöhen getragen worden seien, trete der Dax auf der Stelle. Hauptgrund dafür sei geopolitische Unsicherheit sowohl im Nahen Osten als auch mit Blick auf das Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum. "Hier lauert einiges Eskalationspotenzial, von dem Anleger ungern auf dem falschen Fuß erwischt werden wollen, sollte es freigesetzt werden", so Molnar.
Marktexperte Andreas Lipkow stellte eine "ausgemachte Tendenz für Gewinnmitnahmen" fest. Vor wichtigen Großereignissen wie der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed in der kommenden Handelswoche scheuten die Anleger das Risiko.
Sinkende Zinsen gelten am Markt bereits als sichere Sache. Unklar ist aber noch, ob die Fed nach schwachen Daten vom heimischen Arbeitsmarkt und erwartungsgemäßen Inflationszahlen möglicherweise einen großen Zinsschritt macht.
Die US-Aktienmärkte legten nach ihrer jüngsten Rekordjagd vor dem Wochenende eine Atempause ein. Zum europäischen Handelsschluss verlor der Dow Jones Industrial rund ein halbes Prozent.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,07 Prozent im Plus mit 5.390,71 Punkten. Der britische FTSE 100 bewegte sich ebenfalls kaum, der Schweizer SMI büßte 0,8 Prozent ein.
Unternehmensseitig schob eine Kaufempfehlung der UBS die zuletzt schwächeren Aktien der Hannover Rück (Hannover Rück Aktie) um 3,6 Prozent an die Dax-Spitze. Laut UBS-Analyst Will Hardcastle hinkte der Rückversicherer jüngst anderen Branchentiteln hinterher, obwohl sich die Ertragsstabilität von Hannover Rück im aktuellen Preisumfeld auszahlen dürfte. Für die Aktien von Munich Re (Munich Re Aktie) ging es derweil zwei Prozent aufwärts.
Die Titel von Nordex litten auch am Freitag unter einer drohenden Verschlechterung politischer Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien in Deutschland. Sie rutschten auf den tiefsten Stand seit Mitte Juli ab und verloren am MDax-Ende letztlich 3,2 Prozent. Für das laufende Jahr steht aber immer noch ein Kursplus von gut 72 Prozent zu Buche.
Die Aktien von Siltronic (Siltronic Aktie) schnellten dank KI-Fantasie als Spitzenreiter im SDax um 7,1 Prozent nach oben. MWB-Analyst Abed Jarad verwies auf den südkoreanischen Chipkonzern SK Hynix , der die Massenproduktion neuer Breitbandspeicherchips für Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz angekündigt habe. Das sei auch für die Erholungsstory von Siltronic entscheidend.
Die Aktien von Eckert & Ziegler profitierten leicht von einer optimistischen Analystenstimme und gewannen 0,4 Prozent. Alexander Galitsa von Hauck Aufhäuser Investment Banking stufte den Strahlen- und Medizintechnikkonzern von "Hold" auf "Buy" hoch. Eine Studie des Pharmaunternehmens Telix im Prostata-Krebsbereich könne die Nachfrage nach bestimmten Generatoren von Eckert & Ziegler steigern.
Quelle: dpa-AFX
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15.09.25 09:53
#574 DAX
Der Dax ist am Montag mit Gewinnen in die neue Woche gestartet. Mangels klarer Impulse von den Märkten in Übersee hielt sich die Kaufbereitschaft aber in Grenzen. Auch wichtige Konjunkturdaten gibt es am Montag noch nicht.
Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn legte der deutsche Leitindex um 0,31 Prozent auf 23.772,31 Punkte zu. Damit blieb er etwa in der Mitte seiner September-Spanne, die bislang von knapp unter 23.500 bis knapp über die 24.000-Punkte-Marke reicht. "Aus charttechnischer Sicht steckt der deutsche Leitindex in einer Konsolidierung knapp unterhalb der 100-Tage-Linie fest", kommentierten die Experten der Schweizer Bank UBS.
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann 0,58 Prozent auf 30.349,77 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,6 Prozent bergauf.
Die Commerzbank (Commerzbank Aktie) sieht die Aktienmärkte vor einer entscheidenden Woche. Zunächst stehe am Dienstag der US-Einzelhandelsumsatz im Fokus, bevor sich die Augen auf die US-Zinsentscheidung am Mittwochabend richteten. Anleger gehen fest davon aus, dass die Notenbank Fed ihren Leitzins senken wird. Einige wenige halten sogar einen großen Zinsschritt um 0,5 Prozentpunkte für möglich.
Laut Charttechnik-Experte Christoph Geyer hält sich der Dax für den schwierigen Monat bislang recht gut, denn immerhin fänden im September die meisten Kursrückgänge und Crashs statt. "Diese bislang stabile Haltung schützt aber nicht davor, dass es noch einmal ungemütlich werden kann, bevor dann im Oktober die Jahresschlussrallye startet", schrieb Geyer in einem Marktkommentar.
Unternehmensseitig gab es zunächst kaum kursbewegende Nachrichten. Im Fokus stand die Rüstungs- und Luftfahrtbranche. Die Aktien von Dax-Spitzenreiter Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) kletterten auf ein Rekordhoch und gewannen zuletzt 2,5 Prozent. Der Rüstungskonzern einigte sich mit der Bremer Werftengruppe Lürssen auf einen Kauf von deren Militärsparte NVL. Damit möchte sich Rheinmetall breiter aufstellen und den Marine-Bereich als zusätzliches Geschäftsfeld erschließen.
Eine Überraschung ist die Transaktion nicht mehr, nachdem schon seit längerem darüber spekuliert worden war. Da beide Seiten Stillschweigen zum Kaufpreis vereinbart haben, sind die finanziellen Auswirkungen des Deals für Rheinmetall Händlern zufolge schwer einzuschätzen. Jefferies-Analystin Chloe Lemarie schätzt diesen derweil ohne Berücksichtigung von Schulden auf 1,5 bis 2 Milliarden Euro. Im Kielwasser von Rheinmetall ging es auch für die zuletzt schwächelnden Titel der Branchenkollegen Hensoldt und Renk im MDax wieder um 2 beziehungsweise 1,5 Prozent bergauf. Alle drei Titel liegen im bisherigen Jahresverkauf in ihren Indizes ganz vorn.
Bei Airbus standen ein Kursplus von 1,2 Prozent sowie einer der vorderen Dax-Plätze zu Buche. Die kanadische Bank RBC hob das Kursziel für die Aktien von 200 auf 220 Euro an und liegt damit nun etwas über dem aktuellen Kurs. Laut Experte Ken Herbert vertraut der Markt zunehmend auf die Unternehmensziele für die kommenden drei Jahre. Medienberichte, wonach der Flugzeugbauer noch 2025 eine Vereinbarung für eine europäische Satelliten-Allianz mit den Rüstungskonzernen Leonardo und Thales erreichen könnte, nannten Börsianer derweil eine Wiederholung früherer Meldungen
Quelle: dpa-AFX
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16.09.25 10:33
#575 DAX
Im Fokus steht die US-Notenbanksitzung, die am Dienstag beginnt und am Mittwoch mit der Zinsentscheidung endet. Dafür könnte es am Dienstag mit den Einzelhandelsdaten aus den USA noch einmal letzte konjunkturelle Impulse geben, die für den geldpolitischen Spielraum von Bedeutung sind. Anleger gehen fest davon aus, dass die Fed erstmals in diesem Jahr ihren Leitzins senken wird. Einige halten sogar einen großen Zinsschritt um 0,5 Prozentpunkte für möglich.
"Die Notenbank bringt den Ball ins Rollen - doch wie schnell er an Fahrt gewinnt, entscheiden Inflation und Konjunktur", bemerkte Marktanalyst Maximilian Wienke von eToro. Entscheidend sei aber nicht die September-Sitzung selbst, sondern die Signale für die Zeit danach. Auf Notenbankchef Jerome Powell laste ein enormer Druck, auch wegen eines Machtkampfs mit US-Präsident Donald Trump. Im Streit um die Entlassung der Fed-Vorständin Lisa Cook hat Trump in der Nacht auf Dienstag vor Gericht einen weiteren Rückschlag erlitten.
Aus Branchensicht waren die Aktien der Versicherer und Banken am wenigsten gefragt. So gehörten die Papiere von Munich Re , Hannover Rück , Allianz (Allianz Aktie) , Deutsche Bank und Commerzbank (Commerzbank Aktie) mit Verlusten zwischen 0,9 und 1,6 Prozent zu den schwächsten Werten im Dax.
Dagegen erklommen die Anteilsscheine von Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) mit 1.983 Euro ein weiteres Rekordhoch und gewannen zuletzt noch 0,7 Prozent. Bestätigte Kaufempfehlungen der Deutschen Bank und des Bankhauses Metzler für den Rüstungstitel könnten neben den anhaltend förderlichen Branchentrends dazu beigetragen haben.
Die Titel von Beiersdorf (Beiersdorf Aktie) litten unter einer gestrichenen Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies und verbilligten sich um 1,4 Prozent. Die Marke Nivea kämpfe mit dem für die Aktie des Konsumgüterherstellers wichtigen Wachstum, begründete David Hayes seine am Dienstag vorliegende Neubewertung der Aktie. Zudem erschienen die Hoffnungen auf Innovationen im laufenden Halbjahr zu optimistisch.
Die Aktien von Atoss Software setzten mit plus 6,1 Prozent zu einem Erholungsversuch an, nachdem die Privatbank Metzler eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatte. Zur Begründung verwies Analyst Oliver Frey auf den Kurseinbruch um ein Drittel in den vergangenen acht Wochen. Die Kurskorrektur bringe für Anleger eine attraktive Chance mit sich. Mit Atoss setzten sie auf ein Unternehmen, das ein starkes Finanzprofil mit einer führenden Position im strukturell wachsenden Markt für Personalmanagement verbinde.
Die seit Mitte Juli um rund 60 Prozent abgestürzten Papiere von Norcom setzten ihre starke Erholung seit Wochenstart mit einem Kursanstieg von 63 Prozent fort. Tags zuvor waren die Titel des IT-Dienstleisters bereits um 88 Prozent hochgeschossen. Fundamentale Nachrichten dafür waren zunächst nicht ersichtlich
Quelle: dpa-AFX



