DAX-Überblick
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neuester Beitrag: 22.04.26 18:02
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| eröffnet am: | 02.09.24 10:59 von: | Highländer49 | Anzahl Beiträge: | 942 |
| neuester Beitrag: | 22.04.26 18:02 von: | Highländer49 | Leser gesamt: | 238834 |
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17.09.25 12:54
#576 DAX
Im Fokus steht die US-Notenbanksitzung, die am Dienstag beginnt und am Mittwoch mit der Zinsentscheidung endet. Dafür könnte es am Dienstag mit den Einzelhandelsdaten aus den USA noch einmal letzte konjunkturelle Impulse geben, die für den geldpolitischen Spielraum von Bedeutung sind. Anleger gehen fest davon aus, dass die Fed erstmals in diesem Jahr ihren Leitzins senken wird. Einige halten sogar einen großen Zinsschritt um 0,5 Prozentpunkte für möglich.
"Die Notenbank bringt den Ball ins Rollen - doch wie schnell er an Fahrt gewinnt, entscheiden Inflation und Konjunktur", bemerkte Marktanalyst Maximilian Wienke von eToro. Entscheidend sei aber nicht die September-Sitzung selbst, sondern die Signale für die Zeit danach. Auf Notenbankchef Jerome Powell laste ein enormer Druck, auch wegen eines Machtkampfs mit US-Präsident Donald Trump. Im Streit um die Entlassung der Fed-Vorständin Lisa Cook hat Trump in der Nacht auf Dienstag vor Gericht einen weiteren Rückschlag erlitten.
Aus Branchensicht waren die Aktien der Versicherer und Banken am wenigsten gefragt. So gehörten die Papiere von Munich Re , Hannover Rück , Allianz (Allianz Aktie) , Deutsche Bank und Commerzbank (Commerzbank Aktie) mit Verlusten zwischen 0,9 und 1,6 Prozent zu den schwächsten Werten im Dax.
Dagegen erklommen die Anteilsscheine von Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) mit 1.983 Euro ein weiteres Rekordhoch und gewannen zuletzt noch 0,7 Prozent. Bestätigte Kaufempfehlungen der Deutschen Bank und des Bankhauses Metzler für den Rüstungstitel könnten neben den anhaltend förderlichen Branchentrends dazu beigetragen haben.
Die Titel von Beiersdorf (Beiersdorf Aktie) litten unter einer gestrichenen Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies und verbilligten sich um 1,4 Prozent. Die Marke Nivea kämpfe mit dem für die Aktie des Konsumgüterherstellers wichtigen Wachstum, begründete David Hayes seine am Dienstag vorliegende Neubewertung der Aktie. Zudem erschienen die Hoffnungen auf Innovationen im laufenden Halbjahr zu optimistisch.
Die Aktien von Atoss Software setzten mit plus 6,1 Prozent zu einem Erholungsversuch an, nachdem die Privatbank Metzler eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatte. Zur Begründung verwies Analyst Oliver Frey auf den Kurseinbruch um ein Drittel in den vergangenen acht Wochen. Die Kurskorrektur bringe für Anleger eine attraktive Chance mit sich. Mit Atoss setzten sie auf ein Unternehmen, das ein starkes Finanzprofil mit einer führenden Position im strukturell wachsenden Markt für Personalmanagement verbinde.
Die seit Mitte Juli um rund 60 Prozent abgestürzten Papiere von Norcom setzten ihre starke Erholung seit Wochenstart mit einem Kursanstieg von 63 Prozent fort. Tags zuvor waren die Titel des IT-Dienstleisters bereits um 88 Prozent hochgeschossen. Fundamentale Nachrichten dafür waren zunächst nicht ersichtlich
Quelle:dpa-AFX
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17.09.25 19:17
#577 DAX
Der deutsche Leitindex gewann 0,13 Prozent auf 23.359,18 Punkte. Zeitweise legte er sogar gut 0,6 Prozent zu, nachdem er am Dienstag auf den tiefsten Stand seit Juni gefallen war. Der am Vortag ebenfalls schwache MDax der mittelgroßen Unternehmen ging 0,39 Prozent höher mit 30.217,38 Zählern aus dem Handel.
An den Finanzmärkten gilt es als ausgemacht, dass die US-Notenbank Fed am Abend erstmals im laufenden Jahr die Zinsen senken wird. Spannend bleibt neben der Frage nach der Größe des Zinsschritts aber auch der Blick nach vorn. "Mit seiner Rhetorik dürfte Fed-Chef Jerome Powell die Weichen für die Aktienkurse der kommenden Wochen und Monate stellen", konstatierte Marktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets.
Marktexperte Marcel Mußler betonte ebenfalls die Wichtigkeit der Wortwahl von Powell: "Stellt die Fed weitere Zinssenkungen in diesem Jahr offensiv in Aussicht oder erinnert sie wieder einmal mahnend daran, dass sie auch der Preisstabilität verpflichtet ist?" Davon werde die Reaktion der Anleger abhängen.
Neben der Fed sorgte auch ein Medienbericht für Zurückhaltung. Der "Financial Times" zufolge verlangt China von seinen Tech-Unternehmen einen Verzicht auf KI-Computerchips des US-Branchenriesen Nvidia . Dieser Schritt würde nicht nur den Streit um Hightech-Chips zwischen China und den USA weiter zuspitzen, sondern auch den KI-Hype etwas dämpfen.
Angesichts dieser Gemengelage ging die jüngste Rekordjagd für die wichtigsten Technologie-Indizes und den marktbreiten S&P 500 an den US-Börsen vorerst nicht weiter. Der Dow Jones Industrial stieg zum europäischen Handelsschluss um fast 0,7 Prozent. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,05 Prozent im Minus mit 5.369,70 Punkten. Beim Schweizer SMI und dem britischen FTSE 100 bewegte sich ebenso kaum etwas.
Am deutschen Aktienmarkt starteten die Aktien von Dax-Schwergewicht SAP (SAP Aktie) nach einer zweimonatigen Talfahrt mit plus 3,2 Prozent einen Erholungsversuch und setzten sich damit an die Index-Spitze. Jefferies-Analyst Charles Brennan betonte am Vorabend, dass er bei den Titeln des Softwarekonzerns mit einer Kurswende rechne.
Puma lagen mit einem Kurssprung von 16,8 Prozent an der MDax-Spitze. Laut dem "Manager Magazin" interessieren sich mit dem Finanzinvestor CVC und dem US-Markenmanagementunternehmen Authentic Brands Group (ABG) zwei Investoren für den von Großaktionär Pinault gehaltenen Anteil des Sportwarenherstellers. Zuletzt gab es bereits Spekulationen über eine Puma-Übernahme durch Adidas (adidas Aktie) .
Die Aktien von Krones büßten am MDax-Ende 5 Prozent ein. Ein Händler bezeichnete den Kapitalmarkttag des Herstellers von Abfüll- und Verpackungsanlagen als insgesamt solide. Allerdings seien erste Signale fürs kommende Jahr enttäuschend gewesen.
Wacker Chemie verloren 0,2 Prozent, nachdem die US-Bank Morgan Stanley die Titel des Chemiekonzerns gleich doppelt abstufte und jetzt ein "Underweight"-Votum ausspricht. Für die Anteilsscheine von Kontron ging es im Nebenwerte-Index SDax dagegen dank eines Lobs des Analysehauses MWB Research um 7 Prozent aufwärts.
Die Papiere von Formycon zogen um 3,5 Prozent an. Der Biosimilar-Hersteller schloss eine weitere Vertriebspartnerschaft für sein Biosimilar zu Bayers Augenmedikament Eylea. Damit winkten Formycon weitere Lizenzzahlungen, sagten Händler.
Mit einem Minus von 2,4 Prozent standen dagegen ProSiebenSat.1 weiter unter Druck. Am Dienstagnachmittag hatte bereits eine Senkung der Jahresziele belastet. Nun stuften mit Oddo BHF und Kepler Cheuvreux gleich zwei Häuser den Medienkonzern ab.
Auch bei Schaeffler hallten Nachrichten vom Vortag mit weiteren Kursgewinnen von 7,4 Prozent nach. Die neuen Mittelfristziele des Auto- und Industriezulieferers kamen am Markt noch immer gut an
Quelle: dpa-AFX
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18.09.25 10:38
#578 DAX
Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed erstmals im laufenden Jahr die Zinsen gesenkt. Damit wirken die Anleger zunächst zufrieden. "Beim Dax kommen die ersten Schnäppchenjäger aufs Parkett", kommentierte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Frankfurter Vermögensverwalter QC Partners. Offensichtlich hätten einige Anleger den Bereich um 23.300 Punkte als ihre Kaufschwelle ausgemacht. Bei seinem Rutsch am Dienstag hatte sich der Dax dort letztlich gefangen. Auch am Mittwoch hielt die Unterstützung in diesem Bereich.
Nach der erwartungsgemäßen Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte stellte die Fed weitere Zinssenkungen in Aussicht - bis zu zwei Zinsschritte nach unten seien 2025 möglich. "Es ist davon auszugehen, dass auf jeder der noch verbleibenden zwei Sitzungen der Leitzins um 25 Basispunkte reduziert wird", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. 2026 könnte nach Fed-Angaben dann noch eine weitere Senkung erfolgen. Laut ING-Experte James Knightley ist der Markt aber von den Fed-Prognosen einer "sanften Landung" der US-Wirtschaft nicht überzeugt und geht derzeit perspektivisch von mehr Zinssenkungen aus.
Am deutschen Aktienmarkt steht am Donnerstag die Abspaltung der Autozuliefersparte Aumovio von Continental (Continental Aktie) als separat an der Börse gelistetes Unternehmen im Fokus. Daher wird der Dax ausnahmsweise kurzzeitig 41 statt 40 Titel enthalten. Diese Anpassung soll die Abbildbarkeit des Index für Anleger gewährleisten. Zum Handelsschluss wird der neue Einzelwert dann wieder aus dem Dax genommen.
Den Aktionären von Continental wurden die neuen Papiere automatisch in ihre Depots gebucht. Für jeweils zwei Continental-Aktien erhalten sie eine Aktie von Aumovio. Der Aktienkurs von Continental lag - unter Berücksichtigung der nötigen Bereinigung wegen der Abspaltung - zuletzt deutlich über dem Vortagsniveau. Der erste Kurs der Titel von Aumovio lag bei 35 Euro - zuletzt fielen sie mit 34,32 Euro etwas davon zurück.
Die Papiere von DWS schafften es mit plus 3,2 Prozent im MDax weit nach vorn. Die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank bereite einen Verkauf des Rechenzentrumsgeschäfts NorthC vor, schrieb die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf informierte Kreise. Dem Bericht zufolge hofft DWS darauf, dass die Sparte im derzeit boomenden Markt für Rechenzentren über zwei Milliarden Euro wert sein könnte. Händler werteten die Nachricht in ersten Einschätzungen positiv, zumal die Datencenter-Nachfrage derzeit sicherlich hoch sei.
Die Aktien von Verve Group setzten ihren Erholungstrend nach der Ankündigung eines weiteren Zukaufs fort. Mit einem Kursplus von 4,9 Prozent zählte die auf die Werbetechnologiebranche spezialisierte Softwareplattform zu den größten Gewinnern im Nebenwerte-Index SDax .
Verve will das Londoner Unternehmen Captify Technologies übernehmen, eine auf Künstlicher Intelligenz basierte Suchmaschinenplattform. Am Dienstagabend hatte das Unternehmen den Kauf des digitalen Lösungsanbieters Acardo bekannt gegeben. Mitte August hatte eine Senkung der Jahresziele Verve ein Kurstief seit Juni 2024 eingebrockt - seitdem geht es mühsam wieder etwas bergauf.
Beim Chemiekonzern BASF (BASF Aktie) sorgte dagegen eine Abstufung der Bank of America für einen Kursrückgang um 1,3 Prozent. Damit belegten die Aktien einen der hinteren Dax-Plätze
Quelle: dpa-AFX
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18.09.25 20:00
#579 DAX
Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed erstmals im laufenden Jahr die Zinsen gesenkt - und zwar wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte. Zudem stellten die Währungshüter für 2025 bis zu zwei weitere Zinsschritte nach unten und für 2026 eine weitere Senkung in Aussicht. Laut ING-Experte James Knightley ist der Markt aber von den Fed-Prognosen einer "sanften Landung" der US-Wirtschaft nicht überzeugt und geht derzeit perspektivisch von mehr Zinssenkungen aus.
Insgesamt habe die Fed zwar geldpolitisch etwas weniger gelockert als von den Optimisten erhofft, aber genau das geliefert, was die Mehrheit hören wollte, kommentierte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. Ökonom Eric Winograd von AllianceBernstein rückte dagegen den politischen Druck auf die Fed in den Vordergrund. US-Präsident Donald Trump baut den Fed-Vorstand um. Die Märkte unterschätzten daher systemische Risiken, mahnte Winograd. Die Gefahr, dass die US-Notenbank ihre Unabhängigkeit verliere, sei real.
Ungeachtet dessen stieg der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,4 Prozent und erreichte ein weiteres Rekordhoch - genau wie der marktbreite S&P 500 und der technologielastige Nasdaq 100 . Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 1,62 Prozent im Plus mit 5.456,67 Punkten. Für den Schweizer SMI und den britischen FTSE 100 ging es moderat aufwärts.
Am deutschen Aktienmarkt waren vor allem Tech-Werte gefragt. Die Branche profitierte neben den sinkenden US-Zinsen auch vom milliardenschweren Einstieg des KI-Chip-Riesen Nvidia beim strauchelnden Branchenkollegen Intel
Dax-Schwergewicht SAP (SAP Aktie) und der Chipkonzern Infineon (Infineon Aktie) zählten daraufhin mit Kursgewinnen von 5,4 beziehungsweise 3,2 Prozent zu den Favoriten im Leitindex. Zalando legten 5,3 Prozent zu und bekamen zusätzlichen Rückenwind von einem millionenschweren Aktienkauf eines Großaktionärs des Online-Modehändlers.
Ansonsten stand die Abspaltung der Autozuliefersparte Aumovio von Continental (Continental Aktie) als separat an der Börse gelistetes Unternehmen im Fokus. Daher enthielt der Dax am Donnerstag ausnahmsweise 41 statt 40 Titel, um die Abbildbarkeit des Index für Anleger zu gewährleisten. Zum Handelsschluss wurde der neue Einzelwert dann wieder aus dem Dax genommen.
Den Aktionären von Continental wurden die neuen Papiere automatisch in ihre Depots gebucht. Für jeweils zwei Continental-Aktien erhalten sie eine Aktie von Aumovio. Der Aktienkurs von Continental lag - unter Berücksichtigung der nötigen Bereinigung wegen der Abspaltung - letztlich 4,5 Prozent über dem Schlusskurs vom Vortag. Der erste Kurs der Aumovio-Aktien lag bei 35 Euro, schlussendlich gingen sie mit 38,62 Euro aus dem Handel.
Die Aktien der Verve Group setzten ihren Erholungstrend nach der Ankündigung eines weiteren Zukaufs fort. Mit einem Kursplus von 7,5 Prozent zählte die auf die Werbetechnologiebranche spezialisierte Softwareplattform zu den größten SDax-Gewinnern.
Dagegen ließ bei Puma die jüngste Übernahmefantasie etwas nach, wie ein Kursrückgang um 2,9 Prozent zeigte. Analysten äußerten sich eher skeptisch zu den Spekulationen über die Pläne der Großaktionärsfamilie Pinault.
MDax-Schlusslicht Krones büßte im Nachgang eines nicht überzeugenden Kapitalmarkttags weitere 4,1 Prozent ein, nachdem die Investmentbank Exane BNP sie auf "Neutral" abgestuft hatte. Die Aktien von BASF litten derweil unter einer Abstufung der Bank of America auf "Underperform", was ihnen ein Minus von 1,2 Prozent einbrachte.
Für Norma ging es um 2,2 Prozent nach oben. Der Autozulieferer und Verbindungstechnikanbieter hat verbindliche Kaufangebote zur Übernahme seines Wassermanagementgeschäfts erhalten. Norma sei mit einer kleinen Anzahl von Bietern in fortgeschrittenen Verhandlungen.
Tui schlossen 0,9 Prozent höher. Der Tourismuskonzern baut künftig mit Omans staatlicher Tourismusgesellschaft Omran eigene Hotels in dem arabischen Land auf. Omran zeichnet zudem neue Tui-Aktien und hält dann 1,4 Prozent an den Hannoveranern.
Quelle: dpa-AFX
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19.09.25 11:31
#580 DAX
Der Dax stieg zuletzt um 0,3 Prozent auf 23.748 Punkte. Damit deutet sich für den Leitindex eine freundliche Wochenbilanz an. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen notierte am Morgen 0,3 Prozent tiefer bei 30.373 Zählern. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,5 Prozent nach oben.
Im Tagesverlauf könnte wegen des Verfalls an den Terminbörsen noch einmal Bewegung in die Märkte kommen. "Der September-Verfall zählt zu den großen vier Verfallterminen des Jahres", betonte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. An diesen Tagen können Aktienkurse und Indizes ohne wesentliche Nachrichten spürbar schwanken, während die Fristen der Anleger zur Verwirklichung von Derivategeschäften ablaufen.
Die Papiere von Scout24 (Scout24 Aktie) reagierten mit einem Kursabschlag von 3,6 Prozent auf einen Zukauf des Immobilienplattform-Betreibers. Scout24 übernimmt die spanischen Online-Immobilienplattformen Fotocasa und Habitaclia. Der Unternehmenswert der Transaktion liegt bei 153 Millionen Euro. Scout24 will die Akquisition über Barmittel und bestehende Kreditlinien finanzieren.
Die Aktien von Ströer litten unter einem gesenkten Ausblick des Werbevermarkters und fielen auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren. Zuletzt notierten sie 3,1 Prozent im Minus. Die gekappten Jahresziele dürften die durchschnittliche Markterwartung für das operative Ergebnis 2025 um fünf Prozent sinken lassen, schätzt JPMorgan-Analyst Marcus Diebel. Langfristig glaubt der Experte aber an die Wachstumschancen des Außenwerbespezialisten.
Der Autozulieferer Stabilus packt den Rotstift aus und streicht 450 Arbeitsplätze. Das Sparprogramm soll die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig sichern. Während die Kosten des Umbaus im laufenden Jahr deutlich am Konzerngewinn zehren, hält Stabilus-Chef Michael Büchsner an seinen Zielen für das Tagesgeschäft fest. An der Börse kamen die Nachrichten schlecht an. Die Titel des Spezialisten für Kofferraum-Gasfedern waren mit minus 5,4 Prozent das Schlusslicht im
Quelle: dpa-AFX
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19.09.25 19:09
#581 DAX
Der sogenannte "große Verfall" von Aktien- und Indexoptionen an den Terminbörsen sorgte für moderate Bewegungen. An den vier Verfallstagen im Jahr können Aktienkurse und Indizes ohne wesentliche Nachrichten spürbar schwanken. Laut Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets sei dieser Termin schon oft ein Wendepunkt gewesen. Gerade im schwächsten Börsenmonat des Jahres dürfte die Nervosität der Anleger daher auch nach dem Wochenende steigen.
Zuletzt ließ sich der Dax von der Euphorie an der Wall Street anstecken, nachdem die US-Notenbank Fed zur Wochenmitte erstmals in diesem Jahr die Zinsen gesenkt hatte. Die Bank of England und Japans Zentralbank hatten ihre Leitzinsen derweil bestätigt. "Die Sitzungen der wichtigsten Notenbanken sind vorbei und die Investoren schauen nun nach vorne in Richtung des vierten Quartals und bereits auf das kommende Börsenjahr 2026", kommentierte Marktbeobachter Andreas Lipkow.
An den US-Börsen ging die Rekordjagd für den technologielastigen Nasdaq 100 weiter. Der Dow Jones Industrial hielt sich zum europäischen Handelsschluss nah an seiner jüngsten Bestmarke leicht im Plus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,03 Prozent höher mit 5.458,42 Punkten. Auch der britische FTSE 100 kam kaum vom Fleck, der Schweizer SMI stieg ein halbes Prozent.
Unter den Einzelwerten zogen am zweiten Handelstag nach der Abspaltung die Kurse des Reifenherstellers Continental (Continental Aktie) und des Autozulieferers Aumovio um 0,9 beziehungsweise 1,2 Prozent an. Mehrere Analysten äußerten sich positiv zu Aumovio, Kaufempfehlungen gab es von der Deutschen Bank und der UBS. Conti will sich auch noch von der Kunststofftechniksparte Contitech trennen. Bereits 2021 hatten die Hannoveraner die Antriebssparte Vitesco abgespalten, die mittlerweile im Schaeffler -Konzern aufgegangen ist.
Die Papiere von Scout24 reagierten mit einem Kursabschlag von 5,9 Prozent auf einen Zukauf des Immobilienplattform-Betreibers. Scout24 übernimmt die spanischen Online-Immobilienplattformen Fotocasa und Habitaclia. Der Unternehmenswert der Transaktion liegt bei 153 Millionen Euro. Am kommenden Montag steigt die Scout24-Aktie vom MDax in den Dax auf, was die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx bereits Anfang des Monats angekündigt hatte.
Die Aktien von Ströer büßten zeitweise gut vier Prozent ein und gingen 0,3 Prozent tiefer aus dem Handel. Der Werbevermarkter hatte seinen Ausblick gesenkt. Die gekappten Jahresziele dürften die durchschnittliche Markterwartung für das operative Ergebnis 2025 um fünf Prozent sinken lassen, schätzt JPMorgan-Analyst Marcus Diebel. Langfristig glaubt der Experte aber an die Wachstumschancen des Außenwerbespezialisten.
Der Autozulieferer Stabilus streicht derweil 450 Arbeitsplätze. Das Sparprogramm setze die Gewinne kurzfristig unter Druck, sorge auf längere Sicht aber für eine bessere Effizienz, schrieb MWB-Analyst Harald Hof. Die Stabilus-Papiere gaben dennoch um 2,8 Prozent nach und gehörten zu den schwächsten Titeln im Kleinwerte-Index SDax .
Gespräche über einen Verkauf des Wassermanagement-Geschäfts kommen bei den Anlegern der Norma Group weiter gut an. Vor dem Wochenende ging es für den Kurs um 5,3 Prozent hoch. Am Vortag berichtete der Hersteller von Verbindungstechnik von fortgeschrittenen Verhandlungen mit einer kleinen Anzahl an Bietern für die Sparte.
Befesa zogen um 2,6 Prozent an. Rückenwind lieferte UBS-Analyst Olivier Calvet, der die Aktien des Recycling-Spezialisten mit "Buy" in die Bewertung aufnahm. Für die Anteilsscheine der DHL Group ging es dagegen um 1,2 Prozent bergab, nachdem die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) den Logistiker unter anderem wegen des weltweiten Zollstreits auf "Hold" abgestuft hatte.
Quelle: dpa-AFX
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22.09.25 10:28
#582 DAX
Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets sprach vom anhaltenden September-Blues des Dax, während die US-Börsen im Nachgang der ersten US-Zinssenkung in diesem Jahr von Rekord zu Rekord eilen. "Während die Investoren in den USA von der geringsten Zahl von Gewinnwarnungen seit einem Jahr ermutigt werden, fürchten sie sich hierzulande vor zahlreichen negativen Überraschungen. Der Dax bleibt in der Handelsspanne, die ihn nun schon seit gut drei Wochen gefangen hält", erklärte Stanzl.
Aus Branchensicht waren wieder einmal die Rüstungswerte überdurchschnittlich stark gefragt. Nachdem russische Kampfjets in den estnischen Luftraum eingedrungen sind, kommt der UN-Sicherheitsrat am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Auch die Nato-Länder sollen Anfang der Woche zu Beratungen wegen des Vorfalls zusammenkommen. Die Titel von Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) legten um 0,9 Prozent zu. Die Branchenkollegen Hensoldt und Renk aus dem MDax gewannen 3,8 beziehungsweise 3,4 Prozent.
Wegen Gewinnwarnungen gerieten die Aktien aus dem VW -Konzernverbund unter Verkaufsdruck. Die Porsche AG geht angesichts neuer milliardenschwerer Belastungen in diesem Jahr von noch weniger Gewinn aus als ohnehin schon. Verbrenner sollen länger im Programm der Volkswagen-Tochter bleiben. Die Papiere der Porsche AG fielen um 7,4 Prozent. Die VW-Vorzüge verloren 7,1 Prozent und die Anteilsscheine der Volkswagen-Mutter Porsche SE 5,8 Prozent.
Die Titel der Porsche AG litten auch unter dem seit diesem Montag vollzogenen Abstieg aus dem Dax, ebenso wie die Aktien des Laborzulieferers Sartorius . Sie wurden ersetzt durch die Papiere des Immobilienplattform-Betreibers Scout24 (Scout24 Aktie) und des Anlagenbauers Gea . Beide Werte gehörten mit Kursgewinnen von 2,8 beziehungsweise 2,9 Prozent zu den Top-Titeln im deutschen Leitindex.
Die Aktien der DHL Group fielen auf den tiefsten Stand seit Mai und büßten zuletzt 1,1 Prozent ein. Zuvor hatte die Bank of America (Bank of America Aktie) die Papiere des Logistikkonzerns von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 41 auf 35 Euro gesenkt
Quelle: dpa-AFX
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22.09.25 10:30
#583 DAX
https://www.finanznachrichten.de/...orius-erholt-dax-ausblick-486.htm
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23.09.25 11:37
#584 DAX
In den USA dämmten der Dow Jones Industrial und der marktbreite S&P 500 ihren bisherigen Rückstand zum Dax im laufenden Jahr weiter ein. Die Indizes der Tech-Börse Nasdaq haben mit plus 18 Prozent inzwischen zum Dax aufgeschlossen. Der deutsche Leitindex wartet seit Mitte Juli auf einen neuen Höchststand, während die US-Börsenbarometer etwa zur gleichen Zeit mit ihrer Rekordjagd begannen.
Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets sieht die relative Stabilität des deutschen Leitindex durchaus positiv: "Der Umstand, dass der Dax trotz saisonaler Schwäche nicht stärker fällt, spricht für innere Stärke. Das Zeitfenster für eine Herbstkorrektur, die man durch die Saisonalität erklären könnte, schließt sich langsam, aber sicher."
Die Aktien aus dem Volkswagen-Konzernverbund erholten sich etwas von den deutlichen Vortagesverlusten. So stiegen die Titel des Sportwagenbauers Porsche AG um 2,8 Prozent, die VW-Vorzugsaktien um 1,8 Prozent und jene der Konzernholding Porsche SE um 2,0 Prozent. Tags zuvor hatten die drei Anteilsscheine unter Gewinnwarnungen gelitten und bis zu 8,2 Prozent verloren.
Die Papiere der Commerzbank (Commerzbank Aktie) reagierten als Dax-Schlusslicht mit minus 2,4 Prozent auf eine Analystenstudie. Das Analysehaus Keefe, Bruyette & Woods hatte die Papiere bei einem Kursziel von 32 Euro von "Market Perform" auf "Underperform" abgestuft. Analyst Tom Hallett rechnet zwar mit deutlichen Gewinnsteigerungen des Geldhauses, sieht dies im Aktienkurs aber bereits großteils eingepreist.
Die Tui-Aktie verteuerte sich als bester MDax-Wert um 3,2 Prozent, nachdem der Reisekonzern über die aktuelle Buchungslage informiert hatte. Bernstein-Analyst Richard Clarke wertete es in einer ersten Reaktion als ermutigend, dass Tui offenbar gut in die Wintersaison gestartet sei. Für beide Saisonzeiten vermeldete Tui steigende Preise und hält sich auf dieser Basis für gut positioniert, das operative Gewinnziel für ddas laufende Geschäftsjahr zu erreichen.
Die Anteilsscheine von Grenke profitierten von einer Hochstufung durch die Investmentbank Oddo BHF und gewannen an der SDax-Spitze 7,0 Prozent an Wert. Eine höhere Effizienz dürfte ab 2026 die Gewinndynamik des IT-Leasingspezialisten ankurbeln, schrieb Analyst Roland Pfänder und lobte die finanzielle Solidität des Unternehmens
Quelle: dpa-AFX
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23.09.25 19:27
#585 DAX
Dem Dax fehle die Kraft für einen entscheidenden Ausbruch, kommentierte Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades. Dies könne die Nervosität der Anleger erhöhen und zu weiteren Gewinnmitnahmen führen. Dass der Leitindex trotz saisonaler Schwäche nicht stärker fällt, spricht aus Sicht von Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets allerdings für seine innere Stärke. Das Zeitfenster für eine Herbstkorrektur schließe sich langsam, aber sicher.
Dass der Dax aktuell nicht mit den rekordhohen US-Börsen mithalten kann, begründete Stanzl mit den wenigen Technologieaktien im Leitindex. Diese seien gerade besonders gefragt. Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners nannte außerdem den starken Euro, das fehlende Vertrauen in die zukünftige Entwicklung der deutschen Wirtschaft und die angespannte Haushaltslage in Frankreich als Gründe dafür, dass internationale Investoren derzeit eher einen Bogen um die Eurozone machten.
An der Wall Street stellten der marktbreite S&P 500 und der Dow Jones Industrial am Dienstag neue Bestmarken auf. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,56 Prozent im Plus mit 5.472,39 Punkten. Der britische FTSE 100 bewegte sich kaum und der Schweizer SMI gab leicht nach.
Auf Unternehmensseite trieben Investitionen des US-Chipkonzerns Nvidia von bis zu 100 Milliarden US-Dollar in den ChatGPT-Entwickler OpenAI die Aktien deutscher Halbleiterwerte an. Infineon (Infineon Aktie) verteuerten sich um 2,4 Prozent und Aixtron um 4,4 Prozent. Unter den Nebenwerten im SDax zählten Siltronic (Siltronic Aktie) mit Kursgewinnen von 3,9 Prozent zu den größten Profiteuren.
Die Papiere aus dem Volkswagen-Konzernverbund erholten sich etwas von den deutlichen Vortagesverlusten. So stiegen die Titel des Sportwagenbauers Porsche AG um 2,3 Prozent, die VW-Vorzugsaktien um 3,1 Prozent und jene der Konzernholding Porsche SE um 2,5 Prozent. Tags zuvor hatten die drei Anteilsscheine unter Gewinnwarnungen gelitten und bis zu 8,2 Prozent verloren.
Henkel gaben am Dax-Ende 2,6 Prozent nach. Händler verwiesen als Belastung auf Aussagen bei einem sogenannten Pre-close-Call, einer Informationsveranstaltung für Analysten zum Quartalsende. Der Konsumgüterkonzern wird am 6. November Quartalszahlen vorlegen.
Aktien von Lanxess (Lanxess Aktie) reagierten mit einem Kurssprung von 9 Prozent auf Pläne zum Verkauf der Anteile an Envalior. Der Chemiekonzern will sich komplett von seinem Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen trennen. Ein Basis-Kaufpreis von rund 1,2 Milliarden Euro sei vertraglich vereinbart.
Die Tui-Aktien legten um 2,8 Prozent zu, nachdem der Reisekonzern über die aktuelle Buchungslage informiert hatte. Bernstein-Analyst Richard Clarke sprach von einem guten Start in die Wintersaison. Für beide Saisonzeiten vermeldete Tui steigende Preise und hält sich auf dieser Basis für gut positioniert, das operative Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen.
Die Titel der Norma Group sackten nach dem nun vollzogenen Verkauf der Wassersparte um 11,1 Prozent ab. Ein Händler sprach von Gewinnmitnahmen nach zuletzt gutem Lauf, außerdem wirke sich der Verkauf negativ auf die operative Marge aus.
Die Anteilsscheine von Grenke profitierten von einer Hochstufung durch die Investmentbank Oddo BHF auf "Outperform" und gewannen 3,9 Prozent an Wert. Derweil büßten die Aktien der Commerzbank (Commerzbank Aktie) 1,9 Prozent ein, nachdem das Analysehaus Keefe, Bruyette & Woods das Geldhaus auf "Underperform" abgestuft hatte
Quelle: dpa-AFX
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24.09.25 10:29
#586 DAX
Mit dem anhaltenden Pendeln um die Marke von 23.600 Punkten bleibt der deutsche Leitindex auf Richtungssuche und auch unter der 21-Tage-Linie, deren Überqueren ein kurzfristig positives charttechnisches Signal senden würde. Seit Ende August ist ihm dies aber nicht mehr gelungen.
Von der Wall Street kommen zunächst keine positiven Impulse mehr, denn die US-Börsen mussten am Vorabend ihrer jüngsten Rekordjagd etwas Tribut zollen. Laut den Experten der NordLB haben zurückhaltende Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell zur künftigen Geldpolitik in New York die Kurse unter Druck gesetzt. Von Gewinnmitnahmen war die Rede.
Hierzulande sind die Blicke auf das Ifo-Geschäftsklima gerichtet. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September überraschend eingetrübt. Das ist ein schwaches Signal für die Lage der Wirtschaft in der größten Volkswirtschaft der Eurozone.
Einmal mehr stehen die deutschen Rüstungswerte mit deutlichen Gewinnen im Fokus. Fehlende Verhandlungsbereitschaft des Kreml im Ukraine-Krieg und Verletzungen des Nato-Luftraums durch Russland haben nach Angaben der US-Regierung auch bei US-Präsident Donald Trump eine Kehrtwende ausgelöst. Unter anderem hatte er sich für den Abschuss russischer Flugzeuge in Nato-Territorium ausgesprochen und sich optimistisch zu den Siegchancen der Ukraine im Krieg mit Russland geäußert.
Die Aktien von Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) zogen an der Dax-Spitze um 2,0 Prozent an und nähern sich damit wieder ihrem Rekord von Mitte September. Die Papiere von Renk und Hensoldt verteuerten sich um 3,6 beziehungsweise 4,0 Prozent.
Die Anteilsscheine von Lanxess (Lanxess Aktie) waren mit einem Kursabschlag von 4,9 Prozent schwächster MDax-Wert. Zuvor hatte Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) Research die Aktien des Spezialchemiekonzerns von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 27 auf 23 Euro gesenkt. Die Kölner seien der beste Chemiewert des Jahres, ein wichtiger Kurstreiber sei nun aber vom Tisch, während massive Ergebnisrisiken durch schrumpfende Absatzvolumina blieben, begründete Analyst Tristan Lamotte die Neubewertung.
Die Titel von Evonik büßten 2,4 Prozent ein, nachdem Deutsche Bank Research die Papiere von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 22 auf 16 Euro reduziert hatte. Analystin Virginie Boucher-Ferte schraubte ihre Ergebnisschätzungen für den Spezialchemiekonzern ab dem zweiten Halbjahr 2025 deutlich nach unten. Sie begründete dies mit zyklischem und strukturellem Gegenwind.
Die Aktien von SFC Energy profitierten von weiteren Bestellungen und stiegen um 3,7 Prozent auf den höchsten Stand seit April. Anfang August waren die Papiere nach einer überraschenden Gewinnwarnung des beim Brennstoffzellen-Anbieters in der Spitze um fast ein Drittel abgestürzt
Quelle: dpa-AFX
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24.09.25 19:14
#587 DAX
Quelle: dpa-AFX
Zur Wochenmitte gewann der Dax 0,23 Prozent auf 23.666,81 Punkte und rang zeitweise abermals mit der 21-Tage-Chartlinie als Indikator für den kurzfristigen Trend, ohne sie letztlich hinter sich zu lassen. Der MDax stieg um 0,15 Prozent auf 30.309,84 Punkte. Laut Marktbeobachter Andreas Lipkow zeichne sich eine immer weiter abnehmende Kaufneigung ab, zudem fehle es an Impulsen.
Für einen Dämpfer sorgte das Ifo-Geschäftsklima, welches sich im September erstmals seit einem halben Jahr unerwartet eintrübte. "Das ist ein ernüchternder Realitätscheck", schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Von konjunktureller Erholung könne keine Rede sein. Die zunehmenden Handelskonflikte und die geopolitischen Unsicherheiten seien eine Belastung für die deutsche Exportwirtschaft.
An der Wall Street ging die jüngste Rekordjagd vorerst nicht weiter. Zum europäischen Handelsschluss bewegte sich der Dow Jones Industrial kaum. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,14 Prozent im Minus mit 5.464,56 Punkten. Der britische FTSE 100 legte moderat zu, während der Schweizer SMI ein Prozent abrutschte.
Nach einer Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump waren erneut Rüstungswerte gefragt. Trump zeigte sich von Kremlchef Wladimir Putin enttäuscht, sprach sich für den Abschuss russischer Flugzeuge in Nato-Territorium aus und sieht die Siegchancen der Ukraine im Krieg mit Russland nun optimistischer. Die Aktien von Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) zogen um 3,5 Prozent an. Die Papiere von Renk und Hensoldt verteuerten sich um jeweils acht Prozent.
Ein skeptischer Branchenkommentar der Deutschen Bank hinterließ bei den Chemiewerten Spuren. Die Aktien von Lanxess rutschten nach einer gestrichenen Kaufempfehlung um 6,6 Prozent ab. Evonik verloren 2,6 Prozent, ebenfalls wegen einer Abstufung. Die Papiere von BASF (BASF Aktie) büßten ein Prozent ein und jene des Chemikalienhändlers Brenntag (Brenntag Aktie) 0,2 Prozent.
Die Autowerte drehten nach schwachem Start zur Wochenmitte ins Plus. Im Dax gewannen Volkswagen (VW Aktie) , BMW und Mercedes-Benz bis zu 1,4 Prozent. Zunächst belastete der Vielmarkenkonzern Stellantis die Branche, nachdem der Konzern wegen der Absatzkrise vorübergehende Werksschließungen angekündigt hatte. Schließlich sorgte die offizielle Verkündung der US-Einfuhrzölle auf Autos aus der EU für bessere Laune. Diese wurden, wie zuvor vereinbart, rückwirkend zum 1. August auf 15 Prozent reduziert.
Ein weiterer Aktienrückkauf der Commerzbank trieb die Aktien an der Dax-Spitze um 4,4 Prozent nach oben. Das Geldhaus will bis Mitte Februar 2026 bis eine Milliarde Euro für den Kauf eigener Aktien ausgeben. Mit dem danach geplanten Einzug der Papiere würde die Beteiligung der italienischen Großaktionärin Unicredit steigen, die jetzt schon direkt und über Finanzinstrumente rund 29 Prozent der Anteile hält. Ab 30 Prozent müssten die Italiener ein Übernahmeangebot für die übrigen Commerzbank-Aktien abgeben.
Bei Gerresheimer nimmt die Talfahrt wegen schlechter Nachrichten kein Ende. Die Finanzaufsicht Bafin prüft den Geschäftsbericht des Verpackungsherstellers. Es gebe konkrete Hinweise, dass Gerresheimer gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen habe. Das Unternehmen sagte seine Kooperation zu, um den Sachverhalt zu klären und vertrat die Auffassung, korrekt bilanziert zu haben. Die Aktie sackte um bis zu 38 Prozent auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2010 ab und ging schlussendlich 15,4 Prozent tiefer aus dem Handel.
Die Investmentbank Exane BNP stufte die Papiere von Bechtle von "Underperform" gleich doppelt auf "Outperform" hoch, was ihnen ein Kursplus von 3,8 Prozent bescherte. Cancom profitierten dagegen nicht nachhaltig von einer Hochstufung auf "Neutral", die Aktien gaben 0,6 Prozent nach. Analyst Martin Jungfleisch zeigte sich in einer Studie optimistischer für die beiden IT-Dienstleister.
Die Aktien des Brennstoffzellen-Anbieters SFC Energy zogen dank weiterer Bestellungen eines kanadischen Öl- und Gasproduzenten um 2,2 Prozent an. Die Anteilsscheine von Amadeus Fire erholten sich derweil um 1,8 Prozent, nachdem der Personaldienstleister den Kauf der E-Learning-Plattform Masterplan ankündigte
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25.09.25 14:24
#588 DAX
Der Dax vergrößerte am Mittag sein Minus auf zuletzt 0,9 Prozent bei 23.447 Punkten. Auslöser war die Nachricht, dass die EU-Kommission Ermittlungen gegen den Softwarekonzern SAP (SAP Aktie) aufgenommen hatte, dessen Aktie mit Abstand am schwersten im deutschen Leitindex gewichtet ist. SAP-Aktien gaben zuletzt um rund zwei Prozent nach.
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Mittag 0,4 Prozent auf 30.183 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,5 Prozent abwärts.
Die Anleger warteten auf die am Nachmittag anstehenden Konjunkturdaten aus den USA, bemerkte Marktexperte Andreas Lipkow. Veröffentlicht werden unter anderem die Auftragseingänge langlebiger Güter für August, das aktualisierte Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal, die Handelsbilanz für August sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.
Nach den jüngsten Profitabilitäts- und Nachfragesorgen der Autoindustrie hat die Branche am Donnerstag an ihre leichte Vortageserholung angeknüpft. Positive Impulse lieferten die EU-Zulassungszahlen für August. Die Papiere von Volkswagen (VW Aktie) , BMW , Mercedes-Benz und Porsche AG verzeichneten Kursgewinne zwischen 0,2 und 1,0 Prozent.
Aktien aus dem Medizintechnikbereich gerieten wegen Zollsorgen unter Druck. Verwiesen wurde auf eine Mitteilung des US-Handelsministeriums, wonach seit Anfang September höhere Abgaben auf Importe bestimmter Medizinprodukte geprüft werden. So fielen die Titel von Siemens Healthineers als schwächster Dax-Wert um 4,6 Prozent. Im MDax gaben Carl Zeiss Meditec (Carl Zeiss Aktie) um 2,8 Prozent nach. Sartorius , Qiagen , Fresenius (Fresenius Aktie) und Fresenius Medical Care aus dem Dax erwischte es mit Abgaben von bis zu 2,2 Prozent ebenfalls.
Der zuletzt gute Lauf von Siemens Energy ging am Donnerstag mit Gewinnmitnahmen zu Ende. Nach einem sehr optimistischen Kursziel eines Analysten zunächst noch höher gestartet, drehte der Kurs des Energietechnik-Konzerns auf seinem Hoch seit Mitte August bei exakt 100 Euro ab. Zuletzt sackte er um 3,7 Prozent ab. Vorerst zeigte sich die Aktie aber an der 50-Tage-Linie stabilisiert. Diese ist ein beliebter Indikator für den kurz- bis mittelfristigen Trend.
Zahlen und Ausblick von KWS Saat ließen die Papiere zuletzt um 1,9 Prozent fallen. Der Saatguthersteller verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen sinkender Anbauflächen einen Umsatz auf Vorjahresniveau und einen Ergebnisrückgang (Ebitda) von gut 13 Prozent. Analyst Konstantin Wiechert von der Baader Bank monierte, dass die Ergebniskennziffern die Erwartungen klar verfehlt hätten. In den kommenden Jahren soll sich das Wachstum aber beschleunigen. Bereits am Vortag hatte KWS eine Dividendenerhöhung um 25 Prozent vorgeschlagen.
Der Biokraftstoff-Hersteller Verbio verbuchte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 einen operativen Verlust, verglichen mit einem Vorjahresgewinn. Dies sei maßgeblich beeinflusst worden durch gesunkene Gewinnspannen für Bioethanol und Biomethan, hieß es. Damit seien die vorab veröffentlichten Eckdaten bestätigt worden, bemerkte Jefferies-Analyst Constantin Hesse. Der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr entspreche den Erwartungen. Der Aktienkurs drehte nach zunächst deutlichem Gewinn zuletzt ins Minus
Quelle: dpa-AFX
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25.09.25 18:07
#589 DAX
Das Börsenbarometer schloss letztlich am Abend mit 0,56 Prozent im Minus bei 23.534,83 Punkten. Damit beendete der Dax den Handel rund 150 Zähler über seinem Tagestief. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,91 Prozent auf 30.034,59 Punkte.
Seit nun schon rund einem Monat ist der Dax auf Richtungssuche. Laut Börsenkennern blieben am Donnerstag viele Anleger auch in Haltestellung, da in den USA vor dem Wochenende wichtige Inflationsdaten erwartet werden. Marktbeobachter Andreas Lipkow sprach deshalb von einem eher dünnen Handelsvolumen.
"Die Richtungssuche geht weiter", konstatierte derweil Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. Solange nicht klar sei, wohin die Reise gehe, hielten sich Käufer und Verkäufer zurück. Auch in den USA notierten die wichtigsten Indizes zum hiesigen Handelsschluss leicht im Minus.
Quelle: dpa-AFX
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26.09.25 10:18
#590 DAX
Die Gewinne reichten aus, um dem Dax eine mehr oder weniger ausgeglichene Wochenbilanz zu bescheren. Allerdings gelang es dem Leitindex weiterhin nicht, über die derzeit abwärts gerichtete 21-Tage-Linie zurückzukehren, was den kurzfristigen Trend aufhellen würde. So bleibt er in seiner zähen Konsolidierung seit dem Rekordhoch Mitte Juli. In New York hatten die wichtigsten Indizes am Vorabend weiterhin ihre vorherige Rekordjagd konsolidiert.
Die Dax-Gewinne fußten am Freitag unter anderem auf Kursgewinnen beim Schwergewicht Siemens (Siemens Aktie) , dessen Aktien sich um 2,1 Prozent von ihrem Tief seit Anfang August erholten. In anderen Branchen wie etwa bei Lastwagenbauern jedoch zeigten sich neue Zollsorgen, nachdem US-Präsident Donald Trump erhöhte Abgaben ankündigte.
Quelle: dpa-AFX
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26.09.25 19:17
#591 DAX
Zum europäischen Handelsschluss notierte der Dow Jones Industrial 0,4 Prozent höher. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 1,0 Prozent bei 5.499,70 Punkten. Der britische FTSE 100 legte um rund 0,8 Prozent zu und der Schweizer SMI befestigte sich um knapp 0,5 Prozent.
In den USA stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im August etwas stärker als erwartet. Auch die privaten Einkommen kletterten deutlicher als prognostiziert. Der PCE-Deflator der persönlichen Konsumausgaben, eine Kennzahl zur Preisentwicklung, stieg dagegen erwartungsgemäß, wie die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden.
Die Marktteilnehmer seien nicht enttäuscht worden, bemerkte Marktexperte Andreas Lipkow. "Die PCE-Kernrate signalisiert einen gleichbleibenden Preistrend und gibt der US-Notenbank Raum für weitere Zinssenkungen", so Lipkow.
Die Dax-Gewinne fußten am Freitag unter anderem auf einem Kursgewinn des Schwergewichts Siemens (Siemens Aktie) von 2,2 Prozent. Damit erholten sich die Papiere des Technologiekonzerns von ihrem Tief seit Anfang August. Händler verwiesen auf Aussagen in einem Briefing zu den im November erwarteten Zahlen. Aus diesem sei hervorgegangen, dass das vierte Geschäftsquartal besser ausfallen werde als das vergangene Jahresviertel. Außerdem hieß es, dass der Konzern weiterhin darauf hinarbeite, seine Mehrheitsbeteiligung an Siemens Healthineers zu veräußern.
In anderen Branchen wie etwa bei den Lastwagenbauern belasteten neue Zollsorgen, nachdem US-Präsident Donald Trump erhöhte Abgaben ankündigt hatte. Die Anteile von Daimler (Daimler Aktie) Truck büßten 1,8 Prozent ein, jene der VW-Tochter Traton verloren 2,6 Prozent. Anders als für europäische Autos, deren Import-Abgaben rückwirkend zum 1. August auf 15 Prozent gesenkt wurden, sollen auf große, schwere Lastwagen ab Oktober US-Zölle in Höhe von 25-Prozent verhängt werden.
Auf Einfuhren von Arzneimitteln in die USA wurden sogar Zölle von 100 Prozent angekündigt. Die Ankündigung steht im Widerspruch zu den bisherigen Handelsabsprachen zwischen den USA und der EU, die eine Zollobergrenze von 15 Prozent vorsieht. "Trump schwingt mal wieder den Zollhammer", schrieb der Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von RoboMarkets. Aktien deutscher Pharmakonzerne zeigten sich aber gelassen: Die Titel von Bayer (Bayer Aktie) endeten kaum verändert, jene der Merck KGaA (Merck KGaA Aktie) legten um 0,4 Prozent zu.
Die Stahlwerte Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) und Salzgitter gewannen 3,6 beziehungsweise 5,2 Prozent. Die Europäische Union scheine neue protektionistische Maßnahmen zu planen, schrieben die Helaba-Experten mit Blick auf einen "Handelsblatt"-Bericht. Darin ist unter Bezugnahme auf Brüsseler Beamte von "weitreichenden Schutzzöllen von über 25 bis 50 Prozent gegen chinesischen Stahl und daraus hergestellte Produkte" die Rede.
Aktien der Lufthansa verteuerten sich um 1,6 Prozent. Die Frankfurter wollen offenbar einige Tausend Stellen streichen, um Kosten zu senken, wie die Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX am Freitag aus Unternehmenskreisen erfuhren. Lufthansa-Sprecher wollten sich zu den Berichten nicht äußern. Genaueres wird auf dem Kapitalmarkttag am Montag (29. September) erwartet. Dann will der Lufthansa-Vorstand um Konzernchef Carsten Spohr neue Mittelfristziele für die kommenden Jahre vorstellen.
Quelle: dpa-AFX
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29.09.25 09:58
#592 DAX
https://www.finanznachrichten.de/...w-rutscht-ab-dax-ausblick-486.htm
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29.09.25 09:59
#593 DAX
Ende vergangener Woche hatte es der Dax über die zuletzt immer wieder erfolglos angelaufene 21-Tage-Durchschnittslinie geschafft. Diese beschreibt den kurzfristigen Trend. Damit machte das Börsenbarometer den Anlegern wieder etwas Hoffnung auf ein Ende seiner zuletzt zähen Konsolidierung.
Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg um 0,37 Prozent auf 30.098 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,17 Prozent bergauf.
Quelle: dpa-AFX
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30.09.25 10:06
#594 DAX
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,13 Prozent auf 30.078 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,22 Prozent abwärts.
An der Wall Street hatte am Montag ein zwischenzeitlich deutlicherer Vorstoß zurück Richtung Rekord letztlich an Kraft verloren. Über dem Markt schwebt das Damoklesschwert "Shutdown" - denn ohne eine Einigung im US-Kongress in letzter Minute droht ab Mittwoch ein Stillstand der Arbeit in US-Regierungsbehörden. Im Kongress muss eine Einigung zum Haushalt erzielt werden, damit frisches Geld fließen kann. Dafür sind Stimmen der Demokraten nötig.
"Auch wenn drohende Haushaltssperren in der Vergangenheit meistens in letzter Sekunde abgewendet werden konnten, kann nicht garantiert werden, dass es auch dieses Mal so kommt", schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Wer unsicher sei, kaufe Gold (Goldkurs). Das Edelmetall setzte denn auch am Dienstag seine Rekordjagd beschleunigt fort.
Quelle: dpa-AFX
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30.09.25 18:16
#595 DAX
Sowohl im September als auch im dritten Quartal trat der deutsche Leitindex damit zwar fast auf der Stelle. Im bisherigen Jahresverlauf steht er aber 20 Prozent im Plus. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Dienstag 0,50 Prozent auf 30.267,49 Punkte.
In Europa legten die Kurse ebenfalls zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verabschiedete sich 0,4 Prozent höher. In London und mehr noch in Zürich ging es ebenfalls bergauf. Am US-Aktienmarkt standen die wichtigsten Indizes zum europäischen Handelsende hingegen moderat in der Verlustzone.
Wegen des möglichen Arbeitsstillstands der US-Regierungsbehörden "bereiten sich die Märkte auf eine mögliche Verzögerung wichtiger Wirtschaftsdaten vor, darunter auch der am Freitag erwartete Arbeitsmarktbericht", schrieb Blerina Uruci, US-Chefvolkswirtin beim Finanzdienstleister T. Rowe Price. Komme es zum Shutdown, könnte die datenabhängige US-Notenbank Fed gezwungen sein, ihre Geldpolitik auf weniger umfassende Arbeitsmarkt-Indikatoren wie den Monatsbericht des Dienstleister ADP für die Privatwirtschaft sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zu stützen.
Drohende Haushaltssperren seien meistens in letzter Sekunde abgewendet werden, erinnerte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Doch es "kann nicht garantiert werden, dass es auch dieses Mal so kommt". Wer unsicher sei, kaufe Gold (Goldkurs). Das Edelmetall hatte denn auch am Dienstag seine Rekordjagd zwischenzeitlich beschleunigt fortgesetzt. Die Marktbeobachter der UBS betonten indes - ähnlich wie zuletzt schon andere Experten -, Shutdowns hätten in der Vergangenheit keinen dauerhaften Kurseinfluss gehabt.
Überraschend hohe Inflationsdaten aus Deutschland dämpften Ökonomen zufolge zwar die Erwartungen an Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank. Die Märkte ließ das aber ähnlich kalt wie Konjunkturnachrichten aus den Vereinigten Staaten.
Am deutschen Aktienmarkt stach Hornbach Holding mit einem Kursrückgang um 5 Prozent heraus. Damit waren die Aktien Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax . Die Muttergesellschaft der Baumarktkette Hornbach steigerte zwar den Umsatz im zweiten Geschäftsquartal weiter. Allerdings belasteten höhere Personalkosten das Ergebnis. Die Erlös- und Gewinnkennziffern blieben Händlern zufolge hinter den Erwartungen zurück.
Für MDax-Schlusslicht Lufthansa (Lufthansa Aktie) ging es um 7,1 Prozent bergab. Die Aktien büßten somit die Gewinne der vergangenen Tage komplett ein. Schon zu Wochenbeginn hatte die Vorstellung ambitionierter mittelfristiger Ziele letztlich kaum noch gestützt. Am Dienstag rutschten die Akten dann ab - und das schon, bevor das positive Abstimmungsergebnis der Lufthansa-Piloten über einen möglichen Streik bekannt geworden war.
An der Indexspitze hingegen zogen die Papiere von Puma nach einer mehrtägigen Schwächephase um 4,6 Prozent an. Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas (BNP Paribas Aktie) hatte ihre negative Einschätzung aufgegeben. Analyst Warwick Okines sieht den Sportwarenhersteller in einer Sondersituation. Die Trendwende könnte zwar schwieriger werden als beim Rivalen Adidas (adidas Aktie) . Es komme jedoch auch mögliches Übernahmeinteresse ins Spiel.
Auto1 gewannen 2,9 Prozent. Der Gebrauchtwagenhändler hatte eine Ausweitung seiner Aufbereitungskapazitäten um drei Standorte in Italien, Österreich und den Niederlanden gemeldet.
Quelle: dpa-AFX
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01.10.25 10:19
#596 DAX
Der MDax mit den mittelgroßen Unternehmen fiel um 0,22 Prozent auf 30.202 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,24 Prozent bergab.
Nach Ablauf der Frist für einen Übergangshaushalt stehen die Regierungsgeschäfte in den USA teilweise still. Republikaner und Demokraten im Kongress konnten sich in der Nacht zu Mittwoch vor Mitternacht (Ortszeit/06.00 Uhr MESZ) nicht auf eine Brückenfinanzierung einigen, weswegen der "Shutdown" in Kraft trat. Die Demokraten und Republikaner schoben sich jeweils gegenseitig die Schuld dafür zu.
"Als Resultat des 'Shutdowns' könnte der Arbeitsmarktbericht am Freitag nicht pünktlich erscheinen", schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Das seien Daten, auf die man in New York und Frankfurt angesichts der hohen Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank sehnlichst warte. "Nimmt man den Investoren diese Daten, wenn auch nur für wenige Tage, bringt man Traditionen aus dem Rhythmus, und Unsicherheit macht sich breit", fuhr der Experte fort. Unsicherheit wiederum äußere sich in den Kursen oft durch höhere Schwankungen.
Mit Blick auf einzelne Sektoren schnellten europaweit und auch hierzulande Pharmawerte in die Höhe. Sie profitierten von einem Deal zwischen der US-Regierung und Pfizer . Diese hatte sich am Vortag mit dem Konzern auf günstigere Medikamente im Rahmen des staatlichen Gesundheitsprogramms Medicaid geeinigt. Nach Darstellung von Präsident Donald Trump sollen weitere Vereinbarungen mit anderen Pharmagesellschaften folgen.
Branchenexperte Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan sieht den Deal positiv - mit entsprechender Strahlwirkung für den gesamten Sektor. Er sollte zeigen, dass die Konzerne mit Trumps Plänen gut zurechtkommen.
An der Dax-Spitze schnellten Merck KGaA (Merck KGaA Aktie) um gut fünf Prozent in die Höhe. Bayer (Bayer Aktie) legten ebenfalls klar zu, drehten aber zunächst an der Charthürde von 29 Euro wieder ab. Zuletzt stand noch ein Plus von mehr als ein Prozent zu Buche. Sartorius sprangen im MDax um 7,5 Prozent nach oben.
Die Anteilsscheine der Beteiligungsgesellschaft Mutares stiegen im Nebenwerte-Index SDax um gut ein Prozent. Das zum Portfolio gehörende Unternehmen Magirus erwirbt die im Verteidigungsbereich aktive Achleitner Fahrzeugbau GmbH.
Quelle: dpa-AFX
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01.10.25 19:31
#597 DAX
Auch in Europa jagte der US-Shutdown den Anlegern keine Angst ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,9 Prozent fester. In London und mehr noch in Zürich standen ebenfalls klare Gewinne zu Buche. Dagegen verzeichneten die New York Börsen nur bescheidene Kursaufschläge.
Nach Ablauf der Frist für einen Übergangshaushalt stehen die Regierungsgeschäfte in den USA teilweise still. Republikaner und Demokraten im Kongress konnten sich nicht auf eine Brückenfinanzierung einigen, weswegen der "Shutdown" in Kraft trat. Die Demokraten und Republikaner schoben einander gegenseitig die Schuld zu. An den Börsen gehe man gleichwohl davon aus, dass sich die konjunkturellen Konsequenzen in Grenzen halten und sich über kurz oder lang Republikaner und Demokraten einigen werden, schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.
"Als Resultat des Shutdowns könnte der Arbeitsmarktbericht am Freitag nicht pünktlich erscheinen", schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Das seien Daten, auf die man angesichts der hohen Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank sehnlichst warte. "Nimmt man den Investoren diese Daten, wenn auch nur für wenige Tage, bringt man Traditionen aus dem Rhythmus, und Unsicherheit macht sich breit."
Europaweit profitierten Pharmawerte von einer Vereinbarung zwischen der US-Regierung und dem amerikanischen Branchenriesen Pfizer . Beide Seiten hatten sich am Vortag auf günstigere Medikamente im Rahmen des staatlichen Gesundheitsprogramms Medicaid geeinigt. Nach Darstellung von Präsident Donald Trump sollen weitere Vereinbarungen mit anderen Unternehmen folgen. Branchenexperte Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan sieht die Vereinbarung positiv - mit entsprechender Strahlwirkung für den gesamten Sektor. Er sollte zeigen, dass die Konzerne mit Trumps Plänen gut zurechtkommen.
An der Dax-Spitze sprangen Merck um 10 Prozent hoch. Bayer (Bayer Aktie) gewannen 5 Prozent. Sartorius sprangen um 9,8 Prozent nach oben und hatten damit im MDax die Nase vorn.
Zudem griffen die Anleger bei Aktien von Stahlherstellern zu. Diese profitierten einmal mehr von der Hoffnung auf einen gewissen Schutz der Branche vor Importen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete über protektionistische Pläne der Europäischen Union. Damit zogen Salzgitter an der Spitze des Nebenwerte-Index SDax um 11,7 Prozent an. Für Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) ging es im MDax um 5,7 Prozent nach oben.
Auch Papiere der Sportartikelhersteller Adidas (adidas Aktie) und Puma waren mit Kursaufschlägen von 4 beziehungsweise 3,2 Prozent gefragt, nachdem der US-Wettbewerber Nike (Nike Aktie) mit seinen Zahlen zum ersten Geschäftsquartal positiv überrascht hatte. Analyst Randal Konik von der kanadischen Investmentbank RBC schrieb, die Trendwende bei Nike sei da.
Quelle: dpa-AFX
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02.10.25 10:20
#598 DAX
Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg um 1,09 Prozent auf 30.793 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,9 Prozent bergauf.
In den USA hatten die Anleger dem Regierungsstillstand mit neuen Rekorden im S&P 500 und Nasdaq 100 getrotzt. Die Regierungsgeschäfte stehen dort seit Mittwoch teilweise still, weil bisher keine Einigung auf einen Übergangshaushalt erzielt werden konnte.
Die Situation ist allerdings nicht neu. Seit den 1970er-Jahren sei es in den USA bereits 21-mal zu einem sogenannten Shutdown gekommen, und im Schnitt sei er nach acht Tagen wieder beendet gewesen, ermittelte das Handelshaus CMC Markets.
Für Analyst Frank Sohlleder vom Broker ActivTrades ist die aktuelle Stärke an den Börsen eng mit den Erwartungen an die US-Geldpolitik verknüpft. Am Markt werde die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung der Notenbank Fed Ende Oktober mittlerweile auf 99 Prozent beziffert. Diese nahezu sichere Erwartung befeuere die Hoffnung, dass die Jahresendrallye bereits begonnen hat oder unmittelbar bevorsteht. Sollte die Fed diese hohen Erwartungen nicht erfüllen, drohe ein dramatischer Abverkauf, der in jedes Risikomanagement einkalkuliert werden müsse.
An der Dax-Spitze stiegen die Aktien von Siemens Energy um mehr als drei Prozent, nachdem sie im Handelsverlauf bei gut 108 Euro eine Bestmarke erreicht hatten. Berenberg-Analyst Richard Dawson hält die Papiere des Energietechnikkonzerns für noch nicht ausgereizt und stockte sein Kursziel auf 122 Euro auf. Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) setzte sogar 124 Euro an.
Auch im MDax bewegten Analystenkommentare die Kurse. So zogen Rational (Rational Aktie) nach einer Hochstufung durch die britische Investmentbank Barclays um 5,7 Prozent an. Die Papiere des Großküchenausrüsters seien zu tief abgetaucht, schrieb Analyst Timothy Lee. Die Bewertung liege auf einem Zehnjahrestief - trotz überlegener Qualitäten des Konzerns. Damit werde ein sehr unwahrscheinliches Gewinnrückgangs-Szenario eingepreist. Gespräche in den USA deuteten hingegen auf steigende Marktanteile hin, was mögliche Zollbelastungen abfedern würde.
Anteilsscheine von Hochtief erreichten nach einer Kaufempfehlung der Analysten der Bank of America ein Rekordhoch. Zuletzt stand ein Plus von 5,9 Prozent zu Buche. Der Experte Marcin Wojtal sieht den Baukonzern als einen der Schlüssel im Thema Datenzentren, die enorme Bedeutung für den Megatrend Künstliche Intelligenz haben.
An der Spitze des Nebenwerte-Index SDax schnellten die Aktien von Formycon um fast sechs Prozent nach oben. Der Pharmahersteller legte Patentstreitigkeiten zu seinem Eylea-Biosimilar FYB203 mit dem US-Unternehmen Regeneron Pharmaceuticals bei. Mit der Vergleichs- und Lizenzvereinbarung in den USA sei die Markteinführung des Biosimilars zu Bayers Augenmedikament Eylea in den USA gesichert, hieß es.
Quelle: dpa-AFX
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02.10.25 15:22
#599 DAX
https://www.ariva.de/dax-index/news/...-auf-rekordkurs-kommt-11772960
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02.10.25 18:22
#600 DAX
Dort liegt laut Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets der letzte Widerstand vor der Bestmarke von 24.639 Punkten aus dem Juli. Den Shutdown in den USA ignoriere der Aktienmarkt zu Beginn des stärksten Börsenquartals des Jahres genauso wie andere Risikofaktoren, konstatierte der Experte.
Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades zufolge ist die aktuelle Stärke an den Börsen eng mit den Erwartungen an die US-Geldpolitik verknüpft. Angesichts zuletzt schwacher US-Arbeitsmarktdaten gilt eine weitere Zinssenkung der Notenbank Fed Ende Oktober an den Märkten als sicher.
Für den MDax mit den mittelgroßen Unternehmen ging es am Donnerstag letztlich um 0,90 Prozent auf 30.733,46 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 1,2 Prozent im Plus. In Zürich ging es weniger deutlich bergauf, während London ein wenig nachgab. An den US-Börsen gab es insgesamt wenig Bewegung: Der technologielastige Nasdaq 100 kam nach einem Rekord zum europäischen Handelsende kaum noch von der Stelle, während der Leitindex Dow Jones Industrial moderat nachgab.
In den USA stehen die Regierungsgeschäfte seit Mittwoch teilweise still, weil bisher keine Einigung auf einen Übergangshaushalt erzielt werden konnte. Die Situation ist allerdings nicht neu. Seit den 1970er-Jahren sei es in den USA bereits 21-mal zu einem sogenannten Shutdown gekommen, und im Schnitt sei er nach acht Tagen wieder beendet gewesen, ermittelte das Handelshaus CMC Markets. Mehrere Marktbeobachter wiesen zudem darauf hin, dass die Börsen in der Vergangenheit auch längere Shutdown-Phasen letztlich problemlos verkraftet haben.
An der Dax-Spitze stiegen die Aktien von Siemens (Siemens Aktie) um 4,2 Prozent. Auftrieb gab die anhaltende Diskussion um die Zukunft der Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers im Konzern - deren Aktien gewannen 1,3 Prozent. Ein großer Anteil der von Siemens gehaltenen 71 Prozent könnte abgespalten werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Noch seien aber keine Entscheidungen gefallen, hieß es unter Bezug auf informierte Kreise.
Siemens Energy kletterten auf ein Rekordhoch und schlossen 4,1 Prozent im Plus. Mehrere Analysten sehen das Potenzial bei dem Energietechnikkonzern noch nicht ausgereizt und hoben deshalb ihre Kursziele für die Titel an.
An der MDax-Spitze stiegen Hochtief um 7,6 Prozent und stellten ebenfalls eine Bestmarke auf. Analyst Marcin Wojtal von der Bank of America (Bank of America Aktie) hob sein Kursziel für die Papiere des Baukonzerns deutlich an und stufte diese gleich doppelt hoch auf "Buy". Er sieht Hochtief als einen der entscheidenden Profiteure des Themas Datenzentren, die enorme Bedeutung für den Megatrend Künstliche Intelligenz (KI) haben.
Rational -Aktien zogen nach einer Hochstufung durch die britische Investmentbank Barclays um 5,4 Prozent an. Die Papiere des Großküchenausrüsters seien zu tief abgetaucht, schrieb Analyst Timothy Lee. Die Bewertung liege auf einem Zehnjahrestief - trotz überlegener Qualitäten des Konzerns. Damit werde ein sehr unwahrscheinliches Gewinnrückgangs-Szenario eingepreist.
Im Nebenwerte-Index SDax schnellten die Aktien von Formycon um mehr als 10 Prozent nach oben. Hier trieb ein beigelegter Patentstreit für den Wirkstoff FYB203 in den USA an . Die Anteile des Wechselrichterherstellers SMA Solar zogen dank der Ausweitung eines Sparprogramms um 5,4 Prozent an.
Quelle: dpa-AFX



