Die Aktie von Centrotherm schießt am Freitag um weitere 22 Prozent in die Höhe, nachdem der Titel bereits am Vortag kräftig zulegen konnte. Auslöser für den Anstieg ist unter anderem die Genehmigung, dass sich das angeschlagene Solarunternehmen wie geplant selbst sanieren darf. Jetzt ist es amtlich: Centrotherm darf sich selbst sanieren. Das Amtsgericht Ulm genehmigte den Antrag auf ein Schutzschirmverfahren, bei dem sich der Solarkonzern unter eigener Führung und ohne Insolvenzverwalter so umstrukturieren kann, dass eine Insolvenz abgewendet werden kann. Hierfür hat Centrotherm drei Monate Zeit.
Während des Schutzschirmverfahrens ist Centrotherm vor Forderungen von Gläubigern geschützt. "Damit sind die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, dass Lieferanten und Kunden ihre Geschäftsbeziehungen zur Centrotherm-Gruppe fortsetzen können", teilte die Geschäftsleitung mit.
Kursverdopplung in zwei Tagen
Die Aktie von Centrotherm reagierte auf die Genehmigung mit kräftigen Kursgewinnen. Im späten Handel schoss die Aktie bereits am Donnerstag auf bis zu 0,80 Euro nach oben. Gegenüber dem am Mittwoch festgestellten Tiefstkurs von 0,43 Euro entspricht dies fast einer Verdopplung. Im frühen Handel am Freitag kann die Aktie weiter zulegen und notiert bei 0,84 Euro.
Spielwiese für Spekulanten
Inwieweit sich der Kursanstieg der Centrotherm fortsetzen kann wird zweifellos davon abhängen, ob die Sanierung in Eigenregie gelingt. In den kommenden drei Monaten ist auf jeden Fall mit großen Kursausschlägen in beide Richtungen zu rechnen - ideal für kurzfristig orientierte Trader. „Normale" Anleger sollten um die Aktie weiterhin einen großen Bogen machen.
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