wie manche Applefans sofort ungehalten reagieren, wenn sie meinen, ihre "heilige" Marke würde unberechtigt angegriffen.
Apple erzeugt clever "Gut" und "Böse" und jeder Applefan fühlt sich automatisch zum Zensor berufen, wenn Apple kritisiert wird. Die Applefans lassen sich werden unbewusst manipulieren, eigentlich ein Trauerspiel.
In der Soziologie ist das aber alles nichts Neues:
"...der Apple-Werbefilm von 1984 wurde zu einem Klassiker der Unternehmenskommunikation des Kulturkapitalismus, zeigt er doch eindringlich, worum es im Kern geht: Es geht bei der Kommunikation von Produkten nicht um deren Funktionen, sondern um die Kategorisierung von Gut und Böse sowie die kommunikative Inklusion der Markenanhänger und die Exkommunikation ,der Anderen'. Nicht zuletzt dieser symbolischen Kommunikation der kulturellen Bedeutungen verdankt Apple seine Marktposition, gilt der Konzern doch seit 2013 als wertvollste Marke der Welt: „Apple effectively cultivated an us-versus-them ethic", which worked well to help establish a brand position and even a sense of brand community" (O'Guinn et al. 2009, S. 339).
Das ist keine abstrakte Wissenschaft, sondern reales Verhalten, immer wieder zu beobachten bei Applefans.
Dass der Applekurs diese "Erfolge" spiegelt, ist klar. Aber auf Dauer ist der Mensch dann doch nicht manipulierbar und dann dürfte es eng werden für Apple und deren Gut und Böse Ideologie.
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