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Die letzte FED-Sitzung unter dem Vorsitz von Janet Yellen


26.01.18 12:00
Allianz Global Investors

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach Anhebung der Federal Funds Rate um 25 Basispunkte im letzten Dezember ist von der kommenden Sitzung des FED-Offenmarktausschusses keine besondere Ankündigung zu erwarten, so Franck Dixmier, Global Head of Fixed Income bei Allianz Global Investors, im Vorfeld der FED-Sitzung am 30. bis 31. Januar 2018.

Die Sitzung Ende Januar sei die letzte unter dem Vorsitz von Janet Yellen, und im Anschluss sei keine Pressekonferenz geplant. Es sei daher interessanter, das Umfeld für die Federal Reserve im neuen Jahr zu betrachten. Das Repricing infolge der Markterwartung weiterer Zinserhöhungen durch die Zentralbank habe sich in den letzten Wochen nicht abgeschwächt. Dies kontrastiere deutlich mit der relativen Unempfindlichkeit, mit der die Märkte zuvor auf Aussagen der FED in Richtung Straffung der Geldpolitik reagiert hätten. In der Tat würden die Märkte nunmehr nicht weniger als drei Zinserhöhungen für 2018 erwarten und sich dabei auf eine vielversprechende Konjunktur stützen, sowohl aus Wachstums- als auch aus Inflationsperspektive. Schließlich seien die Inflationserwartungen in den letzten Wochen gestiegen.

Ein weiteres neues Element stelle der Amtsantritt von Jerome Powell als Nachfolger von Janet Yellen dar, deren Mandat am 3. Februar ende. Spannend sei daher, ob der neue FED-Präsident die Debatte über die Aufgabe eines von vielen als zu starr angesehenen Inflationsziels lostreten werde oder nicht. Vor dem Hintergrund, dass in letzter Zeit die Inflation aus verschiedenen - singulären wie strukturellen - Gründen stets unter den Erwartungen gelegen habe, sei die Frage berechtigt, ob die zu starre Auslegung nicht kontraproduktiv gewesen sei. Denn dies habe die Intention der FED eher verschleiert, wo doch das Inflationsziel eigentlich zur besseren Steuerung der Markterwartungen gedacht gewesen sei. (26.01.2018/alc/a/a)