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Zinssenkungsfantasie stützt Anleihenmärkte
11.09.25 11:30
Börse Stuttgart
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Der amerikanische Anleihenmarkt zeigte sich zuletzt äußerst schwankungsanfällig, so die Börse Stuttgart.
Noch vor wenigen Wochen hätten Sorgen unter Anlegern dominiert, dass die US-Zollpolitik die Inflation weiter anheizen könnte. Diese Befürchtungen hätten sich jedoch nicht bestätigt: Die aktuellen Daten würden eine andere Sprache sprechen. Die Produzentenpreise seien im August überraschend um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken - entgegen der Prognose von Volkswirten, die mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet hätten. Diese unerwartete Entwicklung stärke die Aussicht auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank FED. Viele Marktteilnehmer würden bereits mit einer geldpolitischen Lockerung bei der nächsten Sitzung rechnen. Die rückläufigen Herstellerpreise könnten nun sogar den Weg für weitere Zinsschritte nach unten ebnen.
In Europa präsentiere sich ein ganz anderes Bild. Die Inflation bleibe hartnäckig und bewege sich weiterhin am oberen Rand des Zielkorridors der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent. Zusätzlich würden politische Spannungen in Frankreich für Verunsicherung an den Märkten sorgen. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen (OATs) habe diejenige italienischer Papiere (BTPs) übertroffen - ein ungewöhnliches Szenario. Normalerweise gelte Frankreich als stabiler und weniger risikobehaftet als Italien. Die gestiegene Risikoprämie für französische Anleihen deute darauf hin, dass Investoren die politische Lage dort zunehmend kritisch bewerten würden. Der Euro-Bund-Future notiere aktuell bei 129,23 Punkten und damit leicht unter dem Kurs der Vorwoche, der bei 129,35 gelegen habe. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen sei auf 2,65 Prozent gesunken (Vorwoche: 2,70 Prozent). Die Rendite der 30-jährigen Bundesanleihen habe sich im Wochenverlauf dagegen kaum bewegt und sei von 3,28 Prozent auf 3,27 Prozent gefallen. (11.09.2025/alc/a/a)
Noch vor wenigen Wochen hätten Sorgen unter Anlegern dominiert, dass die US-Zollpolitik die Inflation weiter anheizen könnte. Diese Befürchtungen hätten sich jedoch nicht bestätigt: Die aktuellen Daten würden eine andere Sprache sprechen. Die Produzentenpreise seien im August überraschend um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken - entgegen der Prognose von Volkswirten, die mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet hätten. Diese unerwartete Entwicklung stärke die Aussicht auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank FED. Viele Marktteilnehmer würden bereits mit einer geldpolitischen Lockerung bei der nächsten Sitzung rechnen. Die rückläufigen Herstellerpreise könnten nun sogar den Weg für weitere Zinsschritte nach unten ebnen.
In Europa präsentiere sich ein ganz anderes Bild. Die Inflation bleibe hartnäckig und bewege sich weiterhin am oberen Rand des Zielkorridors der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent. Zusätzlich würden politische Spannungen in Frankreich für Verunsicherung an den Märkten sorgen. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen (OATs) habe diejenige italienischer Papiere (BTPs) übertroffen - ein ungewöhnliches Szenario. Normalerweise gelte Frankreich als stabiler und weniger risikobehaftet als Italien. Die gestiegene Risikoprämie für französische Anleihen deute darauf hin, dass Investoren die politische Lage dort zunehmend kritisch bewerten würden. Der Euro-Bund-Future notiere aktuell bei 129,23 Punkten und damit leicht unter dem Kurs der Vorwoche, der bei 129,35 gelegen habe. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen sei auf 2,65 Prozent gesunken (Vorwoche: 2,70 Prozent). Die Rendite der 30-jährigen Bundesanleihen habe sich im Wochenverlauf dagegen kaum bewegt und sei von 3,28 Prozent auf 3,27 Prozent gefallen. (11.09.2025/alc/a/a)


