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Zinsen und Sparen: Muss es erst schlimmer kommen, damit es besser werden kann?


13.01.17 09:00
IKB Deutsche Industriebank

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Der aktuelle Anstieg der Inflationsrate ist für viele Sparer ein Grund zur Sorge. Denn die EZB wird sich noch auf Sicht zu keiner Umkehr ihrer Zinspolitik bewegen lassen, und eine steigende Inflation sorgt bei anhaltend niedrigen Zinsen für eine Ausweitung der negativen Renditen, so die Analysten der IKB Deutsche Industriebank AG.

Erst bei einer nachhaltigen Erhöhung der Inflationsrate sei mit einer geldpolitischen Wende zu rechnen. Bis dahin benötige die ausgereizte Schuldentragfähigkeit vieler Euro-Staaten nachhaltig niedrige Zinsen, vor allem bei schwachem Wachstum. Denn Schuldenstabilität ohne Wirtschaftswachstum könne nur durch Vermögensumverteilung erreicht werden.

Auch wenn die realen Renditen kurzfristig noch weiter ins Negative sinken würden: Letztlich könnte sich ein deutlicher Anstieg der Inflationsrate sogar als vorteilhaft für Sparer herausstellen, da dies auf Sicht die Chancen einer geldpolitischen Wende erhöhe. (Ausgabe vom 12.01.2017) (13.01.2017/alc/a/a)