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Zinsängste drücken auf die Stimmung
22.01.24 09:00
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Ob die NASDAQ steigt oder fällt, hängt derzeit vor allem von den Erwartungen ab, wann und wie schnell die Zinsen in den USA gesenkt werden, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Würden die Konjunkturdaten überraschend positiv ausfallen, würden die Sorgen wachsen, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht so schnell reduzieren werde wie bislang erhofft. Würden die Meldungen hinter den Erwartungen der Auguren zurückbleiben, steige die Zuversicht. Jüngstes Beispiel: Die Einzelhändler in den USA hätten ihren Umsatz vor der Jahreswende kräftiger steigern können als erwartet - was umgehend neue Sorgen um den Zeitplan für die erwartete geldpolitische Lockerung der FED geschürt habe. Für die Sitzung der US-Notenbank im März würden die Märkte aktuell nur noch eine 50:50-Chance für eine Senkung einpreisen, vergangene Woche habe die Wahrscheinlichkeit noch bei 80 Prozent gelegen.
Gerade Wachstumswerte würden von sinkenden Zinsen profitieren. Da sie vor allem von der Fantasie hoher Gewinne in der Zukunft getragen würden, seien die künftigen Erträge bei tieferen Diskontierungszinsen in der Gegenwart mehr wert - und würden somit auch eine höhere Bewertung rechtfertigen. Die in der kommenden Woche anlaufende Berichtssaison werde vor allem für die Tech-Werte zur Bewährungsprobe für die Stimmung. Da Analysten eine Verlangsamung des grundsätzlich soliden Gewinnwachstums erwarten würden, liege die Latte für positive Überraschungen niedrig. Gerade die "Magnificent 7" um Apple, Microsoft und Konsorten würden mit Cloud-Computing und Künstlicher Intelligenz über intakte Geschäftsmodelle verfügen. Klar sei aber auch, dass jede Enttäuschung an der Wall Street mit Abschlägen quittiert werden dürfte. (Ausgabe vom 19.01.2024) (22.01.2024/alc/a/a)
Würden die Konjunkturdaten überraschend positiv ausfallen, würden die Sorgen wachsen, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht so schnell reduzieren werde wie bislang erhofft. Würden die Meldungen hinter den Erwartungen der Auguren zurückbleiben, steige die Zuversicht. Jüngstes Beispiel: Die Einzelhändler in den USA hätten ihren Umsatz vor der Jahreswende kräftiger steigern können als erwartet - was umgehend neue Sorgen um den Zeitplan für die erwartete geldpolitische Lockerung der FED geschürt habe. Für die Sitzung der US-Notenbank im März würden die Märkte aktuell nur noch eine 50:50-Chance für eine Senkung einpreisen, vergangene Woche habe die Wahrscheinlichkeit noch bei 80 Prozent gelegen.
Gerade Wachstumswerte würden von sinkenden Zinsen profitieren. Da sie vor allem von der Fantasie hoher Gewinne in der Zukunft getragen würden, seien die künftigen Erträge bei tieferen Diskontierungszinsen in der Gegenwart mehr wert - und würden somit auch eine höhere Bewertung rechtfertigen. Die in der kommenden Woche anlaufende Berichtssaison werde vor allem für die Tech-Werte zur Bewährungsprobe für die Stimmung. Da Analysten eine Verlangsamung des grundsätzlich soliden Gewinnwachstums erwarten würden, liege die Latte für positive Überraschungen niedrig. Gerade die "Magnificent 7" um Apple, Microsoft und Konsorten würden mit Cloud-Computing und Künstlicher Intelligenz über intakte Geschäftsmodelle verfügen. Klar sei aber auch, dass jede Enttäuschung an der Wall Street mit Abschlägen quittiert werden dürfte. (Ausgabe vom 19.01.2024) (22.01.2024/alc/a/a)


