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Zehnjährige US-Rendite: Rücksetzer oder Trend?


16.01.14 13:15
WGZ BANK

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Mit Beginn des neuen Jahres gaben die Renditen der zehnjährigen US-Bonds nach und fielen in der Spitze um 25 Stellen, so die Analysten der WGZ BANK.

Zuvor hätten die Sätze die bis dahin gültige Widerstandsmarke bei 3,00% leicht übertroffen, seien dann aber zurückgekommen, sodass diese Hürde weiterhin Bestand habe. Nachdem schließlich auch die zwei Monate gültige Aufwärtstrendlinie gebrochen worden sei, stelle sich nun die Frage, ob es sich bei der jüngsten Bewegung bis 2,80% um einen kurzen Rücksetzer oder um eine übergeordnete Bewegung handle.

Unter zeitlichen Aspekten dürfte das Potenzial zumindest noch nicht ausgeschöpft worden sein, denn eine Abwärtsbewegung über sieben Handelstage erscheine für eine vorherige Aufwärtstendenz über fast 50 Sitzungen als zu kurz. Insofern könnte eine weitere Abwärtswelle über fast zwei Wochen anstehen.

Durch das Gesetz der Wellengleichheit und dem sog. "Measured Move" würden sich dabei Ziele ausrechnen lassen, die bei 2,68% oder sogar bei 2,58% zu finden seien. Als ausschlaggebendes Signal für eine solche Entwicklung würden die Analysten den Bruch der momentan noch gültigen Unterstützung bei 2,80% abwarten. Sollte dieser Bruch gelingen, würden sie die untere Markierung als Ziel präferieren. Bereits Mitte Februar könnte diese Marke bei 2,58% erreicht werden.

Im gleichen Zeitraum könnte die Rendite der hiesigen, zehnjährigen Bundesanleihen bis knapp 1,60% nachgeben. Zumindest würden die Sätze Strukturen einer möglichen fünfteiligen Bewegung zeigen und damit auf einen übergeordneten Abwärtsimpuls deuten.

Um das Szenario einer nachgebenden US-Rendite zu bestätigen, sollten aber auch die Indikatoren weiter abfallen. Der RSI befinde sich hier auf einem guten Weg, denn die zyklischen Spitzen würden nachgeben. Im Umkehrschluss dürfe der Oszillator in den kommenden Sitzungen aber nicht mehr zulegen, da er damit ein gegenteiliges Signal generieren würde.

Die zehnjährige US-Rendite dürfte weiter nachgeben und den hiesigen Rentenmarkt damit stützen. Die mögliche, übergeordnete Abwärtsbewegung sei aber in Gefahr, sollten die Sätze in den kommenden Tagen anziehen. (16.01.2014/alc/a/a)