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Zehnjährige US-Rendite: Kurzer Anstieg? Technische Analyse
29.01.15 13:21
WGZ BANK
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Rendite der zehnjährigen US-Bonds fiel seit Anfang 2014 um gute 130 Stellen zurück, so die Analysten der WGZ BANK.
Aktuell stelle sich die Frage, wann diese Bewegung beendet sein könnte. Unter charttechnischen Aspekten falle dieser intakte Abwärtstrend sofort auf, den auch die Erholungsbewegung Mitte Januar nicht habe stoppen können. Dennoch sei diese Gegenbewegung mit 26 Stellen ungewöhnlich hoch ausgefallen und lasse damit auf eine wachsende Gegenwehr der Bären schließen. Möglich sei nun, dass sich bei 1,70% ein Doppelboden formiere, der für einen erneuten Anstieg sorgen könnte. Sollte ein solches "W" tatsächlich ausgeprägt werden und die Sätze anschließend über 1,95% anziehen, bestünde auf den ersten Blick Potenzial bis 2,25%.
Die Kursstruktur erinnere unter dem Blickwinkel der Elliott-Wellen-Theorie aber lediglich an eine "4". Einer solchen Welle, die meist die Form einer Zick-Zack-Bewegung annehme und damit nur für einen kurzfristigen Anstieg sorge, sollte unter idealtypischen Bedingungen noch eine letzte Welle (="5") in Richtung des übergeordneten Trends folgen. Das mit Hilfe der Fibonacci-Projektionen berechnete Ziel liege dann bei 1,55 %. Hier würden sich im langfristigen Chart dann auch mehrere Unterstützungen finden lassen, denn Ende 2012 habe die Rendite hier mehrfach einen Boden gefunden. Nach Ende der "5" würde dann ein Anstieg über mehrere Wochen, eventuell sogar Monate anstehen.
Ein solches Szenario passe auch zu der aktuellen Indikatorenkonstellation: Der RSI zeige sich positiv divergent und macht eine Aufwärtsbewegung damit wahrscheinlich. Diese dürfte allerdings nur von kurzer Dauer sein. Der darüber abgetragene MACD zeige hingegen nur eine Abnahme der Abwärtsdynamik an. Ein Signal für einen übergeordneten Trendwechsel sei - zumindest momentan - nicht erkennbar.
Im Szenario der WGZ-Analysten könne die zehnjährige US-Rendite in den kommenden Sitzungen anziehen, ein mittel- oder langfristiges Signal werde aber vermutlich noch nicht generiert werden. Sie würden vielmehr mit einer anschließenden, vermutlich vorerst letzten Abwärtswelle rechnen, der dann wiederum ein längerer Anstieg folge. Mit Blick auf mehrere Monate dürfte die Rendite also trotz zwischenzeitlich niedrigerer Sätze seitwärts tendieren. (29.01.2015/alc/a/a)
Aktuell stelle sich die Frage, wann diese Bewegung beendet sein könnte. Unter charttechnischen Aspekten falle dieser intakte Abwärtstrend sofort auf, den auch die Erholungsbewegung Mitte Januar nicht habe stoppen können. Dennoch sei diese Gegenbewegung mit 26 Stellen ungewöhnlich hoch ausgefallen und lasse damit auf eine wachsende Gegenwehr der Bären schließen. Möglich sei nun, dass sich bei 1,70% ein Doppelboden formiere, der für einen erneuten Anstieg sorgen könnte. Sollte ein solches "W" tatsächlich ausgeprägt werden und die Sätze anschließend über 1,95% anziehen, bestünde auf den ersten Blick Potenzial bis 2,25%.
Ein solches Szenario passe auch zu der aktuellen Indikatorenkonstellation: Der RSI zeige sich positiv divergent und macht eine Aufwärtsbewegung damit wahrscheinlich. Diese dürfte allerdings nur von kurzer Dauer sein. Der darüber abgetragene MACD zeige hingegen nur eine Abnahme der Abwärtsdynamik an. Ein Signal für einen übergeordneten Trendwechsel sei - zumindest momentan - nicht erkennbar.
Im Szenario der WGZ-Analysten könne die zehnjährige US-Rendite in den kommenden Sitzungen anziehen, ein mittel- oder langfristiges Signal werde aber vermutlich noch nicht generiert werden. Sie würden vielmehr mit einer anschließenden, vermutlich vorerst letzten Abwärtswelle rechnen, der dann wiederum ein längerer Anstieg folge. Mit Blick auf mehrere Monate dürfte die Rendite also trotz zwischenzeitlich niedrigerer Sätze seitwärts tendieren. (29.01.2015/alc/a/a)


