Zehnjährige US-Rendite: Keine Entwarnung


26.06.13 14:02
WGZ BANK

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Bei der letzten Betrachtung der zehnjährigen US-Rendite rangierten die Sätze kurz vor dem massiven Widerstand bei 2,40%, so die Analysten der WGZ BANK.

Damals seien die Analysten noch davon ausgegangen, dass der massive Anstieg der Rendite von dieser Hürde zumindest kurzzeitig aufgehalten werden könne. Auf der anderen Seite hätten sie bereits letzte Woche die Befürchtung geäußert, dass die Sätze weiter ansteigen würden.

Mittlerweile sei klar geworden, dass der Widerstand von den Marktteilnehmern ignoriert worden sei. Stattdessen sei die Rendite in der Spitze bis 2,66% angestiegen. Problematisch würden die Analysten dabei die jüngste Entwicklung in dieser Woche empfinden: So hätten die Sätze am Montag eine Art Spike ausgebildet, dem in der Regel eine zumindest kurze Abwärtsbewegung folge. Die Tatsache, dass diese ausgeblieben sei und die Rendite am Dienstag tiefer eröffnet habe und dann deutlich angestiegen sei, lasse auf übergeordneten Druck auf den Rentenmarkt schließen.

Im Kielwasser dieser Bewegung wurde und wird vermutlich auch zukünftig unser heimischer Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) beeinflusst und Richtung Süden gedrückt werden, so die Analysten der WGZ BANK. Ebenso wie die US-Rendite scheine sich das Geschehen wegen der überhitzten Konstellation zunächst etwas zu beruhigen, im langfristigen Bild sei aber ein Ende der langfristigen Renten-Hausse zu erkennen. Ob der Bund-Future nach nur kurzer Schwäche letztendlich auf niedrigem Niveau verharrr oder eine beständige Reise Richtung Süden begonnen habe, sei noch nicht klar. Wahrscheinlich sei aber, dass das Ende der Abwärtstendenz noch nicht erreicht worden sei.

Entsprechend dazu würden die Indikatoren anzeigen, dass es sich bei der aktuellen Stagnation der US-Rendite nur um ein Intermezzo handle. Der RSI sei zwar deutlich in den überkauften Bereich gelaufen und habe dort gedreht, doch seien seine zyklischen Hochpunkte genauso angestiegen, wie die des MACD-Histogramms. Damit werde ein übergeordneter, intakter Trend angedeutet.

Die überhitzte Konstellation sorge sicherlich dafür, dass die Rendite kurzzeitig wieder etwas falle. Hinweise auf eine Wende, gefolgt von einer markanten Abwärtsbewegung könnten die Analysten aber noch nicht erkennen. Insofern würden die Analysten nach einem kurzen Rücksetzer von einer nochmaligen Aufwärtswelle ausgehen. Erst dann könnten negative Divergenzen für eine etwas nachhaltigere Abwärtsbewegung sorgen. (26.06.2013/alc/a/a)






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