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Zehnjährige US-Rendite: Kaskadeneffekt?


23.04.15 11:42
WGZ BANK

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nach einem markanten Anstieg von Ende Januar bis Mitte März kam die zehnjährige US-Rendite wieder zurück und trat dann unter Schwankungen auf der Stelle, berichten die Analysten der WGZ BANK.

Die Bullen hätten zwischenzeitlich mehrere Möglichkeiten, die Sätze weiter zu drücken, was ihnen letztendlich aber nicht gelungen sei. Damit habe sich die Frage gestellt, ob nun eine Aufwärtswelle folge und ob diese Aufwärtswelle Teil einer übergeordneten Trendbewegung sei.

Der Blick auf das sehr langfristige Bild lässt die Bewegung der letzten Monate lediglich als Antwort auf die vorangegangene Abwärtstendenz und damit im Licht einer Erholung erscheinen. Daran würde auch eine weitere Aufwärtswelle nichts ändern, denn ein dann erkennbares Zick-Zack-Muster würde eine idealtypische Reaktion bedeuten. Unter zyklischen Aspekten sollte die Bewegung etwa Ende Mai abgeschlossen werden.

Bei der Frage, wie weit die Sätze in diesem Fall ansteigen würden, helfe das Gesetz zur Wellengleichheit, mit dessen Hilfe ein Ziel von etwa 2,50% konstruiert werden könne. Dieses Ziel rangiere damit etwa in der Mitte zwischen zwei Widerständen, die bei 2,41% und 2,66% zu finden seien.

Bevor sich Investoren nun aber auf steigende Renditen einstellen würden, sollte abgewartet werden, ob die Sätze tatsächlich aus der Seitwärtsbewegung ausbrechen würden. Ein Anzeichen wäre ein signifikanter Bruch der 2%-Marke.

Die Indikatoren hätten eine solche Bewegung zugelassen, denn der RSI scheine aus seinem neutralen Bereich ebenfalls nach oben auszubrechen. Auch hier sei aber noch kein definitives Signal generiert worden.

Sollte die Rendite in den kommenden Wochen aber tatsächlich ansteigen, werde ein seit Anfang 2014 gültiger Trend im Wochenchart gebrochen, der momentan bei gut 2,30% verlaufe. Das langfristige Bild spräche dann (und nur dann) für einen Anstieg über etwa 15 Monate und einem Ziel von etwa 3,30%.

Die Gefahr eines längeren Anstiegs sei gestiegen, definitive Signale würden bisher aber noch fehlen. Ein Überwinden der 2%-Marke könnte aber einen Kaskadeneffekt auslösen, der zunächst für mittel-, anschließend aber auch zu langfristigen Signalen führen könne. (23.04.2015/alc/a/a)