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Weitere Zinssenkung der FED erwartet
17.09.19 11:45
ETHENEA
Munsbach (www.anleihencheck.de) - Im Juli hat sich die US-amerikanische Notenbank FED gezwungen gesehen, die Leitzinsen erstmals wieder zu senken, so Dr. Volker Schmidt, Senior Portfolio Manager bei ETHENEA.
Damit habe sie jedoch nicht verhindern können, dass sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe in den USA weiter verschlechtert habe und in den negativen Bereich gesunken sei. Zur negativen Stimmung hätten dabei sicherlich auch die neuen Zölle auf chinesische Exporte in die USA beigetragen, die am 1. September in Kraft getreten seien und die die ohnehin hohe Verunsicherung noch verschärft haben dürften. Zudem deute wenig daraufhin, dass sich der Handelskonflikt in absehbarer Zeit entspannen werde. Umso mehr spreche hingegen für zusätzliche Strafzölle im weiteren Jahresverlauf. Die Konsequenz daraus: Mit der zunehmenden Unsicherheit im Verarbeitenden Gewerbe würden auch wieder die Sorgen hinsichtlich einer nahenden Rezession in den USA wachsen. Die invertierte Zinskurve verstärke diese Befürchtungen.
Die Experten von ETHENEA würden daher erwarten, dass die FED bei ihrem kommenden Treffen den Leitzins nochmals um 25 Basispunkte auf eine Bandbreite von 1,75 Prozent bis 2 Prozent senken werde. Noch deutlichere Zinsschritte erscheinen uns vor dem Hintergrund einer niedrigen Arbeitslosigkeit, steigender Löhne und einem weiterhin prosperierenden Dienstleistungssektor unwahrscheinlich, so die Experten von ETHENEA.
Die Stimmung der US-Konsumenten habe sich zwar zuletzt leicht verschlechtert, sei aber dennoch weiterhin auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Die künftige Entwicklung dieses Verbrauchervertrauens sei allerdings entscheidend für die US-Wirtschaft und die weitere Geldpolitik der FED, da der private Konsum ungefähr zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmache. Weitere Zinssenkungen in den kommenden Monaten würden also zu einem nicht unerheblichen Teil mit der Konsumentwicklung zusammenhängen, wohingegen die Inflationsrate aktuell eher eine untergeordnete Rolle für die weitere Zinsentwicklung spiele. Die Kerninflation der Konsumentenpreise sei im August zwar mit 2,4 Prozent zuletzt angestiegen, allerdings würden niedrigere Energiepreise aktuell für eine Entlastung der Konsumenten sorgen. (Ausgabe vom 16.09.2019) (17.09.2019/alc/a/a)
Damit habe sie jedoch nicht verhindern können, dass sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe in den USA weiter verschlechtert habe und in den negativen Bereich gesunken sei. Zur negativen Stimmung hätten dabei sicherlich auch die neuen Zölle auf chinesische Exporte in die USA beigetragen, die am 1. September in Kraft getreten seien und die die ohnehin hohe Verunsicherung noch verschärft haben dürften. Zudem deute wenig daraufhin, dass sich der Handelskonflikt in absehbarer Zeit entspannen werde. Umso mehr spreche hingegen für zusätzliche Strafzölle im weiteren Jahresverlauf. Die Konsequenz daraus: Mit der zunehmenden Unsicherheit im Verarbeitenden Gewerbe würden auch wieder die Sorgen hinsichtlich einer nahenden Rezession in den USA wachsen. Die invertierte Zinskurve verstärke diese Befürchtungen.
Die Experten von ETHENEA würden daher erwarten, dass die FED bei ihrem kommenden Treffen den Leitzins nochmals um 25 Basispunkte auf eine Bandbreite von 1,75 Prozent bis 2 Prozent senken werde. Noch deutlichere Zinsschritte erscheinen uns vor dem Hintergrund einer niedrigen Arbeitslosigkeit, steigender Löhne und einem weiterhin prosperierenden Dienstleistungssektor unwahrscheinlich, so die Experten von ETHENEA.
Die Stimmung der US-Konsumenten habe sich zwar zuletzt leicht verschlechtert, sei aber dennoch weiterhin auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Die künftige Entwicklung dieses Verbrauchervertrauens sei allerdings entscheidend für die US-Wirtschaft und die weitere Geldpolitik der FED, da der private Konsum ungefähr zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmache. Weitere Zinssenkungen in den kommenden Monaten würden also zu einem nicht unerheblichen Teil mit der Konsumentwicklung zusammenhängen, wohingegen die Inflationsrate aktuell eher eine untergeordnete Rolle für die weitere Zinsentwicklung spiele. Die Kerninflation der Konsumentenpreise sei im August zwar mit 2,4 Prozent zuletzt angestiegen, allerdings würden niedrigere Energiepreise aktuell für eine Entlastung der Konsumenten sorgen. (Ausgabe vom 16.09.2019) (17.09.2019/alc/a/a)


