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Bei Wandelanleihen spielt die Musik in den USA
12.08.21 11:30
Swisscanto Invest
Zürich (www.anleihencheck.de) - Wandelanleiheninvestoren durchleben im bisherigen Jahresverlauf ein kleines Wechselbad der Gefühle, so Stefan Krause, Wandelanleihenexperte bei Swisscanto Invest.
Der Markt sei positiv gestartet, dann sei im März eine Korrektur gefolgt. Das Aufbäumen danach sei im Mai erneut gebremst worden und Mitte August weise der breite Markt rund vier Prozent Kurszuwachs gegenüber dem Jahresstart aus. Das sei ein solider Wert, wenngleich sich Wandelanleihen nach der Technologiewerte-Korrektur im März weniger als der Aktienmarkt erholt hätten. Nach den jüngsten positiven Unternehmensergebnissen, speziell in den USA, bestehe jedoch berechtigte Hoffnung, dass auch Wandelanleihen weiter zulegen könnten. Die langjährige Durchschnittsperformance des Wandelanleihenmarkts von rund sieben Prozent sei damit noch in Reichweite.
Apropos USA: Dort spiele für Wandelanleiheninvestoren aus verschiedener Sicht die Musik. Momentan seien die Bewertungen in den Vereinigten Staaten und in Asien ex Japan als günstig zu bezeichnen, während Europa und Japan fair bewertet seien. Damit sähen die Experten von Swisscanto Invest mehr Kurspotenzial bei Wandelanleihen in den USA. Zudem würden dort deutlich mehr Wandelanleihen im Balanced-Bereich notieren, welcher eine höhere Anzahl interessanter Wandelanleihen biete. Auch sei in Europa, dem zweitgrößten Markt hinter den USA, deutlich weniger Bewegung im Markt. Und die höheren Prämien würden zu einem geringeren Kurspotenzial bei europäischen Papieren führen und damit seien sie - relativ betrachtet - unattraktiver als US-Wandelanleihen. Last, but not least, lohne sich in punkto Neuemissionen ebenfalls der Blick über den großen Teich.
Das Neuemissionsvolumen erreiche Stand heute nicht ganz das Rekordjahr 2020, aber das Volumen sei dennoch sehr hoch und der Löwenanteil werde in den USA emittiert. Nach der üblichen Sommerflaute dürften ab September die Neuemissionen, die im bisherigen Jahresverlauf regelmäßig überzeichnet gewesen seien, wieder Fahrt aufnehmen. Die Pipeline sei sicherlich sehr gut gefüllt, da die Nachfrage der Investoren unverändert hoch sei und Unternehmen das Vehikel schätzen würden. Das zeige sich auch an der Marktkapitalisierung. Gemäß Refinitiv kratze der Markt an der 700 Milliarden US-Dollar-Marke. Diese sei seit Beginn der Aufzeichnungen in 1995 selten erreicht worden. Meist habe sich das Volumen zwischen 400 und 500 Milliarden US-Dollar bewegt. Bezüglich Investmentchancen und Portfolio-Diversifikation sei dies erfreulich. Chancen biete dieses Jahr insbesondere der Faktor Mergers & Acquisitions. Gerade im Tech-Sektor seien entsprechende Entwicklungen zu beobachten, die Wandelanleiheninvestoren Chancen eröffnen könnten. (12.08.2021/alc/a/a)
Der Markt sei positiv gestartet, dann sei im März eine Korrektur gefolgt. Das Aufbäumen danach sei im Mai erneut gebremst worden und Mitte August weise der breite Markt rund vier Prozent Kurszuwachs gegenüber dem Jahresstart aus. Das sei ein solider Wert, wenngleich sich Wandelanleihen nach der Technologiewerte-Korrektur im März weniger als der Aktienmarkt erholt hätten. Nach den jüngsten positiven Unternehmensergebnissen, speziell in den USA, bestehe jedoch berechtigte Hoffnung, dass auch Wandelanleihen weiter zulegen könnten. Die langjährige Durchschnittsperformance des Wandelanleihenmarkts von rund sieben Prozent sei damit noch in Reichweite.
Apropos USA: Dort spiele für Wandelanleiheninvestoren aus verschiedener Sicht die Musik. Momentan seien die Bewertungen in den Vereinigten Staaten und in Asien ex Japan als günstig zu bezeichnen, während Europa und Japan fair bewertet seien. Damit sähen die Experten von Swisscanto Invest mehr Kurspotenzial bei Wandelanleihen in den USA. Zudem würden dort deutlich mehr Wandelanleihen im Balanced-Bereich notieren, welcher eine höhere Anzahl interessanter Wandelanleihen biete. Auch sei in Europa, dem zweitgrößten Markt hinter den USA, deutlich weniger Bewegung im Markt. Und die höheren Prämien würden zu einem geringeren Kurspotenzial bei europäischen Papieren führen und damit seien sie - relativ betrachtet - unattraktiver als US-Wandelanleihen. Last, but not least, lohne sich in punkto Neuemissionen ebenfalls der Blick über den großen Teich.
Das Neuemissionsvolumen erreiche Stand heute nicht ganz das Rekordjahr 2020, aber das Volumen sei dennoch sehr hoch und der Löwenanteil werde in den USA emittiert. Nach der üblichen Sommerflaute dürften ab September die Neuemissionen, die im bisherigen Jahresverlauf regelmäßig überzeichnet gewesen seien, wieder Fahrt aufnehmen. Die Pipeline sei sicherlich sehr gut gefüllt, da die Nachfrage der Investoren unverändert hoch sei und Unternehmen das Vehikel schätzen würden. Das zeige sich auch an der Marktkapitalisierung. Gemäß Refinitiv kratze der Markt an der 700 Milliarden US-Dollar-Marke. Diese sei seit Beginn der Aufzeichnungen in 1995 selten erreicht worden. Meist habe sich das Volumen zwischen 400 und 500 Milliarden US-Dollar bewegt. Bezüglich Investmentchancen und Portfolio-Diversifikation sei dies erfreulich. Chancen biete dieses Jahr insbesondere der Faktor Mergers & Acquisitions. Gerade im Tech-Sektor seien entsprechende Entwicklungen zu beobachten, die Wandelanleiheninvestoren Chancen eröffnen könnten. (12.08.2021/alc/a/a)


