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Vorschau: EZB-Zinsentscheid


10.03.21 15:00
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die EZB (Zinsentscheid am Donnerstag um 13:45 Uhr, Beginn der Pressekonferenz um 14:30 Uhr) war teilweise erfolgreich darin, die Anleiherenditen herunterzureden und schaffte es, den DE30 auf Allzeithochs zu bringen und das Währungspaar EUR/USD deutlich nach unten zu drücken, so die Experten von XTB.

Aber die Märkte hätten genug gehört und möchten Taten sehen. Was könnte die EZB tun?

Zinskurvenkontrolle - dies wäre die entscheidendste Maßnahme, die den DE30 steigen und den Euro fallen lassen könnte. Die Zinskurvenkontrolle sei eine Politik, bei der die Notenbank unbegrenzte Mengen an Anleihen kaufe, um eine Obergrenze für die Anleiherenditen festzulegen (z.B. -0,2% für deutsche 10-jährige Anleihen). Es sei verlockend, aber EZB-Vertreter hätten angedeutet, dass es schwierig sein könnte, dies umzusetzen (nicht zuletzt, weil es Anleihen vieler Regierungen gebe) und es sehe nach einem sehr unwahrscheinlichen Szenario aus.

Senkung des Einlagenzinses - mit -0,5% sei er bereits einer der niedrigsten der Welt. Die EZB habe angedeutet, dass sie es tun könnte, aber es erscheine unwahrscheinlich, da es dem Bankensektor schade. Die Zinsen seien besonders wichtig für Währungen, daher könnte eine Senkung das Währungspaar EUR/USD stark nach unten ziehen.

Mehr QE - die EZB könnte immer mehr "drucken", aber der aktuelle Umschlag habe reichlich Platz, sodass es keinen praktischen Sinn habe, die Käufe jetzt zu erhöhen. Was die EZB tun könnte, wäre ein schnelleres Tempo der Käufe vorzuschlagen und ein Versprechen, die Käufe in Zukunft so weit wie nötig zu erhöhen, und es sehe so aus, als sei dies ein Szenario, auf das die Märkte schauen würden. (10.03.2021/alc/a/a)