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Die Volatilität im Auge behalten!
16.11.17 11:15
Edmond de Rothschild Asset Management
Paris (www.anleihencheck.de) - Dank der anhaltend guten Fundamentaldaten sind Investoren so zuversichtlich, wie schon lange nicht mehr. Anlass zur Sorge gebe momentan allenfalls ihre Sorglosigkeit, meint Benjamin Melman, Leiter Asset Allocation und Sovereign Debt bei Edmond de Rothschild Asset Management, in seinem jüngsten Kommentar.
Die globale Erholung sei immer noch auf Kurs und scheine sich marginal noch zu intensivieren.
Am auffälligsten sei jedoch nicht ihre Stärke, auch wenn der globale Wachstumstrend nun sogar über sein Potenzial laufe, sondern die Tatsache, dass sich alle Zonen synchronisiert hätten. "Die Ergebnisse des dritten Quartals 2017 tendieren zu einer Bestätigung dieses makroökonomischen Trends und halten dabei erfreuliche Überraschungen bereit - insbesondere in zyklischen Sektoren", sage Melman.
Die Inflation in den Industrieländern, ausgenommen das Vereinigte Königreich, bleibe ungewöhnlich niedrig in diesem robusten Umfeld. Aber das habe die Zentralbanken, abgesehen von der Bank of Japan, nicht davon abgehalten, eine Straffung der Geldpolitik einzuleiten. "Wir erwarten, dass die US Notenbank Federal Reserve im Dezember eine dritte Zinserhöhung von 25 Basispunkten durchführt", erkläre Melman. Dank der Entscheidung der FED zu einer quantitativen Lockerung sei ihre Bilanz bereits geschrumpft.
Die Europäische Zentralbank werde ihr Bemühen für eine quantitative Lockerung durch die Halbierung der Anleihekäufe in den ersten neun Monaten im Jahr 2018 senken und habe bisher kein Enddatum für eine quantitative Lockerung gesetzt. "Das Timing für ihren ersten Schritt hin zu einer Zinserhöhung ist vage, weil die Voraussetzung dafür die Einstellung der Asset-Käufe ist", erkläre der Investmentexperte von Edmond de Rothschild Asset Management. Chinas Zentralbank werde sich weiter bemühen, den florierenden Bankensektor einzuschränken, während die Geldpolitik, die die Realwirtschaft stimulieren solle, aufrechterhalten werde.
Übergreifend würden die Zentralbanken langsam damit beginnen, sich nach und nach in Richtung Normalisierung der Geldpolitik zu bewegen. Dieser Umstand habe bisher aber keine Auswirkungen auf die Märkte gehabt. Dafür könne es mehrere Gründe geben: Die Verschiebung verlaufe extrem vorsichtig und die Kombination aus robusten Fundamentaldaten und schwacher Inflation mildere die Auswirkung des Sinneswandels der Zentralbanken sowohl auf den Anleihe- als auch auf den Aktienmärkten. Die Märkte würden lediglich zwei weitere Zinsschritte der Federal Reserve bis zum Ende des Jahres erwarten. Die Mitglieder des Federal Open Market Committee hingegen würden im Schnitt mit vier Zinsschritten rechnen.
"Die Zinskurve ist aufgrund der heutigen Geldpolitik rapide abgeflacht, deshalb sollten wir die Volatilität aufmerksam beobachten", mahne Melman. "Es ist schwierig zu sagen, wann dieses Risiko eine Auswirkung haben könnte. Aber nach Monaten niedriger Volatilität bei steigenden Märkten kann der Handel unberechenbar werden - vor allem weil viele Investoren das Risiko in Einklang mit der jüngsten Marktvolatilität kalibriert haben", füge er hinzu.
Das Team von Edmond de Rothschild Asset Management behalte aufgrund der drohenden steigenden Volatilität Reserven ein, um in der Lage zu sein von einem Wiederaufleben der Marktschwankungen zu profitieren. Nachdem die Gewichtung in japanischen Aktien im Oktober 2017 ausgeweitet worden sei, hätten einige Gewinne mitgenommen werden können, wobei das Exposure vorrübergehend bis auf eine neutrale Position zurückgeführt worden sei. Im Aktienbereich bevorzuge Edmond de Rothschild Asset Management weiterhin europäische und japanische Aktien gegenüber US-Titeln und Schwellenländeraktien. Im Anleihebereich sei das Asset Allocation-Team bei Wandelanleihen zu einer neutralen Position zurückgekehrt und habe das Exposure gegenüber der Eurozone und US-Staatsanleihen reduziert. (16.11.2017/alc/a/a)
Die globale Erholung sei immer noch auf Kurs und scheine sich marginal noch zu intensivieren.
Am auffälligsten sei jedoch nicht ihre Stärke, auch wenn der globale Wachstumstrend nun sogar über sein Potenzial laufe, sondern die Tatsache, dass sich alle Zonen synchronisiert hätten. "Die Ergebnisse des dritten Quartals 2017 tendieren zu einer Bestätigung dieses makroökonomischen Trends und halten dabei erfreuliche Überraschungen bereit - insbesondere in zyklischen Sektoren", sage Melman.
Die Europäische Zentralbank werde ihr Bemühen für eine quantitative Lockerung durch die Halbierung der Anleihekäufe in den ersten neun Monaten im Jahr 2018 senken und habe bisher kein Enddatum für eine quantitative Lockerung gesetzt. "Das Timing für ihren ersten Schritt hin zu einer Zinserhöhung ist vage, weil die Voraussetzung dafür die Einstellung der Asset-Käufe ist", erkläre der Investmentexperte von Edmond de Rothschild Asset Management. Chinas Zentralbank werde sich weiter bemühen, den florierenden Bankensektor einzuschränken, während die Geldpolitik, die die Realwirtschaft stimulieren solle, aufrechterhalten werde.
Übergreifend würden die Zentralbanken langsam damit beginnen, sich nach und nach in Richtung Normalisierung der Geldpolitik zu bewegen. Dieser Umstand habe bisher aber keine Auswirkungen auf die Märkte gehabt. Dafür könne es mehrere Gründe geben: Die Verschiebung verlaufe extrem vorsichtig und die Kombination aus robusten Fundamentaldaten und schwacher Inflation mildere die Auswirkung des Sinneswandels der Zentralbanken sowohl auf den Anleihe- als auch auf den Aktienmärkten. Die Märkte würden lediglich zwei weitere Zinsschritte der Federal Reserve bis zum Ende des Jahres erwarten. Die Mitglieder des Federal Open Market Committee hingegen würden im Schnitt mit vier Zinsschritten rechnen.
"Die Zinskurve ist aufgrund der heutigen Geldpolitik rapide abgeflacht, deshalb sollten wir die Volatilität aufmerksam beobachten", mahne Melman. "Es ist schwierig zu sagen, wann dieses Risiko eine Auswirkung haben könnte. Aber nach Monaten niedriger Volatilität bei steigenden Märkten kann der Handel unberechenbar werden - vor allem weil viele Investoren das Risiko in Einklang mit der jüngsten Marktvolatilität kalibriert haben", füge er hinzu.
Das Team von Edmond de Rothschild Asset Management behalte aufgrund der drohenden steigenden Volatilität Reserven ein, um in der Lage zu sein von einem Wiederaufleben der Marktschwankungen zu profitieren. Nachdem die Gewichtung in japanischen Aktien im Oktober 2017 ausgeweitet worden sei, hätten einige Gewinne mitgenommen werden können, wobei das Exposure vorrübergehend bis auf eine neutrale Position zurückgeführt worden sei. Im Aktienbereich bevorzuge Edmond de Rothschild Asset Management weiterhin europäische und japanische Aktien gegenüber US-Titeln und Schwellenländeraktien. Im Anleihebereich sei das Asset Allocation-Team bei Wandelanleihen zu einer neutralen Position zurückgekehrt und habe das Exposure gegenüber der Eurozone und US-Staatsanleihen reduziert. (16.11.2017/alc/a/a)


