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Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen im Sinkflug
29.03.19 09:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen befindet sich im Sinkflug, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Mit 2,38 Prozent liege sie inzwischen auf einem 15-Monats-Tief. Getrieben werde diese Entwicklung vor allem durch US-Investoren. Aufgrund globaler Wachstumssorgen hätten sie in den letzten zwölf Monaten rund 1,5 Billionen US-Dollar aus ausländischen Aktienmärkten abgezogen und würden stattdessen lieber in sichere US-Staatsanleihen investieren. Diese Kapitalrückflüsse würden auch den USD stärken, der so den zuletzt durchwachsenen US-Wirtschaftsdaten habe trotzen können. Sollten sich allerdings Anzeichen einer Stabilisierung des weltweiten Wachstums zeigen, könnte der USD diese Stütze schnell wieder verlieren.
In Europa gehe der Konjunkturoptimismus derweil immer weiter zurück. Der Index für das Wirtschaftsvertrauen der EU sei gestern auf 105,5 Punkte und damit auf ein 29-Monats-Tief gesunken. Während das Konsumentenvertrauen unverändert schwach geblieben sei, setze das Industrievertrauen seinen seit Anfang 2018 anhaltenden Abwärtstrend fort. Die derzeitige Schwäche im Verarbeitenden Gewerbe könnte daher weiter anhalten und das Wachstum in Europa belasten. Der Einkaufsmanagerindex für China, der am Sonntag veröffentlicht werde, dürfte daher genau beobachtet werden. Von einer besseren konjunkturellen Entwicklung in China würde aufgrund höherer Nachfrage auch die europäische Industrie profitieren. Das dürfte wiederum die Risikoscheu der US-Investoren dämpfen. (29.03.2019/alc/a/a)
Mit 2,38 Prozent liege sie inzwischen auf einem 15-Monats-Tief. Getrieben werde diese Entwicklung vor allem durch US-Investoren. Aufgrund globaler Wachstumssorgen hätten sie in den letzten zwölf Monaten rund 1,5 Billionen US-Dollar aus ausländischen Aktienmärkten abgezogen und würden stattdessen lieber in sichere US-Staatsanleihen investieren. Diese Kapitalrückflüsse würden auch den USD stärken, der so den zuletzt durchwachsenen US-Wirtschaftsdaten habe trotzen können. Sollten sich allerdings Anzeichen einer Stabilisierung des weltweiten Wachstums zeigen, könnte der USD diese Stütze schnell wieder verlieren.
In Europa gehe der Konjunkturoptimismus derweil immer weiter zurück. Der Index für das Wirtschaftsvertrauen der EU sei gestern auf 105,5 Punkte und damit auf ein 29-Monats-Tief gesunken. Während das Konsumentenvertrauen unverändert schwach geblieben sei, setze das Industrievertrauen seinen seit Anfang 2018 anhaltenden Abwärtstrend fort. Die derzeitige Schwäche im Verarbeitenden Gewerbe könnte daher weiter anhalten und das Wachstum in Europa belasten. Der Einkaufsmanagerindex für China, der am Sonntag veröffentlicht werde, dürfte daher genau beobachtet werden. Von einer besseren konjunkturellen Entwicklung in China würde aufgrund höherer Nachfrage auch die europäische Industrie profitieren. Das dürfte wiederum die Risikoscheu der US-Investoren dämpfen. (29.03.2019/alc/a/a)


