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Verliert die EZB den Anschluss?
13.03.20 09:00
BNY Mellon IM
Brüssel (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat die Markterwartungen unterschätzt, so Jon Day, Fixed Income Portfoliomanager bei Newton Investment Management und Manager des BNY Mellon Global Dynamic Bond Fund bei BNY Mellon Investment Management.
Sie habe darauf verzichtet, die Zinsen zu senken, und lediglich ihr Programm zur quantitativen Lockerung ausgeweitet.
Der Markt habe den Daumen über diese Entscheidung gesenkt, und der Handel am italienischen Anleihenmarkt sei während Lagardes Pressekonferenz wegen der schweren Kursverluste sogar eingestellt worden. In der geldpolitischen Erklärung der EZB habe es geheißen, sie sehe keine "wesentlichen Anzeichen für Spannungen an den Geldmärkten oder Liquiditätsengpässe" - aus Anlegersicht eine beunruhigende Aussage angesichts der massiven Verwerfungen an allen Märkten im Laufe der Woche. Verliere die EZB den Anschluss?
Die EZB suche weiterhin nach Konjunkturanreizen als Hauptwaffe zur Bekämpfung der bevorstehenden virusbedingten Abschwächung. Lagardes Forderung nach einem koordinierten Vorgehen der Europäischen Union werde die Anleger abwarten lassen, ob die EU ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus aufeinander abstimme. Italien habe sein Ausgabenpaket bereits aufgestockt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu bekämpfen; andere Länder müssten diesem Beispiel folgen. (Ausgabe vom 12.03.2020) (13.03.2020/alc/a/a)
Sie habe darauf verzichtet, die Zinsen zu senken, und lediglich ihr Programm zur quantitativen Lockerung ausgeweitet.
Der Markt habe den Daumen über diese Entscheidung gesenkt, und der Handel am italienischen Anleihenmarkt sei während Lagardes Pressekonferenz wegen der schweren Kursverluste sogar eingestellt worden. In der geldpolitischen Erklärung der EZB habe es geheißen, sie sehe keine "wesentlichen Anzeichen für Spannungen an den Geldmärkten oder Liquiditätsengpässe" - aus Anlegersicht eine beunruhigende Aussage angesichts der massiven Verwerfungen an allen Märkten im Laufe der Woche. Verliere die EZB den Anschluss?
Die EZB suche weiterhin nach Konjunkturanreizen als Hauptwaffe zur Bekämpfung der bevorstehenden virusbedingten Abschwächung. Lagardes Forderung nach einem koordinierten Vorgehen der Europäischen Union werde die Anleger abwarten lassen, ob die EU ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus aufeinander abstimme. Italien habe sein Ausgabenpaket bereits aufgestockt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu bekämpfen; andere Länder müssten diesem Beispiel folgen. (Ausgabe vom 12.03.2020) (13.03.2020/alc/a/a)


