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Unternehmensanleihen: höhere Renditen bei gleichen Ratings


10.05.12 15:27
Fisch Asset Management

Zürich (www.anleihencheck.de) - Die Anlageklasse der Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets mit dem Rating "Investment Grade" wächst weiter stark, so die Experten von Fisch Asset Management.

Vom Gesamtuniversum, welches im "Investment Grade"-Bereich auf rund 8.000 Milliarden US-Dollar zu beziffern sei, würden heute bereits zehn Prozent auf die Schwellenländer entfallen. Ein Grund dafür seien die hohen Volumen der Neuemissionen, die sich einer enormen Nachfrage erfreuen. Nach den Aktivitäten in den ersten vier Monaten des Jahres sei es sehr wahrscheinlich, dass in 2012 mehr als 200 Milliarden US-Dollar platziert würden. Damit wäre das Volumen deutlich höher als Ende 2011 von diversen Brokern prognostiziert.

"Nicht nur die Nachfrage bei Neuemissionen ist hoch. Generell verzeichnet die Anlagekategorie Mittelzuflüsse. Denn die Investoren haben einen hohen Nachholbedarf. Die eingangs erwähnte Quote von zehn Prozent Anteil der Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets im Gesamtuniversum spiegelt sich in den Portfolios institutioneller Anleger nicht wider. Meist beträgt deren Gewichtung lediglich zwischen null und fünf Prozent. Doch die steigende Liquidität und die höhere Rendite bei gleichem Rating führen dazu, dass sich Investoren intensiv mit einer Aufstockung ihrer Quote beschäftigen", so Philipp Good, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management.

Im Vergleich zu Unternehmensanleihen aus den USA mit der gleichen Benotung betrage die Rendite auf Verfall rund ein Prozent mehr. Im Schnitt liege die Verzinsung bei etwa fünf Prozent. "Das ist umso bemerkenswerter, da die Unternehmen in den Schwellenländern häufiger einen deutlich niedrigeren Verschuldungsgrad aufweisen - beim identischen Rating", so Good.

Im aktuellen Marktumfeld bevorzuge der Fondsmanager seit Jahresbeginn Lateinamerika und gewichte innerhalb des Kontinents Brasilien über, da mittelfristig ein Upgrade von Triple-B auf A bevorstehen dürfte. "Die Risiken liegen derzeit in Europa. Sollte sich die Lage nicht zuspitzen und die Makrodaten aus den USA und aus China nicht negativ überraschen, rechne ich in diesem Kalenderjahr mit einer Rendite - wie im vergangenen Jahr - von rund fünf Prozent. Die stabilen Kreditmärkte und die hohe Nachfrage sprechen dafür", meine Good. (10.05.2012/alc/a/a)