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Unternehmensanleihen: Risikoreiche Papiere deutlich im Plus
15.12.20 11:45
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Euro-Unternehmensanleihen bewegten sich im November in einem für risikoreiche Assets freundlichen Marktumfeld, so die Experten von Union Investment.
Die Aussicht auf den baldigen Einsatz eines Corona-Impfstoffes und die anhaltend hohe Liquidität am Markt hätten unterstützt. Der risikolose Zins (zehnjährige deutsche Bundesanleihen) sei in diesem risikoaffinen Umfeld zwar leicht angestiegen, der Gesamtmarkt für Euro-Unternehmensanleihen mit Rating Investment Grade (ICE Bofa Euro Corporate-Index, ER00) habe im November aber um ein Prozent zugelegt. Die Risikoprämien (Asset Swap Spreads) hätten sich dabei um 17 auf 70 Basispunkte eingeengt. Damit hätten sich die Spreads mittlerweile sehr nahe an des Vorkrisenniveau im Februar herangearbeitet (63 Basispunkte). Die Spreads der schlechteren Qualitäten hätten sich dabei deutlicher als die der guten Ratings eingeengt. Das nach wie vor ungelöste Thema Brexit habe entgegen mancher Befürchtung nicht belastet.
Am Primärmarkt sei etwas mehr an Aktivität als in den Vormonaten zu beobachten gewesen. Die Neuemissionsprämien hätten sich im Rahmen der unverändert hohen Nachfrage der Anleger deutlich reduziert. So hätten auch im High Yield-Sektor einzelne Emissionen aus Branchen, die sehr unter dem Corona-bedingten Geschäftseinbruch leiden würden, eine hohe Nachfrage verzeichnet und folgend sehr erfolgreich platziert werden können. Mit einem abschließenden Blick auf die mittlerweile zum Ende kommende Berichtssaison sei diese für die Unternehmen insgesamt besser verlaufen als erwartet.
Vor allem hätten die mit erhöhten Risikoprämien versehenen Untersektoren deutliche Zugewinne aufgewiesen. Der Index für Hybridanleihen aus dem Industriebereich (ICE BofA ENSU-Index) habe um 3,3 Prozent zugelegt, dessen Spreads hätten sich um 34 Basispunkte eingeengt. Finanzpapiere (ICE BofA EBSU-Index) hätten 2,2, Prozent hinzugewonnen, während deren Risikoprämien um 41 Basispunkte gefallen seien. Den deutlichsten Zugewinn hätten im risikoaffinen Marktumfeld High Yield-Papiere mit einem Plus von 4,1 Prozent und einer Spreadeinengung um 93 Basispunkte aufgewiesen (ICE BofA HEAG-Index).
Am US-Unternehmensanleihemarkt sei ein - auf US-Dollarbasis - Plus von 2,7 Prozent zu verzeichnen gewesen. Die Risikoprämien seien dabei um 20 auf 121 Basispunkte gefallen. (Ausgabe vom 14.12.2020) (15.12.2020/alc/a/a)
Die Aussicht auf den baldigen Einsatz eines Corona-Impfstoffes und die anhaltend hohe Liquidität am Markt hätten unterstützt. Der risikolose Zins (zehnjährige deutsche Bundesanleihen) sei in diesem risikoaffinen Umfeld zwar leicht angestiegen, der Gesamtmarkt für Euro-Unternehmensanleihen mit Rating Investment Grade (ICE Bofa Euro Corporate-Index, ER00) habe im November aber um ein Prozent zugelegt. Die Risikoprämien (Asset Swap Spreads) hätten sich dabei um 17 auf 70 Basispunkte eingeengt. Damit hätten sich die Spreads mittlerweile sehr nahe an des Vorkrisenniveau im Februar herangearbeitet (63 Basispunkte). Die Spreads der schlechteren Qualitäten hätten sich dabei deutlicher als die der guten Ratings eingeengt. Das nach wie vor ungelöste Thema Brexit habe entgegen mancher Befürchtung nicht belastet.
Vor allem hätten die mit erhöhten Risikoprämien versehenen Untersektoren deutliche Zugewinne aufgewiesen. Der Index für Hybridanleihen aus dem Industriebereich (ICE BofA ENSU-Index) habe um 3,3 Prozent zugelegt, dessen Spreads hätten sich um 34 Basispunkte eingeengt. Finanzpapiere (ICE BofA EBSU-Index) hätten 2,2, Prozent hinzugewonnen, während deren Risikoprämien um 41 Basispunkte gefallen seien. Den deutlichsten Zugewinn hätten im risikoaffinen Marktumfeld High Yield-Papiere mit einem Plus von 4,1 Prozent und einer Spreadeinengung um 93 Basispunkte aufgewiesen (ICE BofA HEAG-Index).
Am US-Unternehmensanleihemarkt sei ein - auf US-Dollarbasis - Plus von 2,7 Prozent zu verzeichnen gewesen. Die Risikoprämien seien dabei um 20 auf 121 Basispunkte gefallen. (Ausgabe vom 14.12.2020) (15.12.2020/alc/a/a)


