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Unsicherheit auch für die Anleihemärkte
03.03.22 13:15
ALTE LEIPZIGER Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Der Rentenmarkt der Eurozone bewegt sich zwischen der in der Ukrainekrise unterstützenden Safe-Haven-Nachfrage und der sich nochmals zuspitzenden und belastenden Inflationsproblematik, die ein Gegensteuern der Notenbanken erfordert, so die Experten der ALTE LEIPZIGER Trust.
Noch immer seien die Zinserhöhungserwartungen ausgeprägt - ungeachtet der leichten Renditerückgänge in den Tagen nach dem Einmarsch der Russen in die Ukraine. Es seien die veränderten Inflationsprognosen, die sich aufgrund der gestiegenen Risikoprämien bei Rohöl- und Erdgaspreisen ergeben würden, die die Vertreter der Notenbanken bewerten und in ihre Zinspolitik einfließen lassen müssten.
Je länger die Risikoprämien so hoch seien, desto größer würden die Folgen für Konsum und Gesamtwirtschaft sein. Aber auch das nun beschlossene Ausrüstungspaket der Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro könnte mittelfristig eher renditetreibend wirken. Die Bundeswehr solle den genannten Betrag als Sondervermögen für Investitionen und Rüstungsvorhaben erhalten. Das Geld werde mit dem Bundeshaushalt 2022 bereitgestellt.
Die Europäische Zentralbank (EZB) stecke in einem Dilemma. Die weiter kräftig gestiegenen Öl- und Gaspreise würden die ohnehin schon hohe Inflationsrate weiter treiben. Zugleich würden die vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen auch das gerade wieder aufkeimende Wachstum in der Eurozone bremsen. In dieser Gemengelage erscheine es schwer vorstellbar, dass die EZB in ihrer nächsten Sitzung unbeachtet von den aktuellen Ereignissen die Zinswende einleite. (Ausgabe März 2022) (03.03.2022/alc/a/a)
Noch immer seien die Zinserhöhungserwartungen ausgeprägt - ungeachtet der leichten Renditerückgänge in den Tagen nach dem Einmarsch der Russen in die Ukraine. Es seien die veränderten Inflationsprognosen, die sich aufgrund der gestiegenen Risikoprämien bei Rohöl- und Erdgaspreisen ergeben würden, die die Vertreter der Notenbanken bewerten und in ihre Zinspolitik einfließen lassen müssten.
Je länger die Risikoprämien so hoch seien, desto größer würden die Folgen für Konsum und Gesamtwirtschaft sein. Aber auch das nun beschlossene Ausrüstungspaket der Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro könnte mittelfristig eher renditetreibend wirken. Die Bundeswehr solle den genannten Betrag als Sondervermögen für Investitionen und Rüstungsvorhaben erhalten. Das Geld werde mit dem Bundeshaushalt 2022 bereitgestellt.
Die Europäische Zentralbank (EZB) stecke in einem Dilemma. Die weiter kräftig gestiegenen Öl- und Gaspreise würden die ohnehin schon hohe Inflationsrate weiter treiben. Zugleich würden die vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen auch das gerade wieder aufkeimende Wachstum in der Eurozone bremsen. In dieser Gemengelage erscheine es schwer vorstellbar, dass die EZB in ihrer nächsten Sitzung unbeachtet von den aktuellen Ereignissen die Zinswende einleite. (Ausgabe März 2022) (03.03.2022/alc/a/a)


