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Ungarn: Dynamik der Zinssenkungen verlangsamt
09.07.24 11:14
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Zum Start des zweiten Quartals setzte sich die schwache Entwicklung im Industriesektor fort, so die Analysten von Postbank Research.
2,4 Prozent sei die Produktion im April gegenüber dem Vorjahr gesunken; 0,7 Prozent zum Vormonat. Insbesondere die schwache Nachfrage aus dem europäischen Ausland mache sich hier bemerkbar. Zwar würden einige Analysten in der zweiten Jahreshälfte eine Kehrtwende zum Besseren erwarten, doch ein positiver BIP-Wachstumsbeitrag dürfte 2024 ausbleiben.
Nach den starken Daten im März (4,1 Prozent) hätten sich die Einzelhandelsumsätze auch im April mit einem Zuwachs um 3,2 Prozent robust gezeigt. Die Stimmungsindikatoren würden jedoch weiterhin mau bleiben.
Mit 4,0 Prozent habe die Inflation im Mai über dem Vormonat (3,7 Prozent) aber unterhalb der Erwartungen (4,2 Prozent) gelegen. Die Kernrate sei um 0,1 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent gefallen. Der anhaltend hohe Lohndruck im Dienstleistungssektor sorge für einen beständigen Preisdruck.
In einem sich möglicherweise eintrübenden wirtschaftlichen Umfeld habe sich die Notenbank Mitte Juni entschieden, den Leitzins um 25 Basispunkte zu senken. Das Risiko einer weiteren Abwertung des Forints (HUF) durch eine stärkere Zinssenkung (50 Basispunkte) erschien den Währungshütern anscheinend zu hoch. Weitere Zinssenkungen sollten allerdings im Jahresverlauf folgen.
Die Deutsche Bank sehe den EUR/HUF-Kurs (396) in den nächsten sechs Monaten wenig verändert bei 400,00. (Währungsbulletin Juli 2024)
(09.07.2024/alc/a/a)
2,4 Prozent sei die Produktion im April gegenüber dem Vorjahr gesunken; 0,7 Prozent zum Vormonat. Insbesondere die schwache Nachfrage aus dem europäischen Ausland mache sich hier bemerkbar. Zwar würden einige Analysten in der zweiten Jahreshälfte eine Kehrtwende zum Besseren erwarten, doch ein positiver BIP-Wachstumsbeitrag dürfte 2024 ausbleiben.
Mit 4,0 Prozent habe die Inflation im Mai über dem Vormonat (3,7 Prozent) aber unterhalb der Erwartungen (4,2 Prozent) gelegen. Die Kernrate sei um 0,1 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent gefallen. Der anhaltend hohe Lohndruck im Dienstleistungssektor sorge für einen beständigen Preisdruck.
In einem sich möglicherweise eintrübenden wirtschaftlichen Umfeld habe sich die Notenbank Mitte Juni entschieden, den Leitzins um 25 Basispunkte zu senken. Das Risiko einer weiteren Abwertung des Forints (HUF) durch eine stärkere Zinssenkung (50 Basispunkte) erschien den Währungshütern anscheinend zu hoch. Weitere Zinssenkungen sollten allerdings im Jahresverlauf folgen.
Die Deutsche Bank sehe den EUR/HUF-Kurs (396) in den nächsten sechs Monaten wenig verändert bei 400,00. (Währungsbulletin Juli 2024)
(09.07.2024/alc/a/a)


