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Übergänge erfolgreich managen - Aktien gegenüber Anleihen bevorzugt
03.02.14 15:58
Pioneer Investments Austria
Wien (www.anleihencheck.de) - Die Experten von Pioneer Investments Austria gehen davon aus, dass die Zentralbanken auch 2014 eine entscheidende Rolle spielen werden, da sie mit einer anhaltend expansiven Geldpolitik die Aktienmärkte stützen werden.
Allerdings würden die Maßnahmen der Zentralbanken zunehmend an Effektivität verlieren. Die strategische Präferenz der Experten für Aktien bleibe auch für 2014 aufrecht, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass 2014 tatsächlich eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eintrete.
Viele Risikofaktoren seien noch vorhanden: Das Volumen der von den Zentralbanken im Verhältnis zum BIP zur Verfügung gestellten Liquidität habe ein beispielloses Ausmaß erreicht. Die Gesamtverschuldung der Wirtschaft sei nach wie vor hoch, und die wachsenden Ungleichgewichte in den Einkommensverhältnissen, aber auch zwischen den Generationen, würden Anlass zur Sorge geben, was die gesellschaftliche Stabilität betreffe.
Das zentrale Thema dieses Outlooks kreise nicht nur um die Frage, wie sich die Weltwirtschaft im Jahr 2014 entwickeln werde, sondern beschäftige sich insbesondere auch damit, ob das neue Jahr angesichts der vielfältigen Veränderungen in der globalen Wirtschaft und der in wesentlichen Aspekten divergierenden Geldpolitik die für ein ausgewogeneres und nachhaltigeres Wachstum erforderlichen Bedingungen bieten werde. Dies würde entscheidend zur Unterstützung der Finanzmärkte - insbesondere der riskanten Anlageklassen - beitragen und einer neuen Blasenbildung sowie Stabilitätsverlusten vorbeugen.
Was das Wachstum betreffe, sei die US-Wirtschaft besser positioniert, um wieder jene optimale Dynamik zu erreichen, die ihrem langfristigen Potenzial entspreche. Im Privatsektor sei der Schuldenabbau bereits weit fortgeschritten. Die zyklischen Wirtschaftsfaktoren würden sich verbessern, und die von der Fiskalkonsolidierung ausgehende dämpfende Wirkung sollte 2014 deutlich geringer ausfallen als 2013, was stärkere Wachstumsraten erwarten lasse. Hier werde sich der bedeutendste Übergang - von einem auf Schulden und Liquidität basierenden Wirtschaftsmodell hin zu einem stärker selbsttragenden Aufschwung - vollziehen, wobei vor allem der Wohnbau und die Unternehmen wieder Arbeitsplätze schaffen und damit auf breiter Basis eine Umverteilung von Einkommen und Vermögen ermöglichen würden.
Die US-Zentralbank Federal Reserve habe den Übergang zu einer normalen Geldpolitik im Dezember mit einer leichten Reduzierung ihrer wichtigsten konjunkturfördernden Maßnahme, der als Quantitative Easing (QE) bekannten ultralockeren Geldpolitik, begonnen. Gleichzeitig habe die FED ihre "Forward Guidance" (den Ausblick auf die für die Zukunft geplanten Maßnahmen) verstärkt, indem sie eine klare Trennlinie zwischen dem Ende der ultralockeren Geldpolitik (QE) und einem neuen Zinsanhebungszyklus gezogen habe. Nach Meinung der Experten werde die effektive Steuerung der Zinserwartungen des Marktes 2014 eine der wichtigsten Herausforderungen für die Wirtschaft und die Finanzmärkte darstellen. Gelinge dies nicht, könnten die Anleiherenditen in die Höhe schnellen. Dies würde die Realwirtschaft schwächen und ihr Vorteile eines sanften Übergangs nehmen.
Auch in Europa helle sich der wirtschaftliche Ausblick auf, da die Maßnahmen zur Fiskalkonsolidierung zu einem großen Teil geschafft sein dürften. Insbesondere bei den Handels- und Leistungsbilanzen gebe es Anzeichen für eine Wiederannäherung zwischen den Ländern der Eurozone. Andererseits verlaufe die Entwicklung des BIP-Wachstums nach wie vor unterschiedlich und es bestünden einige Schwachstellen: Ein wichtiges Beispiel dafür seien die möglichen sozialen Auswirkungen hoher Arbeitslosigkeit in den Peripherieländern, die nach Einschätzung der Experten vom Markt noch nicht zur Gänze eingepreist worden seien.
Auch bezüglich der Fragmentierung der Kreditmärkte, die vor allem die Kreditvergabe der Banken an kleine und mittelgroße Unternehmen beeinträchtige, sei kaum eine Verbesserung festzustellen, da die Kreditnachfrage praktisch zum Stillstand gekommen sei. Hier werde nach Meinung der Experten die Rolle der EZB immer wichtiger. Nachdem sie das Extremrisiko eines Euro-Zerfalls abgewendet habe, werde sie nun danach trachten, die Entstehung einer Deflation in den schwächsten Ländern zu verhindern. Dies erkläre die Zinssenkung vom November und die Gespräche über neue, unkonventionelle Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft.
2014 könnte der Übergang zu einer Bankenunion stattfinden, als eine Möglichkeit, die Fragmentierung der Kreditmärkte zu überwinden. Als erstes wesentliches Kriterium stehe der Stresstest der Bankbilanzen an, dessen Ergebnisse auch einen Hinweis auf die Stärke der wirtschaftlichen Erholung der Eurozone liefern würden.
Auch in Japan gewinne die Erholung der Wirtschaft an Dynamik. Dort scheinen die Maßnahmen, die zur Überwindung der langjährigen Deflation ergriffen wurden, Wirkung zu zeigen, so die Experten von Pioneer Investments Austria. Die Experten würden erwarten, dass die Bank of Japan (BoJ) ihre expansive Ausrichtung beibehalten und damit vor allem eine (durchaus erwünschte) Schwächung des Yen bewirken werde. Allerdings würden Zweifel hinsichtlich der mittel- bis langfristigen Wirksamkeit des neuen Wirtschaftskurses ("Abenomics") bestehen bleiben, da insbesondere bei den Strukturreformen noch viel zu tun bleibe.
Während sich der Konjunkturausblick für die wichtigsten entwickelten Länder aufhelle, dürfte der Beitrag der Schwellenländer (Emerging Markets) zum globalen Wachstum 2014 zwar positiv bleiben, aber vermutlich zurückgehen. Die Experten hätten schon wiederholt betont, dass es sich bei den Emerging Markets um eine inhomogene Gruppe handle und könnten die Bedeutung eines selektiven, länderspezifischen Ansatzes nicht stark genug betonen, wobei die Widerstandskraft gegenüber externen Turbulenzen eines der wichtigsten Anlagekriterien sei.
Die meisten Emerging Markets stünden vor der Herausforderung, den Übergang von einem export- und investitionsorientierten Wirtschaftsmodell auf eine durch Inlandsnachfrage getriebene Wirtschaft zu bewältigen. Wie erfolgreich dieser Übergang sein werde, hänge nach Erachten der Experten von der Bereitschaft zu Strukturreformen ab. Wie durch die deutliche, anlässlich der Vollversammlung der Kommunistischen Partei im November erhobene Forderung nach mehr Marktwirtschaft bestätigt, sei China nach Meinung der Experten für diesen Übergang besser gerüstet.
Was die Anlagestrategien betreffe würden die Experten in ihrem Basisszenario davon ausgehen, dass das Wachstum der Weltwirtschaft allmählich Fahrt aufnehmen werde und die zahlreichen genannten Veränderungen einigermaßen reibungslos und ohne größere Turbulenzen verlaufen würden. Ein solches Szenario wäre für die Staatsanleihen der Kernstaaten negativ, da diese langfristig negative Realerträge verzeichnen würden, und würde eher riskante Anlageklassen - insbesondere Aktien - begünstigen, wie bereits in dem CIO-Schreiben der Experten vom Dezember mit dem Titel "Be Long, Be Careful" ausgeführt. Der große Umstieg in Aktien habe ja bereits im Mai mit dem Abverkauf von Anleihen begonnen. Für 2014 würden weitere Umschichtungen in diese Anlageklasse erwartet.
Die Experten würden nach wie vor europäische Aktien bevorzugen. Diese seien ihrer Meinung nach günstiger bewertet als US-Aktien. Was die Emerging Markets betreffe, würden sie in China übergewichtet bleiben. Dabei sollte man jedoch nicht übersehen, dass beim derzeitigen Bewertungsniveau von Aktien und Anleihen langfristig deutlich niedrigere - im einstelligen Bereich liegende - nominelle Renditen als im langjährigen Durchschnitt zu erwarten sein würden. Daneben werde in liquiditätsgetriebenen Märkten bei der Einschätzung der Gewichtung der Länder oder Sektoren sowie der Anlageklassen (Aktien/Anleihen) ein selektiverer Ansatz entscheidend sein, um günstige Investmentchancen zu identifizieren.
Die Hauptrisiken für dieses Szenario könnten nach Einschätzung der Experten von einem enttäuschenden Wirtschaftswachstum und einem dramatischen und unerwarteten Zinsanstieg - als Folge von politischen Fehlern - ausgehen. Außerdem liege die Volatilität der Aktien- wie auch der Anleihemärkte auf historisch niedrigen Niveaus. Eine negative Überraschung könnte hier als Katalysator für plötzliche Marktbewegungen wirken.
Die Experten von Pioneer Investments Austria setzen daher 2014 vor allem auf einen flexiblen und aktiven Marktansatz bei gleichzeitig verstärkter Betonung des Risikomanagements. (03.02.2014/alc/a/a)
Allerdings würden die Maßnahmen der Zentralbanken zunehmend an Effektivität verlieren. Die strategische Präferenz der Experten für Aktien bleibe auch für 2014 aufrecht, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass 2014 tatsächlich eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eintrete.
Viele Risikofaktoren seien noch vorhanden: Das Volumen der von den Zentralbanken im Verhältnis zum BIP zur Verfügung gestellten Liquidität habe ein beispielloses Ausmaß erreicht. Die Gesamtverschuldung der Wirtschaft sei nach wie vor hoch, und die wachsenden Ungleichgewichte in den Einkommensverhältnissen, aber auch zwischen den Generationen, würden Anlass zur Sorge geben, was die gesellschaftliche Stabilität betreffe.
Das zentrale Thema dieses Outlooks kreise nicht nur um die Frage, wie sich die Weltwirtschaft im Jahr 2014 entwickeln werde, sondern beschäftige sich insbesondere auch damit, ob das neue Jahr angesichts der vielfältigen Veränderungen in der globalen Wirtschaft und der in wesentlichen Aspekten divergierenden Geldpolitik die für ein ausgewogeneres und nachhaltigeres Wachstum erforderlichen Bedingungen bieten werde. Dies würde entscheidend zur Unterstützung der Finanzmärkte - insbesondere der riskanten Anlageklassen - beitragen und einer neuen Blasenbildung sowie Stabilitätsverlusten vorbeugen.
Was das Wachstum betreffe, sei die US-Wirtschaft besser positioniert, um wieder jene optimale Dynamik zu erreichen, die ihrem langfristigen Potenzial entspreche. Im Privatsektor sei der Schuldenabbau bereits weit fortgeschritten. Die zyklischen Wirtschaftsfaktoren würden sich verbessern, und die von der Fiskalkonsolidierung ausgehende dämpfende Wirkung sollte 2014 deutlich geringer ausfallen als 2013, was stärkere Wachstumsraten erwarten lasse. Hier werde sich der bedeutendste Übergang - von einem auf Schulden und Liquidität basierenden Wirtschaftsmodell hin zu einem stärker selbsttragenden Aufschwung - vollziehen, wobei vor allem der Wohnbau und die Unternehmen wieder Arbeitsplätze schaffen und damit auf breiter Basis eine Umverteilung von Einkommen und Vermögen ermöglichen würden.
Die US-Zentralbank Federal Reserve habe den Übergang zu einer normalen Geldpolitik im Dezember mit einer leichten Reduzierung ihrer wichtigsten konjunkturfördernden Maßnahme, der als Quantitative Easing (QE) bekannten ultralockeren Geldpolitik, begonnen. Gleichzeitig habe die FED ihre "Forward Guidance" (den Ausblick auf die für die Zukunft geplanten Maßnahmen) verstärkt, indem sie eine klare Trennlinie zwischen dem Ende der ultralockeren Geldpolitik (QE) und einem neuen Zinsanhebungszyklus gezogen habe. Nach Meinung der Experten werde die effektive Steuerung der Zinserwartungen des Marktes 2014 eine der wichtigsten Herausforderungen für die Wirtschaft und die Finanzmärkte darstellen. Gelinge dies nicht, könnten die Anleiherenditen in die Höhe schnellen. Dies würde die Realwirtschaft schwächen und ihr Vorteile eines sanften Übergangs nehmen.
Auch in Europa helle sich der wirtschaftliche Ausblick auf, da die Maßnahmen zur Fiskalkonsolidierung zu einem großen Teil geschafft sein dürften. Insbesondere bei den Handels- und Leistungsbilanzen gebe es Anzeichen für eine Wiederannäherung zwischen den Ländern der Eurozone. Andererseits verlaufe die Entwicklung des BIP-Wachstums nach wie vor unterschiedlich und es bestünden einige Schwachstellen: Ein wichtiges Beispiel dafür seien die möglichen sozialen Auswirkungen hoher Arbeitslosigkeit in den Peripherieländern, die nach Einschätzung der Experten vom Markt noch nicht zur Gänze eingepreist worden seien.
2014 könnte der Übergang zu einer Bankenunion stattfinden, als eine Möglichkeit, die Fragmentierung der Kreditmärkte zu überwinden. Als erstes wesentliches Kriterium stehe der Stresstest der Bankbilanzen an, dessen Ergebnisse auch einen Hinweis auf die Stärke der wirtschaftlichen Erholung der Eurozone liefern würden.
Auch in Japan gewinne die Erholung der Wirtschaft an Dynamik. Dort scheinen die Maßnahmen, die zur Überwindung der langjährigen Deflation ergriffen wurden, Wirkung zu zeigen, so die Experten von Pioneer Investments Austria. Die Experten würden erwarten, dass die Bank of Japan (BoJ) ihre expansive Ausrichtung beibehalten und damit vor allem eine (durchaus erwünschte) Schwächung des Yen bewirken werde. Allerdings würden Zweifel hinsichtlich der mittel- bis langfristigen Wirksamkeit des neuen Wirtschaftskurses ("Abenomics") bestehen bleiben, da insbesondere bei den Strukturreformen noch viel zu tun bleibe.
Während sich der Konjunkturausblick für die wichtigsten entwickelten Länder aufhelle, dürfte der Beitrag der Schwellenländer (Emerging Markets) zum globalen Wachstum 2014 zwar positiv bleiben, aber vermutlich zurückgehen. Die Experten hätten schon wiederholt betont, dass es sich bei den Emerging Markets um eine inhomogene Gruppe handle und könnten die Bedeutung eines selektiven, länderspezifischen Ansatzes nicht stark genug betonen, wobei die Widerstandskraft gegenüber externen Turbulenzen eines der wichtigsten Anlagekriterien sei.
Die meisten Emerging Markets stünden vor der Herausforderung, den Übergang von einem export- und investitionsorientierten Wirtschaftsmodell auf eine durch Inlandsnachfrage getriebene Wirtschaft zu bewältigen. Wie erfolgreich dieser Übergang sein werde, hänge nach Erachten der Experten von der Bereitschaft zu Strukturreformen ab. Wie durch die deutliche, anlässlich der Vollversammlung der Kommunistischen Partei im November erhobene Forderung nach mehr Marktwirtschaft bestätigt, sei China nach Meinung der Experten für diesen Übergang besser gerüstet.
Was die Anlagestrategien betreffe würden die Experten in ihrem Basisszenario davon ausgehen, dass das Wachstum der Weltwirtschaft allmählich Fahrt aufnehmen werde und die zahlreichen genannten Veränderungen einigermaßen reibungslos und ohne größere Turbulenzen verlaufen würden. Ein solches Szenario wäre für die Staatsanleihen der Kernstaaten negativ, da diese langfristig negative Realerträge verzeichnen würden, und würde eher riskante Anlageklassen - insbesondere Aktien - begünstigen, wie bereits in dem CIO-Schreiben der Experten vom Dezember mit dem Titel "Be Long, Be Careful" ausgeführt. Der große Umstieg in Aktien habe ja bereits im Mai mit dem Abverkauf von Anleihen begonnen. Für 2014 würden weitere Umschichtungen in diese Anlageklasse erwartet.
Die Experten würden nach wie vor europäische Aktien bevorzugen. Diese seien ihrer Meinung nach günstiger bewertet als US-Aktien. Was die Emerging Markets betreffe, würden sie in China übergewichtet bleiben. Dabei sollte man jedoch nicht übersehen, dass beim derzeitigen Bewertungsniveau von Aktien und Anleihen langfristig deutlich niedrigere - im einstelligen Bereich liegende - nominelle Renditen als im langjährigen Durchschnitt zu erwarten sein würden. Daneben werde in liquiditätsgetriebenen Märkten bei der Einschätzung der Gewichtung der Länder oder Sektoren sowie der Anlageklassen (Aktien/Anleihen) ein selektiverer Ansatz entscheidend sein, um günstige Investmentchancen zu identifizieren.
Die Hauptrisiken für dieses Szenario könnten nach Einschätzung der Experten von einem enttäuschenden Wirtschaftswachstum und einem dramatischen und unerwarteten Zinsanstieg - als Folge von politischen Fehlern - ausgehen. Außerdem liege die Volatilität der Aktien- wie auch der Anleihemärkte auf historisch niedrigen Niveaus. Eine negative Überraschung könnte hier als Katalysator für plötzliche Marktbewegungen wirken.
Die Experten von Pioneer Investments Austria setzen daher 2014 vor allem auf einen flexiblen und aktiven Marktansatz bei gleichzeitig verstärkter Betonung des Risikomanagements. (03.02.2014/alc/a/a)


