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US-Zinsentscheid: Weitere Zinserhöhungen erwartet
16.03.17 10:00
M&G Investments
London (www.anleihencheck.de) - Es hat funktioniert: Die Vertreter der FED haben in einer gemeinsamen Aktion den Markt auf die gestrige Erhöhung der US-Leitzinsen um 25 Basispunkte vorbereitet, und dieser hat die Entscheidung vollständig vorweggenommen, so Anthony Doyle, Investment Director im Fixed-Interest-Team bei M&G Investments.
So habe der Offenmarktausschuss der amerikanischen Notenbank (FOMC) beschlossen, dass höhere Zinsen für die Wirtschaft nötig seien, da sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter anspanne und Inflationsdruck aufbaue. Der Anstieg der Kerninflation auf 2,7 Prozent im Februar - den höchsten Wert seit fünf Jahren - gebe der FED Anlass zur Sorge. Ihr Anliegen sei es, die Inflationserwartungen stabil zu halten.
Janet Yellen habe kürzlich in einer Rede festgestellt, dass sich der Prozess weg von einer lockeren Geldpolitik wohl nicht so langsam wie in den letzten Jahren vollziehen werde. Daher würden die Experten von mindestens zwei weiteren Zinserhöhungen ausgehen. Je nach Ausmaß der von der US-Regierung angekündigten fiskalischen Anreize seien selbst drei Zinsschritte bis zum Jahresende möglich.
Neben der Stärke der US-Konjunktur zeige sich auch die Weltwirtschaft in guter Verfassung. Sowohl China als auch Europa seien auf dem Wachstumskurs, sodass sich die globale Wachstumsrate nach dem Rückgang auf 3,0 Prozent 2016 in diesem Jahr beschleunigen könnte. Die Experten würden daher erwarten, dass die Zahlungsausfallraten von Unternehmen weltweit niedrig bleiben und ein günstiges Umfeld für risikobehaftete Anlagen, wie Unternehmensanleihen aus dem Investment Grade- und High Yield-Bereich, bieten würden.
In Europa einschließlich Großbritannien sowie Japan dürften zudem die Leitzinsen niedrig bleiben und den Abstand zu den US-Zinsen erhöhen, sodass der Dollar dadurch gegenüber den übrigen Leitwährungen weiter gestärkt werden könnte. Aber es gebe auch Risiken für die Weltwirtschaft: Allen voran sollten Anleger auf die politischen Entwicklungen in Europa, einen grundlegenden Wandel der US-Handelspolitik oder eine Verzögerung bei der Steuerreform und dem Konjunkturprogramm in den USA achten. (Ausgabe vom 15.03.2017) (16.03.2017/alc/a/a)
So habe der Offenmarktausschuss der amerikanischen Notenbank (FOMC) beschlossen, dass höhere Zinsen für die Wirtschaft nötig seien, da sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter anspanne und Inflationsdruck aufbaue. Der Anstieg der Kerninflation auf 2,7 Prozent im Februar - den höchsten Wert seit fünf Jahren - gebe der FED Anlass zur Sorge. Ihr Anliegen sei es, die Inflationserwartungen stabil zu halten.
Neben der Stärke der US-Konjunktur zeige sich auch die Weltwirtschaft in guter Verfassung. Sowohl China als auch Europa seien auf dem Wachstumskurs, sodass sich die globale Wachstumsrate nach dem Rückgang auf 3,0 Prozent 2016 in diesem Jahr beschleunigen könnte. Die Experten würden daher erwarten, dass die Zahlungsausfallraten von Unternehmen weltweit niedrig bleiben und ein günstiges Umfeld für risikobehaftete Anlagen, wie Unternehmensanleihen aus dem Investment Grade- und High Yield-Bereich, bieten würden.
In Europa einschließlich Großbritannien sowie Japan dürften zudem die Leitzinsen niedrig bleiben und den Abstand zu den US-Zinsen erhöhen, sodass der Dollar dadurch gegenüber den übrigen Leitwährungen weiter gestärkt werden könnte. Aber es gebe auch Risiken für die Weltwirtschaft: Allen voran sollten Anleger auf die politischen Entwicklungen in Europa, einen grundlegenden Wandel der US-Handelspolitik oder eine Verzögerung bei der Steuerreform und dem Konjunkturprogramm in den USA achten. (Ausgabe vom 15.03.2017) (16.03.2017/alc/a/a)


