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US-Wahlen: Zinsvolatilität steigt
30.10.24 12:34
MFS Investment Management
Boston (www.anleihencheck.de) - Die US-Wahlen waren in der Vergangenheit für die Finanzmärkte nicht wirklich von Bedeutung, doch dieses Mal könnte es anders sein, so Benoit Anne, Anleiheexperte bei MFS Investment Management.
Es bestehe das Risiko, dass die Zinsvolatilität aufgrund der US-Wahlen weiter zunehme. Warum? Es gehe um die Ausgangsbedingungen. Man gehe in die letzte Phase des Wahlkampfs, und die US-Wirtschaft laufe besonders gut.
Manche würden sogar sagen, zu gut, da die jüngste makroökonomische Entwicklung nicht nachhaltig zu sein scheine. Im Falle eines republikanischen Wahlsieges bestehe eindeutig die Gefahr, dass die US-Wirtschaft wieder in ein höheres Inflationsregime kippe, wenn Angebotsschocks, höhere Zölle und Nachfragestimulierung Öl ins Feuer gießen würden.
Vor diesem Hintergrund sei es durchaus möglich, dass die ohnehin schon recht hohe Zinsvolatilität noch weiter zunehmen werde. Kurzfristig könnte das Durationsmanagement eine ziemliche Herausforderung darstellen. Die gute Nachricht für festverzinsliche Wertpapiere: Das Umfeld für Unternehmensanleihen sei nach wie vor günstig, und die Spreads seien in Ordnung. (30.10.2024/alc/a/a)
Es bestehe das Risiko, dass die Zinsvolatilität aufgrund der US-Wahlen weiter zunehme. Warum? Es gehe um die Ausgangsbedingungen. Man gehe in die letzte Phase des Wahlkampfs, und die US-Wirtschaft laufe besonders gut.
Manche würden sogar sagen, zu gut, da die jüngste makroökonomische Entwicklung nicht nachhaltig zu sein scheine. Im Falle eines republikanischen Wahlsieges bestehe eindeutig die Gefahr, dass die US-Wirtschaft wieder in ein höheres Inflationsregime kippe, wenn Angebotsschocks, höhere Zölle und Nachfragestimulierung Öl ins Feuer gießen würden.
Vor diesem Hintergrund sei es durchaus möglich, dass die ohnehin schon recht hohe Zinsvolatilität noch weiter zunehmen werde. Kurzfristig könnte das Durationsmanagement eine ziemliche Herausforderung darstellen. Die gute Nachricht für festverzinsliche Wertpapiere: Das Umfeld für Unternehmensanleihen sei nach wie vor günstig, und die Spreads seien in Ordnung. (30.10.2024/alc/a/a)


