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US-Verbraucherpreisindex von Juli
15.08.24 09:00
Janus Henderson Investors
London (www.anleihencheck.de) - Am 14. August 2024 fielen sowohl der Gesamt- als auch der Kern-Verbraucherpreisindex (VPI) in den USA wie prognostiziert um 0,2%, so John Kerschner, Head of US Securitised Products und Portfolio Manager bei Janus Henderson Investors.
Damit sei der Gesamtpreisindex im Jahresvergleich von 3,0% im Vormonat auf 2,9% und der Kernpreisindex im Jahresvergleich von 3,3% im Vormonat auf 3,2% gesunken. Ausschlaggebend für die niedrigeren VPI-Werte seien die Kerndienstleistungen ohne Wohnungswesen gewesen, die in den letzten drei Monaten durchschnittlich unverändert geblieben seien, während sie im ersten Quartal 2024 um 0,66% (fast 8% auf Jahresbasis) gestiegen seien.
Der Verbraucherpreisindex sei die erste wichtige Wirtschaftszahl, die seit der Zinserhöhung der Bank of Japan um 25 Basispunkte in der vergangenen Woche und dem darauffolgenden weltweiten Aktienausverkauf veröffentlicht worden sei. Angesichts der am 14. August 2024 veröffentlichten Zahlen atme der Markt mit kaum veränderten Zinssätzen und Aktienfutures erleichtert auf.
Während die Wall Street in der vergangenen Woche aufgrund der Mini-Krise schnell weitere Zinssenkungen der FED eingepreist habe, hätten die FED-Gouverneure, darunter Raphael Bostic von der Atlanta FED, diese Prognosen zurückgewiesen und erklärt, es seien "etwas mehr Daten" erforderlich, um solche Senkungen zu unterstützen.
Die Marktteilnehmer hätten sich entscheiden müssen: Sollten sie den niedrigeren Inflationszahlen von Ende 2023 Glauben schenken, wo die Kerninflation des Verbraucherpreisindex bei niedrigen 3% gelegen habe, oder den höheren Zahlen von Anfang 2024, wo sie bei mittleren 4% gelegen habe. Die Zahlen vom 14. August 2024 würden bestätigen, dass die Inflationsentwicklung insgesamt rückläufig sei. Während der Jahreswert für die Kerninflation bei 3,2% liege, betrage der annualisierte Dreimonatswert lediglich 1,6% und liege damit deutlich unter dem Ziel der FED von 2%.
Während die aktuellen Inflationszahlen der FED grünes Licht für eine Zinssenkung auf ihrer Sitzung am 18. September geben würden, habe sich der Anleihemarkt seit Ende Juli bereits stark erholt, und der 2-jährige UST sei um über 40 Basispunkte gefallen. Die Experten würden davon ausgehen, dass sich der US-Anleihemarkt bei diesem Zinsniveau stabilisiere und weitere Hinweise der FED erwarten, ob die Zinsen langsam und behutsam oder steiler und drastischer gesenkt würden. Diese Frage dürfte erst nach Ende der aktuellen Spätsommerflaute geklärt werden, wenn alle nach dem Labor Day wieder zurück an ihren Arbeitsplätzen seien. (Ausgabe vom 14.08.2024) (15.08.2024/alc/a/a)
Damit sei der Gesamtpreisindex im Jahresvergleich von 3,0% im Vormonat auf 2,9% und der Kernpreisindex im Jahresvergleich von 3,3% im Vormonat auf 3,2% gesunken. Ausschlaggebend für die niedrigeren VPI-Werte seien die Kerndienstleistungen ohne Wohnungswesen gewesen, die in den letzten drei Monaten durchschnittlich unverändert geblieben seien, während sie im ersten Quartal 2024 um 0,66% (fast 8% auf Jahresbasis) gestiegen seien.
Während die Wall Street in der vergangenen Woche aufgrund der Mini-Krise schnell weitere Zinssenkungen der FED eingepreist habe, hätten die FED-Gouverneure, darunter Raphael Bostic von der Atlanta FED, diese Prognosen zurückgewiesen und erklärt, es seien "etwas mehr Daten" erforderlich, um solche Senkungen zu unterstützen.
Die Marktteilnehmer hätten sich entscheiden müssen: Sollten sie den niedrigeren Inflationszahlen von Ende 2023 Glauben schenken, wo die Kerninflation des Verbraucherpreisindex bei niedrigen 3% gelegen habe, oder den höheren Zahlen von Anfang 2024, wo sie bei mittleren 4% gelegen habe. Die Zahlen vom 14. August 2024 würden bestätigen, dass die Inflationsentwicklung insgesamt rückläufig sei. Während der Jahreswert für die Kerninflation bei 3,2% liege, betrage der annualisierte Dreimonatswert lediglich 1,6% und liege damit deutlich unter dem Ziel der FED von 2%.
Während die aktuellen Inflationszahlen der FED grünes Licht für eine Zinssenkung auf ihrer Sitzung am 18. September geben würden, habe sich der Anleihemarkt seit Ende Juli bereits stark erholt, und der 2-jährige UST sei um über 40 Basispunkte gefallen. Die Experten würden davon ausgehen, dass sich der US-Anleihemarkt bei diesem Zinsniveau stabilisiere und weitere Hinweise der FED erwarten, ob die Zinsen langsam und behutsam oder steiler und drastischer gesenkt würden. Diese Frage dürfte erst nach Ende der aktuellen Spätsommerflaute geklärt werden, wenn alle nach dem Labor Day wieder zurück an ihren Arbeitsplätzen seien. (Ausgabe vom 14.08.2024) (15.08.2024/alc/a/a)


