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US-Treasuries bleiben schwach, Euro-Rentenmärkte erholen sich
07.08.13 16:43
Pioneer Investments Austria
Wien (www.anleihencheck.de) - Der US-Treasury Markt reagiert weiterhin negativ auf die Aussicht einer baldigen Reduktion des Anleihen-Ankaufprogramms in den USA, so die Experten von Pioneer Investments Austria.
Bei einem Wachstum, das sich im nächsten Jahr beschleunigen solle, seien die Renditen von US-Treasuries wahrscheinlich nach wie vor zu niedrig. Seit Jahresanfang się der US-Rentenmarkt um 0,1% gefallen. Die Experten würden auch 2014 weitere Renditeanstiege in den USA erwarten. In der Eurozone hätten sich die Rentenmärkte stabilisieren können und seien mit Ausnahme von Portugal leicht gestiegen.
Während die Peripheriestaaten im Juli im Durchschnitt um 1,1% gestiegen seien, sei die Erholung nach zwei extrem negativen Monaten in den Kernländern mit +0,58% deutlich geringer ausgefallen. Seit Jahresanfang seien die Kernländer um 1,0% gefallen, die Rentenmärkte der Euro-Peripheriestaaten um 4,5% gestiegen, der Gesamtmarkt um 0,9% gestiegen.
Obwohl Italien von Standard & Poor's von BBB+ auf BBB downgegraded worden sei, hätten die Marktteilnehmer gelassen reagiert und der italienische Anleihenmarkt sei um 1,1% gestiegen. Standard & Poor's bemängele die unzureichenden Reformen im Arbeits- und Produktmarkt, die u.a. für das schwache Wachstum verantwortlich seien (für 2013 werde ein Rückgang des BIP um 1,9% erwartet). In Italien seien die Arbeitskosten im Vergleich zu anderen Eurozone-Staaten in den vergangen Jahren zu stark gestiegen.
Unternehmensanleihen hätten zulegen können, Non-Financials und Financials seien um jeweils 0,82% gestiegen. Euro High Yield Anleihen hätten ihre Outperformance mit einem Plus von 2,1% im Juli und +4,3% seit Jahresanfang 2013 fortgesetzt.
Konjunktur-Vorlaufindikatoren würden auf eine Stabilisierung der Wirtschaftsaktivität in der Eurozone hinweisen, allerdings mit sehr unterschiedlicher geografischer Ausprägung. Eine eventuelle Kreditblase in China bringe zusätzliche Anspannung. Die politischen Risiken würden als Folge der ökonomischen Belastungen zunehmen. Die US-Notenbank (FED) kommuniziere einen klaren, aber bedingten Pfad für die Reduzierung des Ankaufs von Anleihen.
Die FED reagiere damit auf ein verändertes Risiko/Nutzen-Verhältnis dieses Werkzeuges. Risiken würden in der Bildung einer erneuten Blase am Immobilienmarkt gesehen. Die damit verbundene Abnahme der Überschussliquidität (bzw. deren Erwartung) lasse Risikoprämien auf Laufzeit, Liquidität und Kredit steigen.
Die Unterauslastung der Wirtschaft in der Eurozone lasse keinen Preisdruck erwarten, die jährliche Inflationsrate sollte sich bis Jahresende nur knapp über 1% bewegen. Die EZB stelle über mengenunbeschränkte mittelfristige Fixzins-Finanzierungen allen Banken bis Mitte 2014 Liquidität zur Verfügung. Eine eventuelle Reduktion der Stimulation der US-Geldpolitik sollte die EZB zu verstärktem Eingreifen veranlassen. Aufgrund der niedrigen Inflation und des stagnierenden Wachstums sei eine weitere EZB-Zinssenkung oder Geldmengenoperation denkbar. (Ausgabe August 2013) (07.08.2013/alc/a/a)
Bei einem Wachstum, das sich im nächsten Jahr beschleunigen solle, seien die Renditen von US-Treasuries wahrscheinlich nach wie vor zu niedrig. Seit Jahresanfang się der US-Rentenmarkt um 0,1% gefallen. Die Experten würden auch 2014 weitere Renditeanstiege in den USA erwarten. In der Eurozone hätten sich die Rentenmärkte stabilisieren können und seien mit Ausnahme von Portugal leicht gestiegen.
Während die Peripheriestaaten im Juli im Durchschnitt um 1,1% gestiegen seien, sei die Erholung nach zwei extrem negativen Monaten in den Kernländern mit +0,58% deutlich geringer ausgefallen. Seit Jahresanfang seien die Kernländer um 1,0% gefallen, die Rentenmärkte der Euro-Peripheriestaaten um 4,5% gestiegen, der Gesamtmarkt um 0,9% gestiegen.
Unternehmensanleihen hätten zulegen können, Non-Financials und Financials seien um jeweils 0,82% gestiegen. Euro High Yield Anleihen hätten ihre Outperformance mit einem Plus von 2,1% im Juli und +4,3% seit Jahresanfang 2013 fortgesetzt.
Konjunktur-Vorlaufindikatoren würden auf eine Stabilisierung der Wirtschaftsaktivität in der Eurozone hinweisen, allerdings mit sehr unterschiedlicher geografischer Ausprägung. Eine eventuelle Kreditblase in China bringe zusätzliche Anspannung. Die politischen Risiken würden als Folge der ökonomischen Belastungen zunehmen. Die US-Notenbank (FED) kommuniziere einen klaren, aber bedingten Pfad für die Reduzierung des Ankaufs von Anleihen.
Die FED reagiere damit auf ein verändertes Risiko/Nutzen-Verhältnis dieses Werkzeuges. Risiken würden in der Bildung einer erneuten Blase am Immobilienmarkt gesehen. Die damit verbundene Abnahme der Überschussliquidität (bzw. deren Erwartung) lasse Risikoprämien auf Laufzeit, Liquidität und Kredit steigen.
Die Unterauslastung der Wirtschaft in der Eurozone lasse keinen Preisdruck erwarten, die jährliche Inflationsrate sollte sich bis Jahresende nur knapp über 1% bewegen. Die EZB stelle über mengenunbeschränkte mittelfristige Fixzins-Finanzierungen allen Banken bis Mitte 2014 Liquidität zur Verfügung. Eine eventuelle Reduktion der Stimulation der US-Geldpolitik sollte die EZB zu verstärktem Eingreifen veranlassen. Aufgrund der niedrigen Inflation und des stagnierenden Wachstums sei eine weitere EZB-Zinssenkung oder Geldmengenoperation denkbar. (Ausgabe August 2013) (07.08.2013/alc/a/a)


