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US‑Infaltionsdaten überraschen negativ


12.02.25 15:00
Der Aktionär

Kulmbach (www.anleihencheck.de) - Die Verbraucherdaten aus den USA seien da, so Annalena Götz vom Anlegermagazin "Der Aktionär".

Im Januar 2025 seien die Verbraucherpreise 3% höher als im Vorjahr gewesen. Die Märkte würden die neuesten Inflationsdaten bestrafen: Der DAX sei anfänglich um 0,5% gefallen, der S&P 500 und der Dow Jones hätten vorbörslich fast 0,9% verloren. Inzwischen sei ein Teil der Verluste wieder wettgemacht worden.

Die Inflation sei im Januar stärker gestiegen als erwartet. Die Preise für Waren und Dienstleistungen in der gesamten US-Wirtschaft seien im Januar um 0,5% gestiegen. Die jährliche Inflationsrate liege damit bei 3%. Insbesondere die steigenden Wohnkosten sowie sprunghafte Anstiege bei den Lebensmittelkosten hätten zur Verteuerung beigetragen. Ebenso seien die Kosten für Dienstleistungen und Flugreisen starke Preistreiber.

Der prognostizierte Anstieg des Verbraucherpreisindex habe bei 0,3% gelegen, die geschätzte Inflationsrate bei 2,9%. Die Verfehlung der Erwartungen habe unmittelbar nach Bekanntgabe der Verbraucherdaten kräftige Kursbewegungen zur Folge. Die wichtigen deutschen und amerikanischen Indices hätten in den ersten Minuten nachgegeben.

Mittelfristig strebe die US-Notenbank eine Inflationsrate von 2% an. Zuletzt habe die FED den Leitzins im Dezember um 0,25 Prozentpunkte gesenkt und halte ihre Zinspolitik seitdem stabil. Eine weitere Zinssenkung werde angesichts der aktuellen Preisdaten erst zum Jahresende erwartet, so die Experten. Weitere Reaktionen der Finanzmärkte auf die Verbraucherpreisdaten aus den USA: Der Euro sei im Vergleich zum US-Dollar unter Druck geraten. Die Renditen von US-Staatsanleihen hätten deutlich zugelegt.

Die höheren Inflationsdaten dürften die Wall Street nicht nachhaltig belasten. Nach kurzfristigen Schwankungen sei mit einer Fortsetzung der Rally an den Börsen zu rechnen.

(Mit Material von dpa-AFX) (12.02.2025/alc/a/a)