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USA: Zinssenkung trotz Datenflaute


27.10.25 10:36
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate der Verbraucherpreise wird, wie die meisten regierungsamtlichen US-Daten, aufgrund des Shutdowns verspätet veröffentlicht, so die Analysten von Postbank Research.

Der Marktkonsens erwarte für den September einen Anstieg von 2,9 auf 3,1 Prozent, sowie eine bei 3,1 Prozent verharrende Kerninflationsrate. Die PCE-Kernrate sei im August bei 2,9 Prozent verblieben.

Nach den sehr schwachen Arbeitsmarktreports für den Juli und den August sei der für den September bis dato dem Shutdown zum Opfer gefallen. Die Daten des privaten Anbieters ADP für den Privatsektor hätten jedoch auf der ganzen Linie enttäuscht: In drei der letzten vier Monate habe sich die Zahl der besetzten Stellen verringert, zuletzt im September um 32.000. Im Marktkonsens sei ein Zuwachs um 50.000 Stellen erwartet worden.

Der ISM-Index der Industrie sei im September leicht auf 49,1 Punkte gestiegen, wobei der Subindex der Beschäftigung trotz eines leichten Anstiegs auf 45,3 Punkte tief im rezessiven Bereich bleibe. Der ISM-Index für Dienstleistungen sei von 52,0 auf 50,0 Punkte gefallen, primär wegen stark zurückgehender Neuaufträge. Auch hier sei die Beschäftigungskomponente schwach geblieben.

Die Indikatoren des Verbrauchervertrauens des Conference Boards und derjenige der Uni of Michigan hätten sich auf niedrigem Niveau stabilisiert.

Weitere Leitzinssenkungen der Fed um je 25 Basispunkte würden an den Swapmärkten für Oktober und Dezember fest eingepreist, im kommenden Jahr dann 75 Basispunkte bis Ende 2026.

Der US-Dollar habe sich zuletzt um EUR/USD 1,16 herum stabilisiert. In den nächsten sechs Monaten dürfte der Euro in Richtung 1,21 aufwerten. (Währungsbulletin November 2025) (27.10.2025/alc/a/a)