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USA: Zinserhöhung von 50 Basispunkten im September erwartet
11.08.22 13:12
Generali Investments
Köln (www.anleihencheck.de) - Die Abschwächung des Verbraucherpreisindex in den USA hat die Befürchtungen vor zu aggressiven Maßnahmen der US-Notenbank zwar verringert, bedeutet allerdings für die Geldpolitik keine entscheidende Wende, denn die hauptsächlichen Faktoren für die Inflation, wie Energie- und Rohstoffpreise, bleiben hoch, so Paolo Zanghieri, Senior Economist bei Generali Investments.
Dennoch, die Verlangsamung der Kerninflation sei ein erster Hinweis darauf, dass wir uns dem Höhepunkt der Inflation genähert haben könnten. Der Blick auf den Wohnungsmarkt zeige allergings, dass die Mieten weiterhin schnell steigen würden, und es werde einige Zeit dauern, bis sich die Abkühlung der Hauspreise auf den Verbraucher-Warenkorb auswirke. Die Rückführung auf eine angemessene Inflationsrate werde also noch Monate beanspruchen.
Trotz dieser mäßig guten Nachrichten stehe die FED weiterhin vor einer schwierigen Aufgabe: Die sehr guten Beschäftigungszahlen der letzten Woche und die anhaltenden Anzeichen für Lohnzuwächse würden zeigen, dass der Arbeitsmarkt nach wie vor sehr gut funktioniere. Die zaghaften Fortschritte an der Inflationsfront würden nicht ausreichen, um die FED zu einem wesentlich weniger aggressiven Normalisierungstempo zu bewegen. Generali Investments gehe nach wie vor von einer Zinserhöhung um 50 Basispunkte im September aus, mit einem gewissen Risiko einer weiteren Erhöhung um 75 Basispunkte wie im Juli. (11.08.2022/alc/a/a)
Dennoch, die Verlangsamung der Kerninflation sei ein erster Hinweis darauf, dass wir uns dem Höhepunkt der Inflation genähert haben könnten. Der Blick auf den Wohnungsmarkt zeige allergings, dass die Mieten weiterhin schnell steigen würden, und es werde einige Zeit dauern, bis sich die Abkühlung der Hauspreise auf den Verbraucher-Warenkorb auswirke. Die Rückführung auf eine angemessene Inflationsrate werde also noch Monate beanspruchen.
Trotz dieser mäßig guten Nachrichten stehe die FED weiterhin vor einer schwierigen Aufgabe: Die sehr guten Beschäftigungszahlen der letzten Woche und die anhaltenden Anzeichen für Lohnzuwächse würden zeigen, dass der Arbeitsmarkt nach wie vor sehr gut funktioniere. Die zaghaften Fortschritte an der Inflationsfront würden nicht ausreichen, um die FED zu einem wesentlich weniger aggressiven Normalisierungstempo zu bewegen. Generali Investments gehe nach wie vor von einer Zinserhöhung um 50 Basispunkte im September aus, mit einem gewissen Risiko einer weiteren Erhöhung um 75 Basispunkte wie im Juli. (11.08.2022/alc/a/a)


