USA: Unsicherheit über Leitzinspfad


08.08.22 10:42
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Wirtschaft ist gemäß erster Schätzungen in eine technische Rezession gerutscht, so die Analysten von Postbank Research.

Nach einem annualisierten Rückgang um 1,6% im ersten Quartal, sei das reale BIP im zweiten Quartal um 0,9% gegenüber Vorquartal geschrumpft.

Der Inflationsdruck in den USA beschleunige sich weiter. Mit einer Steigerung von 9,1% gegenüber dem Vorjahr habe die US-Teuerungsrate im Juni einen neuen jahreshochstand erreicht und dürfte über die kommenden Monate nur langsam nachgeben.

Die Arbeitslosenquote stehe mit weiterhin 3,6% nur 0,1 Prozentpunkte oberhalb des Vor-Corona-Tiefs. Allerdings würden sich erste Abschwächungstendenzen erkennen lassen. Die Anzahl an offenen Stellenangeboten sei zuletzt leicht zurückgegangen und die Erstanträge für Arbeitslosenunterstützung seien langsam nach oben geklettert.

Die US-Notenbank FED habe im Juli zum zweiten Mal in Folge die Leitzinsen um 75 Basispunkte angehoben und damit in einen Bereich, welcher gemäß der langfristigen Prognosen als neutral und nicht mehr expansiv die Wirtschaft stützend interpretiert werden könne. Auf den kommenden Zentralbanksitzungen könnte die FED vor dem Hintergrund der sich deutlich abschwächenden Konjunktur die Leitzinsschritte weniger umfangreich gestalten.

Die Unklarheit über den Leitzinspfad habe für extrem hohe Schwankungen der Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen gesorgt. Sie könnten von aktuell 2,78% (Stand: 04.08.2022) auf 3,85% in sechs Monaten ansteigen. (Ausgabe Zinsbulletin August 2022) (08.08.2022/alc/a/a)





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