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USA: Rekordvolumen bei Anleiheemission
21.02.18 09:45
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Es mag für Devisenmarkt-Veteranen fast wie ein déjà vu-Erlebnis gewesen sein, als in der vergangenen Woche für die anhaltende Dollar-Schwäche die Angst vor einem sogenannten "twin deficit" die Runde machte, so die Analysten der Deutschen Bank.
Das einst vom Ökonomen Martin Feldstein in den 1980er Jahren geprägte Schlagwort, worunter man die Kombination von einem hohen Haushaltsdefizit mit einem hohen Leistungsbilanzdefizit verstehe, sei also in das Vokabular manches Devisenmarktteilnehmers zurückgekehrt. Obwohl man sich an den Finanzmärkten seit Beginn der Finanzkrise eigentlich über ein steigendes US-Haushaltsdefizit und eine wachsende Verschuldung bislang keine allzu großen Sorgen gemacht habe. Auch weil sich die in den vergangenen Jahren immer wieder zu hörende Warnungen über drohende Schuldenkrisen in den meisten Fällen nicht bewahrheitet hätten.
Doch da die Renditen von US-Staatsanleihen gerade während der vergangenen Wochen deutlich angezogen hätten, sei nun der Begriff des Zwillingsdefizits in vieler Munde. Kein Wunder also, dass sich das Interesse auf die Begebung neuer Staatsanleihen seitens der US-Regierung konzentriert habe, die damit das Haushaltsdefizit finanzieren wolle. Denn dieses drohe, infolge von Steuerreform und Mehrausgaben ab 2019 die Grenze von 1 Billion USD zu überschreiten.
So sollten in dieser Woche Anleihen in einem Gesamtvolumen von 258 Milliarden USD auf den Markt kommen - alleine gestern seien kurzlaufende Anleihen in Höhe eines Rekordvolumens (an einem einzigen Tag) von 179 Milliarden USD begeben worden. Es gebe nicht wenige Marktteilnehmer, die das kurzfristige Schicksal des Greenback mit dem Verlauf dieser Auktionen verknüpfen würden. Sollten sich diese nämlich als erfolgreich erweisen, wäre nach Ansicht dieser Akteure den Dollar-Pessimisten ein wichtiges Argument (und vice versa) genommen. Dies gelte besonders für den Auktionsverlauf der Papiere mit zwei-, fünf- und siebenjähriger Laufzeit. Währenddessen habe sich der Euro auch gestern in seinem steilen kurzfristigen Aufwärtstrend bewegt, der zwischen 1,2290 und 1,2705 verlaufe. (21.02.2018/alc/a/a)
Das einst vom Ökonomen Martin Feldstein in den 1980er Jahren geprägte Schlagwort, worunter man die Kombination von einem hohen Haushaltsdefizit mit einem hohen Leistungsbilanzdefizit verstehe, sei also in das Vokabular manches Devisenmarktteilnehmers zurückgekehrt. Obwohl man sich an den Finanzmärkten seit Beginn der Finanzkrise eigentlich über ein steigendes US-Haushaltsdefizit und eine wachsende Verschuldung bislang keine allzu großen Sorgen gemacht habe. Auch weil sich die in den vergangenen Jahren immer wieder zu hörende Warnungen über drohende Schuldenkrisen in den meisten Fällen nicht bewahrheitet hätten.
Doch da die Renditen von US-Staatsanleihen gerade während der vergangenen Wochen deutlich angezogen hätten, sei nun der Begriff des Zwillingsdefizits in vieler Munde. Kein Wunder also, dass sich das Interesse auf die Begebung neuer Staatsanleihen seitens der US-Regierung konzentriert habe, die damit das Haushaltsdefizit finanzieren wolle. Denn dieses drohe, infolge von Steuerreform und Mehrausgaben ab 2019 die Grenze von 1 Billion USD zu überschreiten.
So sollten in dieser Woche Anleihen in einem Gesamtvolumen von 258 Milliarden USD auf den Markt kommen - alleine gestern seien kurzlaufende Anleihen in Höhe eines Rekordvolumens (an einem einzigen Tag) von 179 Milliarden USD begeben worden. Es gebe nicht wenige Marktteilnehmer, die das kurzfristige Schicksal des Greenback mit dem Verlauf dieser Auktionen verknüpfen würden. Sollten sich diese nämlich als erfolgreich erweisen, wäre nach Ansicht dieser Akteure den Dollar-Pessimisten ein wichtiges Argument (und vice versa) genommen. Dies gelte besonders für den Auktionsverlauf der Papiere mit zwei-, fünf- und siebenjähriger Laufzeit. Währenddessen habe sich der Euro auch gestern in seinem steilen kurzfristigen Aufwärtstrend bewegt, der zwischen 1,2290 und 1,2705 verlaufe. (21.02.2018/alc/a/a)


