USA: Leitzinswende rückt näher


18.09.14 15:55
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Die Leitzinswende in den USA rückt näher, berichten die Analysten der National-Bank AG.

Der schwächere Arbeitsmarktbericht für August habe den Erwartungen an eine baldige Leitzinserhöhung zwar einen Dämpfer versetzt. Zentrale Parameter aus dem Bericht hätten auf die aus Sicht vieler FOMC-Mitglieder unzureichende Qualität des Aufschwungs am Arbeitsmarkt hingewiesen. Neueste Untersuchungen einer Gruppe von Mitarbeitern der FED hätten zu dem Ergebnis geführt, dass die im historischen Vergleich niedrige Partizipationsquote in einem anderen Licht zu betrachten sei: Nach der Analyse sei sie zum großen Teil auf die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen und zu einem kleineren Teil auf eine schwache wirtschaftliche Entwicklung.

Einige Tage vorher habe eine Veröffentlichung der San Francisco FED für Aufsehen gesorgt. Danach würden die Marktteilnehmer die "forward guidance" der US-Notenbank hinsichtlich der Geldpolitik missverstehen und zudem die Abhängigkeit der Geldmarktsätze von gerade veröffentlichten Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung unterschätzen. Derzeit würden die Marktbeobachter davon ausgehen, dass die lockere Geldpolitik der FED länger anhalte, als es die US-Notenbanker erwartet hätten.

Zusammen mit den zahlreichen positiven Nachrichten über die Verfassung der US-Wirtschaft sowie den etwas höheren Inflationsraten würden alle großen Räder für eine baldige Leitzinswende mahlen. Außerdem würden sich die Kapazitätsüberhänge am Arbeitsmarkt verringern und es bestehe eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Konjunktur an Dynamik gewinnen werde. Dementsprechend werde das Ergebnis der nächsten Tagung des FOMC in der laufenden Woche, in der die neuen Projektionen für Wachstum und Preisentwicklung vorgestellt würden, mit Spannung erwartet. Es spreche insgesamt vieles dafür, dass die Erklärung nach der Tagung angepasst und deutlichere Hinweise auf die Leitzinswende enthalten werde. Der Zeitpunkt bleibe weiterhin offen. Die Wahrscheinlichkeit nehme aber zu, dass sie bei weiteren starken Datenpunkten früher erfolgen werde, als bislang angenommen. Die Standardmodelle würden bereits einen Satz für die FED Funds bei etwa 210 Basispunkten signalisieren. (Ausgabe September 2014) (18.09.2014/alc/a/a)




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