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USA: Fed vermutlich vor längerer Zinspause


12.02.25 16:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Stimmungsindikatoren für den Januar deuten auf eine anhaltend robuste Konjunktur: Der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes stieg auf 50,9 Zähler, die Subindizes der Neuaufträge, der Beschäftigung und der bezahlten Preise stiegen kräftig an, so die Analysten von Postbank Research.

Der ISM-Index der Dienstleistungen sei leicht auf 52,8 Punkte gesunken, alle Subindizes lägen jedoch über 50. Das Conference Board Verbrauchervertrauen habe jedoch erneut spürbar nachgegeben.

Im Dezember sei die Inflationsrate der Verbraucherpreise von 2,7% auf 2,9% gestiegen, die Kernrate sei unerwartet auf 3,2% gesunken, die PCE-Kernrate habe erneut bei 2,8% verharrt.

Im Januar habe die Anzahl der neugeschaffenen Stellen mit 143.000 leicht unter, zuvor im Dezember mit 307.000 jedoch deutlich oberhalb der Prognosen gelegen. Die Arbeitslosenquote sei auf 4,0% zurückgefallen. Die offenen Stellen gemäß JOLTS-Report seien im Dezember von 8,16 auf 7,60 Millionen gesunken.

Die Terminmärkte würden eine Zinssenkung um 25 Basispunkte nun komplett für den 30. Juli einpreisen und eine Wahrscheinlichkeit von 60% für eine weitere bis zum Jahresende. Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries sei zuletzt spürbar von 4,80% am 14. Januar auf 4,40% am 5. Februar gesunken. Die Märkte hätten sich erleichtert gezeigt, dass die zunächst angekündigten Zölle samt deren inflationstreibenden Folgen gegenüber Mexiko und Kanada zunächst nicht in Kraft getreten seien. Die zehnjährigen Treasuries dürften in sechs Monaten bei 4,75% rentieren, wobei die Schwankungen weiter ausgeprägt sein dürften. (Zinsbulletin Februar 2025) (12.02.2025/alc/a/a)