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USA: FED wird Leitzins stärker als bislang erwartet anheben
06.04.22 12:33
Hamburg Commercial Bank
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Für das laufende Jahr haben wir unsere Wachstumsprognose erneut heruntergestuft, und zwar auf 3,0% (zuvor: 3,4%), so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.
Die Wirtschaft boome zwar weiterhin, aber die höheren Energiepreise sowie die zu erwartende stärkere Straffung der Geldpolitik dürften dafür sorgen, dass der Boom sich rascher als bislang gedacht dem Ende zuneige.
Ein Blick auf die meistbeachteten Konjunkturindikatoren lasse kaum einen Zweifel daran, dass die Konjunktur in den USA brumme. Die Arbeitslosenrate habe im März bei 3,6% gelegen, was nicht mehr weit von dem niedrigsten Wert seit den 1960er Jahren (3,4%) liege. Dazu passe der Anstieg der Wochenlöhne um 5,6% YoY. Außerdem würden sich die ISM-Einkaufsmanagerindices weiterhin auf sehr auskömmlichen Niveaus von 57,1 (März, Verarbeitendes Gewerbe) und 56,5 (Februar, Dienstleistungen) bewegen. Etwas irritierend sei allerdings der Absturz des Michigan-Konsumentenvertrauens auf das niedrigste Niveau seit 2011, der zuletzt begleitet worden sei von einem in realer Rechnung sogar abnehmenden Einzelhandelsumsatz im Februar. Bemerkenswert sei auch der seit einigen Monaten durchgehende Rückgang von schwebenden Hausverkäufen.
Während dies noch relativ vage Anzeichen einer möglichen Konjunkturabkühlung seien, könnten die hohe Inflation - die Analysten würden erwarten, dass diese relativ hoch bleiben werde - und insbesondere die hohen Spritpreise die Laune der Konsumenten trüben. Dies gelte umso mehr als die Sparquote der privaten Haushalte mit 6,3% mittlerweile wieder unter dem langfristigen Durchschnitt liege (seit 1990: 6,9%), sodass hier zur Kompensation von realen Einkommensverlusten bereits auf die zusätzlichen Ersparnisse der Jahre 2020/2021 zurückgegriffen werden müsste.
Dazu komme die Aussicht auf relativ deutlich steigende Leitzinsen. Die Analysten würden erwarten, dass die FED den Leitzins bis zum Jahresende auf 2,25% anheben werde, sodass teilweise auch eine Schrittgröße von 50 Basispunkten möglich sei. Die FED werde an dieser Politik aller Voraussicht nach auch dann festhalten, wenn die Konjunktur sich abkühle, da die Inflation ein Niveau erreicht habe, dass die Glaubwürdigkeit der FED infrage stelle. Die langfristigen Renditen würden in diesem Umfeld nach Erachten der Analysten auch deutlich steigen und die Niveaus von 2018 übertreffen. Hier werde sich der Abbau der Bilanzsumme bemerkbar machen, die FED-Chef Jerome Powell angekündigt habe. (Ausgabe April 2022) (06.04.2022/alc/a/a)
Die Wirtschaft boome zwar weiterhin, aber die höheren Energiepreise sowie die zu erwartende stärkere Straffung der Geldpolitik dürften dafür sorgen, dass der Boom sich rascher als bislang gedacht dem Ende zuneige.
Während dies noch relativ vage Anzeichen einer möglichen Konjunkturabkühlung seien, könnten die hohe Inflation - die Analysten würden erwarten, dass diese relativ hoch bleiben werde - und insbesondere die hohen Spritpreise die Laune der Konsumenten trüben. Dies gelte umso mehr als die Sparquote der privaten Haushalte mit 6,3% mittlerweile wieder unter dem langfristigen Durchschnitt liege (seit 1990: 6,9%), sodass hier zur Kompensation von realen Einkommensverlusten bereits auf die zusätzlichen Ersparnisse der Jahre 2020/2021 zurückgegriffen werden müsste.
Dazu komme die Aussicht auf relativ deutlich steigende Leitzinsen. Die Analysten würden erwarten, dass die FED den Leitzins bis zum Jahresende auf 2,25% anheben werde, sodass teilweise auch eine Schrittgröße von 50 Basispunkten möglich sei. Die FED werde an dieser Politik aller Voraussicht nach auch dann festhalten, wenn die Konjunktur sich abkühle, da die Inflation ein Niveau erreicht habe, dass die Glaubwürdigkeit der FED infrage stelle. Die langfristigen Renditen würden in diesem Umfeld nach Erachten der Analysten auch deutlich steigen und die Niveaus von 2018 übertreffen. Hier werde sich der Abbau der Bilanzsumme bemerkbar machen, die FED-Chef Jerome Powell angekündigt habe. (Ausgabe April 2022) (06.04.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


